Wirtschaft

Europas Umweltsatellit Envisat feiert in Kürze Geburtstag

23.02.2012

Astrium - EADS Astrium GmbH München: In den frühen Morgenstunden des 1. März 2002 brachte eine Ariane-5-Trägerrakete den mit knapp 8,2 Tonnen schweren und mit zehn Metern Bauhöhe größten und komplexesten Erdbeobachtungssatelliten der europäischen Weltraumorganisation ESA ins All. Seither liefern seine zehn Instrumente wertvolle Daten für die Umwelt und Klimaforschung und legen die Basis für vielfältige Anwendungs- und Informationsdienste.

Entwickelt und gebaut wurde Envisat unter der industriellen Führung von Astrium, die ein internationales Konsortium von über 50 Unternehmen leitete. Eine besondere Rolle kam auch dabei den deutschen Standorten zu. So verantwortete man bei Astrium Friedrichshafen das Nutzlastmodul (Mission Prime) und entwickelt und baute mit niederländischen Partnern das Spektrometer Sciamachy. In Ottobrunn entstand das Interferometer Mipas.

Für den Standort Bremen stellte der Envisat-Start mit einer Ariane ebenfalls eine Besonderheit dar: für den 11. Flug einer Ariane 5 wurde - aufgrund der Envisat-Größe - erstmals eine besonders lange (17m) große Fairing eingesetzt. Zugleich war der Envisat-Launch der 50. Start eines Astrium-Satelliten mit einer Ariane-Rakete.

Seit nunmehr einem Jahrzehnt ist das fliegende Umwelt-Großlabor Envisat im Orbit. Eine herausragende Rolle bei der Envisat-Mission spielen die für atmosphärische Beobachtungen synergetisch wirkenden Instrumente Sciamachy, Gomos und Mipas.

10 Jahre erfolreicher Betrieb von Envisat bilden auch den Einstieg der satellitengestützen Erdbeobachtung in eine neue operationelle Betriebsqualität. (Pressemeldung vom 22.02.2012)

Quelle: Astrium GmbH | Foto: Astrium GmbH
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