Gesellschaft

Hamburg: MOIA-Service wird sein Geschäftsgebiet deutlich in die äußere Stadt erweitern

05.10.2022

Moia weitet sein Bediengebiet deutlich aus - Integration in den ÖPNV und barrierefreie Fahrzeuge - Billstedt/Billbrook, Osdorf, Lurup, Rahlstedt & Wilhelmsburg.

Senat Hansestadt HamburgHamburg: Der Ridepooling-Dienst MOIA hat von der Stadt Hamburg erstmals eine Genehmigung nach dem novellierten Personenbeförderungsgesetz erhalten. Dies beinhaltet in einem ersten Schritt auch die Integration als eigenwirtschaftlicher Linienbedarfsverkehr in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): Alle Inhaber:innen eines hvv-Abonnements können den MOIA-Service zu dauerhaft vergünstigen Konditionen nutzen. Die Genehmigung gilt zunächst für die Jahre 2023 bis 2025 und 450 Fahrzeuge. MOIA wird sein Geschäftsgebiet mit der neuen Genehmigung deutlich in die äußere Stadt erweitern und ab 2023 auch in den Stadtteilen Wilhelmsburg, Billstedt/Billbrook, Osdorf/Lurup und Rahlstedt ein zusätzliches Mobilitätsangebot machen. Zudem wird MOIA mit Start der neuen Konzession barrierefreie Fahrzeuge in die Flotte integrieren, die einfach buchbar sind.
 
Die Ausweitung der On-Demand-Dienste ermöglicht den Menschen insbesondere in der äußeren Stadt neue, zusätzliche Mobilitätsoptionen in Ergänzung zum klassischen ÖPNV und ist damit ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Hamburg-Takt.
 
Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Moia erweitert sein Bediengebiet um 70 auf insgesamt 270 Quadratkilometer in Hamburg deutlich und bietet ab 2023 auch den Menschen in Wilhelmsburg, Billstedt/Billbrook, Osdorf/Lurup und Rahlstedt eine zusätzliche Mobilitätsoption. Damit gehen wir einen nächsten großen Schritt in Richtung Hamburg-Takt, mit dem alle Hamburger:innen perspektivisch binnen fünf Minuten Zugang zu einem öffentlichen Verkehrsangebot haben sollen – als nachhaltige und bequeme Alternativen zum eigenen PKW. Insbesondere digitale und nachfrageorientierte Mobilitätsdienste wie Ridepooling bieten in Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr große Chancen für die Mobilität von Morgen, die wir in unserer Stadt aktiv gestalten wollen. Und noch mehr: Wir verzahnen Moia ab 2023 in einem ersten Schritt mit dem ÖPNV und gestalten das Angebot barrierefrei – denn die Mobilitätswende ist inklusiv und soll allen Menschen zugutekommen.“
Sascha Meyer, CEO von MOIA: „Wir sind zum festen Bestandteil des städtischen Verkehrs in Hamburg geworden und freuen uns sehr, den eingeschlagenen Weg mit der neuen Genehmigung als eigenwirtschaftlicher Linienbedarfsverkehr ab 2023 weiterzugehen. Denn vollelektrisches Ridepooling zahlt gleich mehrfach auf die Mobilitätswende ein: Ridepooling ergänzt Bus und Schiene auch in Gebieten, die noch nicht die nötige Bedienqualität bieten, um Kund*innen nachhaltig vom ÖPNV zu überzeugen. Mit unserem Angebot bieten wir zudem eine bequeme, schnelle Alternative zum eigenen Auto und verringern auf diese Weise sowohl Straßenverkehr als auch Lärm- und CO2-Emissionen.“
 
Barrierefreiheit
Das Angebot von MOIA wird durch die Ergänzung der bisherigen Fahrzeugflotte auf insgesamt 15 rollstuhlbeförderungsfähige Crafter (Kapazität: 1 Rollstuhl + 4 Sitzplätze) vollständig barrierefrei. Die Rollstuhlbeförderung erfolgt mittels einer absenkbaren Rampe am Fahrzeugheck. Das Personal ist entsprechend im Umgang mit mobilitätseingeschränkten Menschen geschult. Die Rollstuhlbeförderung erfolgt ohne Aufpreis im Rahmen der jeweils zur Verfügung stehenden Beförderungskapazitäten. Die Fahrzeuge sind entsprechend niedrigschwellig buchbar.
 
Darüber hinaus ist die App barrierefrei für seheingeschränkte und blinde Personen. Ist die Kategorie „beeinträchtigtes Sehvermögen“ aktiviert, werden die Fahrer*innen darüber informiert. Sie halten dann bei der Abholung aktiv Ausschau und unterstützen beim Ein- und Ausstieg. Seit Oktober 2019 ist die MOIA-App mit einer sogenannten „Voice-over-Funktion“ ausgestattet (Voice Over für iOS, Talkback für Android), sodass Personen mit Beeinträchtigung des Sehens die App per Sprachsteuerung bedienen können. Dynamische Schriftgrößen machen die MOIA App zudem leichter lesbar. Damit Nutzende sicher zu ihrem virtuellen Haltepunkt navigiert werden, können sie spezielle unterstützende Programme wie BlindSquare (für iOS) oder Lazarillo (für iOS und Android) installieren, auf die die MOIA-App dann zurückgreift.
 

Erster Schritt der Integration in den hvv-Tarif

Das Mobilitätsangebot von MOIA wird beginnend mit dem Jahr 2023 in einem ersten Schritt teilweise mit dem hvv-Tarif verknüpft. Alle Inhaber:innen eines hvv-Abonnements können den MOIA-Service zu dauerhaft vergünstigen Konditionen nutzen. Hierfür wird ein Preisnachlass in Höhe von einem Euro pro Buchung gewährt. Durch die Integration in den hvv-Tarif sowie als eigenwirtschaftlicher Linienbedarfsverkehr ist Moia berechtigt, die ÖPNV-Infrastruktur, wie etwa Busspuren zu nutzen und damit seine Fahrgäste noch schneller zu transportieren. Die Gebietserweiterung in die genannten Gebiete der äußeren Stadt, die hvv-Integration und die fortschreitende Barrierefreiheit werden zusätzlich mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) aus dem Modellprojekt „Auf dem Weg zum Hamburg-Takt“ unterstützt. Dadurch ergibt sich in den neuen Bediengebieten ein weiterer Preisnachlass von einem Euro pro Buchung.

Senat Hansestadt Hamburg - Behörde für Verkehr und Mobilitätswende

(Pressemeldung vom 04.10.2022)
Quelle: Senat Hansestadt Hamburg - Behörde für Verkehr und Mobilitätswende  | Foto: hamburg.de GmbH & Co. KG
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