Gesellschaft

EWE AG - Strom- und Gaspreise steigen

28.09.2022

EWE AktiengesellschaftOldenburg: Es hat sich aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Wochen angekündigt: Ausgelöst durch die Verknappung von Rohstofflieferungen durch Russland steigen bundesweit die Energiepreise für Strom und Gas. 

Auch EWE ist zum 1. Oktober gezwungen, den Preis für Strom und Gas in der Grund- und Ersatzversorgung erneut anzuheben. So zahlen unsere Kunden ab Oktober für Strom pro Kilowattstunde brutto 37,81 Cent und damit 11,76 Cent mehr als heute. Der jährliche Grundpreis bleibt seit Januar 2021 unverändert.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden ergeben sich so Mehrkosten von gut 352 Euro im Jahr beziehungsweise rund 29 Euro im Monat. Diese Strompreisanhebung in der Grund- und Ersatzversorgung gilt jedoch nicht für Kundinnen und Kunden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, weil EWE dort kein Stromgrundversorger ist. 

Knapp 500.000 Kunden sind betroffen

Der Gaspreis steigt pro Kilowattstunde von aktuell brutto 13,17 Cent auf 14,99 Cent. Das entspricht einem Plus von 1,82 Cent und bedeutet bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden jährliche Mehrkosten von 364 Euro, das sind pro Monat gut 30 Euro mehr. Der Grundpreis bleibt auch für Gas unverändert. Betroffen sind von dieser Preisanpassung insgesamt 375.000 Strom- und 110.000 Gaskunden der Grund- und Ersatzversorgung.

Weiterhin Preisgarantie bei Laufzeitverträgen

Der Großteil unserer Strom- und Gaskunden verfügt über so genannte Laufzeitverträge mit einer Preisgarantie von 12 oder 24 Monaten. Sechs Wochen vor dem kundenindividuellen Ende der Laufzeit schreibt EWE diese Kunden jeweils an und bietet ihnen eine Verlängerung des Vertrages zu dem Preis, der dann für das jeweilige Laufzeitprodukt gilt, an. Das heißt, Kunden können sich den dann gültigen Preis wieder für zwölf Monate sichern. Die Tarife für Produkte mit Preisgarantie werden unterjährig etwa im Quartalsrhythmus angepasst. Aber auch Kunden, die ihr jetziges Laufzeitprodukt in Kürze zum dann aktuellen Tarif verlängern, müssten sich beim Vergleich des neuen Tarifes mit dem Ausgangstarif von vor zwölf oder 24 Monaten auf erhebliche Preissprünge einstellen.

Generell gilt: Die Preisdynamik auf dem Energiemarkt ist nach wie vor ungebrochen und die Preise gehen weiterhin deutlich nach oben. Gerade der Erdgaspreis steigt nicht zuletzt aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine und die nochmal reduzierten russischen Gasliefermengen durch die Pipeline Nord Stream 1. Putins Krieg ist auch ein Wirtschaftskrieg, der zu erheblicher Verknappung der Gasimporte führt und damit zu extrem hohen Preisen.

Für Strom und Gas gilt gleichermaßen: EWE hat Kundenzuwachs zu verzeichnen bei gleichzeitig nur sehr geringen Kundenabgängen. Das ist zwar ein Zeichen dafür, dass Kunden in der Krise auf sichere und stabile Energieversorger setzen. Es bedeutet aber auch, dass wir für mehr Kunden als geplant Energie beschaffen müssen und das zu den aktuell massiv hohen Preisen.

EWE setzt staatliche Umlagen um

Energie ist aktuell ein teures Gut. Das fängt bei den Beschaffungskosten an, die in den letzten zwölf Monaten dramatisch gestiegen sind. Und zudem hat der Staat Umlagen auf den Weg gebracht, die alle Gaskunden in Deutschland betreffen. Das gilt auch für die Kundinnen und Kunden von EWE.

Die von der Bundesregierung beschlossenen und bundesweit ab 1. Oktober 2022 geltenden neuen Umlagen auf Erdgas gibt EWE zum 1. November 2022 weiter. Kundinnen und Kunden werden dazu von EWE persönlich angeschrieben und so informiert. Warum gibt es diese Umlagen? Mit der neu eingeführten Gasbeschaffungsumlage sollen Mehrkosten für die Ersatzbeschaffung ausgefallener russischer Gaslieferungen gleichmäßig auf alle Erdgaskundinnen und -kunden in Deutschland verteilt werden. Zusätzlich hat die Bundesregierung die Gasspeicherumlage erhoben. Diese wird von der Regierung dazu genutzt, die deutschen Gasspeicher für den kommenden Winter ausreichend zu füllen. Mit der bundesweiten Umlage stellt die Bundesregierung sicher, dass die Speicher auch dann laufend weiter befüllt werden, wenn marktliche Anreize aufgrund hoher Beschaffungskosten fehlen. Es geht also unter anderem darum, die Versorgungssicherheit in Deutschland sicher zu stellen. Und das wird auf alle Erdgaskunden bundesweit verteilt. Die Energieversorger setzen jetzt diese Maßnahmen um.

Es wird aber auch staatliche Entlastungen geben. Zum Beispiel bei der Mehrwertsteuer. Die zur Entlastung der Verbraucherinnen und Verbraucher angekündigte Absenkung der auf Erdgas erhobenen Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent wird EWE an alle Gaskunden weitergeben, sobald dieses gesetzlich beschlossen wurde. Abschläge sollten – wenn nicht schon automatisch passiert – angepasst werden. Ansonsten droht eine sehr unangenehme finanzielle Überraschung bei der Jahres-Abschlussrechnung in 2023. Das Wichtigste bleibt: Energie sparen hilft nicht nur Allen in diesen Zeiten, sondern auch der eigenen Geldbörse. 

EWE AG  - Strom- und Gaspreise steigen

Infografik: EWE AG

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(Pressemeldung vom 05.09.2022)
Quelle: EWE AG | Foto: EWE AG
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