Gesellschaft

Evonik: Engagement für nachhaltige Palmölproduktion in der malaysischen Provinz Sabah

22.12.2020

Evonik Industries AGKota Kinabalu, Malaysia | Berlin | Essen | Hamburg: Der Hautpflegekonzern Beiersdorf und das Spezialchemieunternehmen Evonik unterstützen ein neu gestartetes Projekt der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) zur nachhaltigen Entwicklung der malaysischen Region Tabin in der Provinz Sabah auf der Insel Borneo.

Tabin steht vor enormen ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen: Das sensible Ökosystem ist die Heimat einer Vielzahl bedrohter Tierarten und zugleich ein wichtiges Gebiet für den Anbau und die Herstellung von Palm(kern)öl – ein regionaler Wirtschaftsfaktor und zentraler Rohstoff in der Kosmetikindustrie.

Ziel des Projektes ist es, basierend auf den drei Säulen „Protect, Produce, Restore“ (Schutz, Produktion, Wiederherstellung), die Produktion von Palmöl nachhaltiger zu machen und die Entwaldung zu stoppen. Bis zum Jahr 2025 sollen kleine und mittelgroße Palmölbauern auf einer Fläche von insgesamt 20.000 Hektar Land nach dem Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) zertifiziert werden. Zudem gilt es, einen Landnutzungsplan für nachhaltige Land- und Forstwirtschaft zu schaffen. Darüber hinaus haben sich die Projektpartner vorgenommen, die Heimat bedrohter Wildtiere in Tabin zu schützen und mittels Aufforstung mindestens einen ökologischen Korridor zu errichten, der den Wildtieren den Wechsel zwischen bislang getrennten Lebensräumen ermöglicht. So wollen die Partner die Konflikte zwischen Menschen und Elefanten im Projektgebiet reduzieren und in den nächsten fünf Jahren auch die Populationen gefährdeter Tierarten wie die Orang-Utans stabilisieren.

Insgesamt umfasst Tabin rund 400.000 Hektar Land – eine Fläche, die etwa viereinhalb Mal so groß ist wie Berlin. Davon ist etwa die Hälfte mit Palmölplantagen bedeckt. Die Landschaft ist Heimat vieler bedrohter und gefährdeter Tierarten, darunter rund 1.250 Orang-Utans, 350 Borneo-Elefanten, 50 Borneo-Bantengs und 40 Sunda-Nebelparder.

GEMEINSAM VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN
„Den ökologischen Fußabdruck zu verringern, ist der Schlüssel für eine lebenswerte Zukunft. Dazu muss jeder seinen Beitrag leisten – auch die Privatwirtschaft. Deshalb arbeitet der WWF mit Unternehmen zusammen, die auch vor Ort in den Produktionsländern ihrer Rohstoffe Verantwortung übernehmen wollen. Im Schulterschluss kann es uns in der Region Tabin gelingen, die Entwaldung zu stoppen und gefährdete Tierarten zu schützen“, sagt Dr. Martin Bethke, Geschäftsleitung WWF Deutschland. „Unser Ziel ist es, entwaldungsfreie Lieferketten sicherzustellen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Beiersdorf und dem WWF, denn nur mit allen Beteiligten können wir eine verantwortungsvolle Verarbeitung von Palmöl-Derivaten langfristig gewährleisten.", so Yann d’Hervé, Leiter des Geschäftsgebiets Care Solutions bei Evonik.

Auch der Hautpflegekonzern Beiersdorf setzt mit dem Projekt ein klares Zeichen: „Umweltschutz und ein verantwortungsbewusster Umgang mit natürlichen Ressourcen stehen für uns an oberster Stelle. Wir freuen uns daher sehr, gemeinsam mit Evonik und dem WWF in Sabah einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz zu leisten und unser Engagement im Bereich nachhaltiges Palmöl weiter auszubauen“, sagt Dorle Bahr, Head of Environmental Sustainability.

NACHHALTIGKEITSORIENTIERTE LIEFERKETTEN IM FOKUS
Beiersdorf und Evonik engagieren sich bereits seit Jahren für eine nachhaltige Palmöl-Wirtschaft – unter anderem über den Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO). Beide sind zudem Gründungsmitglieder der Initiative „Action for Sustainable Derivatives“ (ASD), die sich seit 2019 für eine größtmögliche Transparenz und Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette von Palm(kern)öl-Derivaten einsetzt. Mit dem neuen Projekt zur nachhaltigen Entwicklung in der Tabin Region weiten die Unternehmen in partnerschaftlicher Kollaboration mit dem WWF ihr Palmöl-Engagement weiter aus.
 
Der World Wide Fund For Nature (WWF) ist eine der größten und erfahrensten Naturschutzorganisationen der Welt und in mehr als 100 Ländern aktiv. Weltweit unterstützen ihn rund fünf Millionen Förderer. Das globale Netzwerk des WWF unterhält 90 Büros in mehr als 40 Ländern. Rund um den Globus führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktuell 1300 Projekte zur Bewahrung der biologischen Vielfalt durch. Der WWF Deutschland setzt sich weltweit in 21 internationalen Projektregionen für den Naturschutz ein. Schwerpunkte sind dabei der Erhalt der letzten großen Waldgebiete der Erde – sowohl in den Tropen als auch in gemäßigten Regionen –, der Kampf gegen den Klimawandel, der Einsatz für lebendige Meere sowie die Bewahrung von Flüssen und Feuchtgebieten weltweit. Der WWF Deutschland führt außerdem zahlreiche Projekte und Programme in Deutschland durch.
 
Die Beiersdorf AG ist ein führender Anbieter innovativer und hochwertiger Hautpflegeprodukte und verfügt über mehr als 135 Jahre Erfahrung in diesem Marktsegment. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg beschäftigt weltweit rund 20.000 Mitarbeitende und ist im deutschen Leitindex für Aktien, dem DAX, gelistet. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte Beiersdorf einen Umsatz von 7,6 Mrd. Euro. Das Beiersdorf Produktportfolio zeichnet sich durch starke, international führende Haut- und Körperpflegemarken aus, zu denen u. a. NIVEA – die weltweit größte Hautpflegemarke* –, Eucerin, Hansaplast/Elastoplast und La Prairie gehören. Mit ihren innovativen und hochwertigen Produkten überzeugen sie Tag für Tag Millionen von Menschen weltweit. Weitere namhafte Marken wie Labello, Aquaphor, Florena, 8X4, Hidrofugal, atrix, Maestro und Coppertone ergänzen das umfangreiche Portfolio. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft tesa SE, ein ebenfalls weltweit führender Hersteller in ihrer Branche, versorgt Industrie, Gewerbe und Konsumenten mit selbstklebenden Produkt- und Systemlösungen.

* Quelle: Euromonitor International Limited; NIVEA als Dachmarke in den Kategorien Gesichts-, Körper- und Handpflege; Handelsumsatz 2019
 
(Pressemeldung vom 14.12.2020

Quelle: Evonik Industries AG | Foto: Evonik Industries AG
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