Gesellschaft

GfK: Tatort mit Til Schweiger polarisiert im Internet

14.03.2013

GfK SE Nürnberg: Der neue Tatort wird nicht nur im Familienkreis vor dem Fernseher heiß diskutiert, sondern auch im Internet. Die Social-Media-Spezialisten von GfK haben analysiert, was auf Facebook, Twitter, in Foren und Blogs während und kurz nach dem Schweiger-Tatort geschrieben wurde.

Der neueste Hamburg-Tatort mit Til Schweiger hat der Sendereihe ohne Zweifel zusätzliche Aufmerksamkeit beschert. So brachte die aktuelle Episode des NDR nicht nur für die ARD eine Rekord-Sehbeteiligung. Auch im Internet wird intensiv über Schweigers Tatort-Debut diskutiert.

Schweiger sichert Aufmerksamkeit
Til Schweiger ist dabei eindeutig das Zugpferd. In erster Linie über den Hauptdarsteller beziehungsweise die Kombination aus Hauptdarsteller und Serie diskutieren 73 Prozent. Nur 26 Prozent aller Inhalte drehen sich primär um Handlung und Format. In rund 1 Prozent der Fälle wird Co-Star Fahri Yardim erwähnt. Dieser schneidet in der Bewertung allerdings deutlich besser ab als Schweiger. Insgesamt 76 Prozent der Inhalte zu Yardim sind positiv, der Rest neutral. Til Schweiger polarisiert deutlich mehr. Bei ihm stehen den 31 Prozent positiven Bewertungen 20 Prozent negative Äußerungen gegenüber.

Positiv angemerkt wird häufig, dass Schweiger dem Tatort neuen Schwung verliehen hat. Die Action kommt in der Internet-Community offenbar gut an. Kritisiert werden hingegen sein Nuscheln und seine schauspielerische Leistung. Immer wieder wird er mit Bruce Willis verglichen, der Tatort als „Stirb langsam für Arme“ bezeichnet.

Internetgemeinde gleichmäßig gespalten
Interessant ist, dass die Stimmung zum Schweiger-Tatort über das gesamte Netz verteilt – also unabhängig von den Kanälen – sehr ähnlich ist. In anderen Fällen melden sich häufig Befürworter einer Sendung oder eines Schauspielers über bestimmte Kanäle zu Wort. Die Meinungen der Gegner sind jedoch in anderen Kanälen zu finden. Der Tatort ist offenbar derart breit in der Bevölkerung verankert, dass sich überall im Netz ungefähr gleich viele Befürworter und Gegner finden – egal ob auf Facebook, Twitter, in Blogs oder Foren.

Facebook dominiert die Diskussion
Dafür spricht auch der hohe Anteil von user-getriebenen Inhalten der Analyse: Von Privatpersonen werden 88 Prozent aller Beiträge verfasst. Im Vergleich zu anderen Themen ist das ein sehr hoher Wert.

Am stärksten treibt Facebook den Buzz, also die Anzahl der Nennungen, in die Höhe. Insgesamt 81 Prozent aller gefundenen Inhalte bestehen aus Posts und Kommentaren aus dem sozialen Netzwerk. Der MicroBlog Twitter folgt mit 12 Prozent. Die klassischen Foren erreichen 5 Prozent. Blogs kommen auf 2 Prozent.

Internetbevölkerung vergibt eine „3 minus“
Facebook ist nicht nur der stärkste, sondern auch der positivste Kanal. Rechnet man die positiven, neutralen und negativen Bewertungen in das Schulnotensystem (1 bis 6) um, ergibt sich für Facebook eine Note von 3,2. Es folgen Blogs mit 3,4 und Twitter mit 3,6. Am negativsten wird in Foren über den aktuellen Tatort gesprochen. Hier liegt die Reputationsnote bei 3,8. Als Gesamt-Note erhält der Schweiger-Tatort von der Internetbevölkerung die Note 3,3.

Die Online- und Social-Media-Monitoring-Spezialisten von GfK haben rund 15.000 deutschsprachige Online-Inhalte, wie Facebook-Beiträge oder Blog-Posts, zum neuen Hamburg-Tatort mit Hilfe ihrer innovativen Social-Media-Analyse-Plattform analysiert. Eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Beiträgen wurde zusätzlich qualitativ untersucht, also Themenbereichen zugeordnet und nach Tonalität (positiv, neutral, negativ) bewertet. Diese Kombination aus schnellem Zusammenführen verschiedenster Online-Kanäle und qualitativ hochwertiger inhaltlicher Analyse gehört zu den Stärken der Social-Media-Intelligence-Angebote von GfK.
(Pressemeldung vom 13.03.2012

Quelle: GfK SE | Foto: GfK SE
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