Wirtschaft

"Eine Erweiterung der EU-Taxonomie ist kontraproduktiv und führt zu weit"

04.09.2021

VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.Brüssel | Frankfurt, 3. September 2021 – Zu den Überlegungen der EU-Kommission, den Anwendungsbereich der EU-Taxonomie zu erweitern, sagt VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann:

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Foto: VDMA
VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. Foto: VDMA

"Es ist richtig, einen Standard für die Finanzwirtschaft zur Bestimmung von grünen Investitionen zu entwickeln. Greenwashing bei Finanzprodukten zu vermeiden ist ein Ziel der EU-Taxonomie, das wir ausdrücklich unterstützen. Gerade der Maschinenbau als zentraler Industriezweig, der die nachhaltige Transformation mit seinen Technologien ermöglicht, braucht auch in Zukunft Zugang zu Finanzierung. Allerdings ist die aktuelle Taxonomie jetzt schon so komplex, dass gerade die Maschinenbauer sie in der Praxis kaum umsetzen können. Die Taxonomie auf soziale Kriterien zu erweitern und darüber hinaus auch noch eine Liste für ,signifikant schädliche‘ Aktivitäten zu schaffen, führt zu weit und ist kontraproduktiv.

Es gibt bereits eine Vielzahl von europäischen Regulierungen im sozialen Bereich, wie die Überarbeitung der CSR-Richtlinie. Eine zusätzliche soziale Taxonomie würde zu Doppelregulierung und einem enormen bürokratischen Mehraufwand für die Unternehmen führen. Auch schießt die Politik mit der Idee, wirtschaftliche Aktivitäten in gut und schlecht zu kategorisieren, über das Ziel hinaus. Die Taxonomie soll Anreize schaffen, um in nachhaltige Technologien zu investieren und nicht bestimmte Technologien auf der Grundlage von fragwürdigen Kriterien als schädlich stigmatisieren. Die EU sollte daher solche Überlegungen schleunigst verwerfen und eher daran arbeiten, die Wettbewerbssituation der Industrie zu verbessern, statt ihr neue Hürden in den Weg zu stellen."

(Pressemeldung vom 03.09.2021)
Quelle: VDMA Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. | Foto: VDMA
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