Wirtschaft

Eröffnung der Räume der ITEL – Deutsches Lithiuminstitut GmbH

21.09.2021

ITEL – Deutsches Lithiuminstitut GmbHHalle, 21.09.2021 - Die Unternehmen GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH, Rock Tech Lithium Inc. und Knauf Gips KG haben am 31.08.2021 das Deutsche Lithium-Institut gegründet. Das ITEL Institute for Technologies and Economics of Lithium wird als eingetragene GmbH durch die Professoren Ulrich Blum und Ralf B. Wehrspohn von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als Geschäftsführer geleitet. Das ITEL hat seinen Sitz im Sachsen-Anhaltinischen Halle an der Saale.

Das Institut hat das Ziel, die interdisziplinäre, CO2-neutrale Kreislaufwirtschaft für Lithium in Deutsch-land zu prägen. Durch die Umstellung auf Elektromobilität wird Deutschland zum zentralen Standort für die Batterieproduktion in Europa und damit auch für die Produktion des entscheidenden Vorpro-dukts Lithiumhydroxid. Die Reduzierung und Weiterverwendung der bei der Verfeinerung von Lithium anfallenden Nebenprodukte ist Fokus der Arbeit des Instituts. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erfor-schung neuer Produktionsschritte zur Optimierung der Beiproduktwertschöpfung.

Andreas Heilmann, Geschäftsführer der GP Papenburg Entsorgung Ost GmbH: „Der Ansatz dieses Insti-tuts ist in seiner interdisziplinären und anwendungsorientierten Art einzigartig in Deutschland. Die GP Günter Papenburg AG mit ihren Tochtergesellschaften unterstreicht damit einmal mehr die Zu-kunftsfokussierung und mit der Ansiedlung des Instituts in Sachsen-Anhalt ihre Verbundenheit zum mitteldeutschen Wirtschaftsraum. Die Nutzung von Synergien innerhalb eines Kompetenznetzwerkes, in dem wir zusammen mit Partnern am Thema der Reduktion von Emissionen und Reststoffen arbei-ten, entspricht der Philosophie der GP Günter Papenburg Unternehmensgruppe.“

Dr. Jörg Demmich, Knauf Gips KG: „Die Knauf Gips KG versteht sich als Teil der deutschen Innovations-landschaft. Perspektivisch wollen wir für die Gipsproduktion erforderliche Vorprodukte ersetzen, unser Engagement hier ist Teil dieser Strategie.

Dirk Harbecke, CEO and Chairman of Rock Tech Lithium: “Wir als Rock Tech Lithium arbeiten neben den bewährten Verfahren zum Lithiumhydroxidgewinn auch an neuen Raffinerieverfahren, die sich in der Pilotierung befinden. Bei unserem eigenen Nitrat-Verfahren, das sich aktuell in der Patentierung befindet, fallen für die Gipsindustrie sehr interessante Beiprodukte an. Mit dem ITEL wollen wir weiter in diese Richtung denken. Das Institut ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, das erste Closed-Loop-Lithiumunternehmen der Welt zu werden. Unser Ziel ist es nicht nur unser Endprodukt zu recy-celn, sondern möglichst viele der anfallenden Nebenprodukte ressourcenschonend wieder zu verwerten.”

„In Zeiten knapper werdender Ressourcen, ist eine höhere Sensibilität für das Thema Recycling essen-tiell. Hier gewinnt der Aspekt der Wertstoffökonomik an Bedeutung, insbesondere die optimale Weiter-verwendung von Beiprodukten.“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Blum von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

“Das Institut hat ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Forschungslandschaft: Eine entspre-chende Einrichtung existiert aktuell weder wissenschaftsnah noch als Kooperationsprojekt der Indust-rie. Die Zusammenarbeit verspricht aus unserer Sicht hohe Chancen auf einen Technologievorsprung in Deutschland.”, so Prof. Dr. Ralf B. Wehrspohn von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ab-schließend.

Das Institut besteht aus drei Abteilungen: Neben der Abteilung “Materialökonomik”, die sich vor allem der Beiproduktwertschöpfung widmet, arbeitet die Abteilung “Grüner Wasserstoff” an CO2 neutraler Produktion und die Abteilung “Recycling und Ressourcen” an der Optimierung von Raffinerieprozes-sen.
Grußworte der Stadt Halle (Saale)

Egbert Geier, Amtierender Bürgermeister: „Dass das Deutsche Lithiuminstitut bei uns seine Gründung vollzieht und seine Arbeit aufnimmt, macht deutlich: Halle (Saale) bietet optimale Bedingungen für kluge Köpfe, die hier an ihren Innovationen und Ideen arbeiten können. Die Institutsgründung stärkt unsere Stadt als Wissenschaftsstandort. Wir gehen diesen Weg mit unseren Partnern im Konzern Stadt, den Forscherinnen und Forschern am weinberg campus, der MLU und den Unternehmern der Stadt konsequent weiter. Mein Dank und Respekt als Bürgermeister der Stadt Halle (Saale) geht an die Initia-toren des Deutschen Lithiuminstituts, insbesondere an die Professoren Wehrspohn und Blum für ihre Initiative und ihren Unternehmergeist.“

(Pressemeldung vom 21.09.2021)
Quelle: ITEL – Deutsches Lithiuminstitut GmbH
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