Gesellschaft

Hamburg - Schutz für Spieler - neue Regeln verpflichten Spielhallenbetreiber zu Schulungen

04.12.2013

Senat Hansestadt Hamburg Hamburg: Hamburg verbessert den Spielerschutz im gewerblichen Automatenspiel: Betreiberinnen und Betreiber von Spielhallen müssen in Zukunft ein Sozialkonzept vorlegen und dürfen nur noch Personal beschäftigen, das in der Suchtprävention und dem Umgang mit Betroffenen geschult ist. Das hat der Senat jetzt beschlossen und eine entsprechende Verordnung erlassen. Die Unternehmen haben jetzt ein Jahr Zeit, diese Verpflichtung umzusetzen.

„Die Verabschiedung der Spielerschutzverordnung stellt einen weiteren wichtigen Schritt zum Schutz der Spielerinnen und Spielern in den Spielhallen dar. Die Betreiberinnen und Betreiber von Spielhallen sind nun gefordert, diese Maßnahmen umzusetzen, sich entsprechend fortzubilden und damit Verantwortung zu übernehmen“, sagt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Durch die Spielerschutzverordnung werden die Anforderungen des Hamburgischen Spielhallengesetzes an die Suchtprävention präzisiert. Das Aufsichtspersonal muss in Zukunft im Rahmen einer achtstündigen Schulung Kenntnisse über die Gefahren des Glücksspiels und der Entstehung der Glücksspielsucht erwerben. Außerdem sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lernen, wie auffällige Spielerinnen und Spieler angesprochen und ihnen Hilfsangebote unterbreitet werden können. Die Betreiberinnen und Betreiber von Spielhallen sind darüber hinaus verpflichtet, an einer Schulung zu den rechtlichen Rahmenbedingungen teilzunehmen. Die Schulungen sind regelmäßig zu wiederholen, damit das erworbene Wissen aktuell bleibt. Die erste Wiederholung ist nach drei, dann alle fünf Jahre vorgeschrieben.

Die geforderten Sozialkonzepte müssen unter anderem Maßnahmen des Unternehmens zum Spielerinnen- und Spielerschutz aufführen und die Umsetzung der personalbezogenen Verpflichtungen aus dem Glückspielstaatsvertrag darlegen. Außerdem werden den Unternehmen Berichts- und Dokumentationspflichten auferlegt. Die Sozialkonzepte haben die jeweils aktuellen gesicherten suchtwissenschaftlichen Erkenntnisse zu berücksichtigen. Sie sind alle fünf Jahre zu überarbeiten.

Weitere Information zur Spielerschutzverordnung sowie zu den darin geforderten Schulungen und Sozialkonzepten sind im Internet unter der Adresse http://www.hamburg.de/drogen-und-sucht/ abrufbar. (Pressemeldung vom 03.12.2013)

Quelle: Senat der Hansestadt Hamburg | Foto: Senat der Hansestadt Hamburg
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