Wirtschaft

Hamburg: Grüner Wasserstoff – Strategische Partnerschaft mit Schottland steht

26.11.2021

Senat Hansestadt HamburgHamburg: Die Freie und Hansestadt Hamburg hat heute mit der schottischen Regierung eine enge Zusammenarbeit bei grünem Wasserstoff und Wasserstofftechnologien vereinbart. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann und Umweltsenator Jens Kerstan unterzeichneten hierzu eine gemeinsame Absichtserklärung mit Michael Matheson, Scottish Cabinet Secretary for Net Zero, Energy and Transport. Schottland und Hamburg verfolgen gemeinsame strategische Ziele, die sie bei Klimaschutz und Innovation sowie bei Exportpotenzialen von grünem Wasserstoff aus Schottland nach Norddeutschland haben. Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer digitalen Abendveranstaltung statt, bei der sich auch die Wasserstoffcluster und -projekte beider Seiten präsentierten. Beide Regionen sind für ihre hohe Kompetenz in der Entwicklung und praktischen Anwendung der notwendigen Technologien, die sie weiter ausbauen wollen, bekannt. Die schottische Regierung hat sich mit ihrem jüngsten Wasserstoff-Aktionsplan verpflichtet, einen strategischen Ansatz für die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft zu unterstützen. Beide setzen sich aktiv für die Umsetzung der Energiewende und die Erreichung der EU-Klimaziele ein.
 
Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Wir sind uns einig, dass grüner Wasserstoff als Energieträger der Zukunft eine entscheidende Rolle spielt. Schottland ist für uns mit seinem enormen Erzeugungspotential aus natürlichen Ressourcen, Know-how und politischem Willen ein exzellenter Partner! Unsere langjährige, nordeuropäische Partnerschaft wird mit der gemeinsamen Absichtserklärung nun weiter vertieft. Beide Partner – und vor allem unsere Unternehmen – werden die wirtschaftlichen und ökologischen Chancen der Wasserstofftechnologie besser nutzen und die Skalierung unserer jeweiligen heimischen grünen Wasserstoffwirtschaft vorantreiben. Das wird positive Auswirkungen auf die gesamteuropäische Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit haben.“
 
Umweltsenator Jens Kerstan: „Norddeutschland mit Hamburg als Zentrum und Schottland ergänzen sich in ihren Stärken bei den Erneuerbaren Energie idealerweise. Daher freue ich mich, dass Hamburg und Schottland gemeinsam Projekte voranbringen wollen auf einem Weg in eine grüne Wasserstoff-Wirtschaft.“
 
Michael Matheson, Scottish Cabinet Secretary for Net Zero, Energy and Transport: „Scotland has the resources, the people and the ambition to become a world leader in hydrogen production and our Hydrogen Action Plan sets out how we will work collaboratively to drive progress in the technology. I am delighted to have signed this important joint declaration on green hydrogen and hydrogen technologies. Hamburg and Scotland are natural partners, with the ambition to produce large quantities of renewable hydrogen and to work together to support an international market in Germany and northern Europe. I welcome the opportunities this new agreement provides for both private and public sectors in Hamburg and Scotland as we work together and with industry to develop a strong renewable hydrogen industry that will create new green jobs, trade opportunities and support our transition to net zero.”
 
Hamburg ist ein etablierter Wasserstoffstandort in Norddeutschland. Die große Zahl lokaler Akteure aus Industrie und Forschung sowie das klare politische Bekenntnis zur Wasserstoffwirtschaft schaffen ein fruchtbares Ökosystem und hervorragende Voraussetzungen. Schottland ist aufgrund seiner reichhaltigen natürlichen Ressourcen, einschließlich der enormen Onshore- und Offshore-Windkapazitäten, in der Lage, erhebliche Mengen an grünem Wasserstoff zu produzieren, die den einheimischen Bedarf bei weitem übersteigen und den internationalen Exportmarkt bedienen könnten.
 
Die Partner haben bereits durch einen früheren politischen und wirtschaftlichen Austausch sowie durch den Austausch von Clustern und Unternehmen in den Bereichen Offshore-Windkraft und Wasserstoff ein gemeinsames Verständnis entwickelt. Zusätzlich zu ihren übereinstimmenden politischen und strategischen Zielen in den Bereichen Klimaschutz und Innovation wollen beide mehr technischen Austausch und Handelskooperationen im Wasserstoffsektor.
 
Ziele der Zusammenarbeit
 

  • die Skalierung der heimischen grünen Wasserstoffwirtschaft in beiden Partnerregionen voranzutreiben;
  • ein Verständnis für die kommerziellen Möglichkeiten und den Umfang des zukünftigen Importmarktes nach Hamburg und des zukünftigen Exportmarktes aus Schottland zu entwickeln;
  • Aufbau internationaler Lieferketten zwischen Hamburg und Schottland für grünen Wasserstoff und seine Derivate, um sowohl Hamburg als auch das weitere deutsche und nordeuropäische Hinterland zu versorgen;
  • technische, wissenschaftliche und funktionale Konzepte für die Produktion, den internationalen Transport und die Nutzung von grünem Wasserstoff in der Industrie, im Verkehr und im Wärmesektor zu bewerten und zur technischen und betrieblichen Reife zu entwickeln;
  • die Entwicklung gemeinsamer Normen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Sicherheit zu unterstützen;
  • bei der Entwicklung und dem Ausbau erneuerbarer Energien (z. B. Windenergie, Solarenergie) für die Erzeugung von grünem Wasserstoff und aktuellen energiewirtschaftlichen Herausforderungen (z. B. Nutzung von Windüberschuss, Sektorkopplung und Speicherung) zusammenzuarbeiten; und darüber hinaus
  • bestehende Hemmnisse (z. B. Gesetze, Abgaben, Kosten) zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Erfolg zu bewerten sowie Wissen auszutauschen, um den Abbau dieser Hemmnisse zu unterstützen, z. B. durch die Anpassung von rechtlichen Rahmenbedingungen oder der Genehmigungspraxis;
  • zusammenzuarbeiten, um Investitionen des Privatsektors zur Unterstützung gemeinsamer Projekte oder Initiativen freizusetzen; und
  • die Durchführbarkeit und den möglichen künftigen Bedarf einer Wasserstoff-Verbindungsleitung zu untersuchen, um Schottland mit dem vorgeschlagenen europäischen Wasserstoff-Backbone im Raum Hamburg zu verbinden.
     

Durch ihre Zusammenarbeit wollen die Partner die Voraussetzungen für einen frühzeitigen Export/Import von Wasserstoff und Wasserstoffprodukten nach Hamburg und in das Umland schaffen und die rasche Entwicklung eines sich selbst tragenden Wasserstoffmarktes fördern.

Senat Hansestadt Hamburg - Behörde für Wirtschaft und Innovation

(Pressemeldung vom 26.11.2021)
Quelle: Senat Hansestadt Hamburg - Behörde Wirtschaft und Innovation, hamburg.de GmbH & Co. KG | Foto: hamburg.de GmbH & Co. KG
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