Wirtschaft

Drägerwerk AG & Co. KGaA im ersten Quartal 2015: Steigende Kosten belasten Dräger

29.04.2015

Drägerwerk AG & Co. KGaA Lübeck: Die Drägerwerk AG & Co. KGaA hat im ersten Quartal 2015 nominal eine Steigerung bei Auftragseingang und Umsatz verzeichnet. Auch währungsbereinigt ist der Auftragseingang gestiegen, der Umsatz hingegen leicht unter dem Vorjahreswert geblieben.

Der Auftragseingang stieg in den ersten drei Monaten nominal um 13,0 Prozent, währungsbereinigt um 6,1 Prozent auf 615,3 Mio. Euro (3 Monate 2014: 544,6 Mio. Euro) an. Insbesondere der Auftragseingang in der Region Europa und in Deutschland legte zu. In der Medizintechnik stiegen die Aufträge währungsbereinigt um 7,7 Prozent, während sie in der Sicherheitstechnik währungsbereinigt um 3,4 Prozent zunahmen. Der Umsatz ging im ersten Quartal 2015 währungsbereinigt um 0,3 Prozent auf 545,5 Mio. Euro zurück (3 Monate 2014: 513,2 Mio. Euro). Nominal steigerte Dräger den Umsatz um 6,3 Prozent. In der Medizintechnik stieg der Umsatz währungsbereinigt um 0,3 Prozent an, während er in der Sicherheitstechnik währungsbereinigt um 1,3 Prozent zurückging.

„Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2015 verlief nach dem Rekord im vorangegangenen Quartal insgesamt enttäuschend,“ so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Die erfreuliche Entwicklung des Auftragseingangs lässt aber erwarten, dass unser Wachstum im Laufe des zweiten Quartals anzieht.“

Ergebnisrückgang
Im ersten Quartal 2015 entwickelte sich das Bruttoergebnis mit einem Anstieg von 17,8 Mio. Euro auf 257,8 Mio. Euro (3 Monate 2014: 240,0 Mio. Euro) überproportional zum Umsatz und profitierte von der Abwertung des Euro. Die Bruttomarge lag mit 47,3 Prozent um 0,5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Die Funktionskosten sind im ersten Quartal um 14,7 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg war einerseits geprägt von höheren Vertriebs- und Marketingkosten und höheren Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E). Die F&E-Quote belief sich im ersten Quartal 2015 auf 10,3 Prozent des Umsatzes (3 Monate 2014: 9,8 Prozent). Andererseits nahmen die Verwaltungskosten gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich zu. Der Anstieg reflektiert neben wechselkursbedingten Kostensteigerungen unter anderem auch Rückstellungen für die geplante Schließung des Standortes in Pittsburgh, USA.

Insgesamt erwirtschaftete Dräger ein Konzern-Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 1,1 Mio. Euro (3 Monate 2014: 19,0 Mio. Euro). Die EBIT-Marge sank von 3,7 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 0,2 Prozent. Das Ergebnis nach Ertragssteuern belief sich im ersten Quartal auf -3,1 Mio. Euro (3 Monate 2014: 8,5 Mio. Euro).

Mehr Transparenz durch neue Segmentierung
Die Ermittlung der Geschäftsergebnisse der Unternehmensbereiche der Medizintechnik und Sicherheitstechnik erfolgt ab dem ersten Quartal 2015 auf Basis der Produktzuordnung zur Medizin- beziehungsweise Sicherheitstechnik und nicht wie bisher auf Basis der legalen Einheiten. Die Berichterstattung des Umsatzes der Unternehmensbereiche Medizin- und Sicherheitstechnik erfolgt nicht mehr inklusive konzerninterner Umsätze, sondern ausschließlich auf Basis von Umsätzen mit konzernexternen Dritten. Somit entfällt die Notwendigkeit einer Konsolidierung auf Konzernebene sowie auch des Segments Drägerwerk AG & Co. KGaA / Sonstige Unternehmen.
Drägerwerk AG & Co. KGaA im ersten Quartal 2015: Steigende Kosten belasten Dräger
Ausblick unverändert
Für das Geschäftsjahr 2015 erwartet Dräger unverändert ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 2 und 5 Prozent und eine Konzern-EBIT-Marge zwischen 6,0 und 8,0 Prozent zu erreichen. Diese Erwartung unterliegt der Annahme einer sich stabilisierenden Wirtschaftsentwicklung in Europa – insbesondere Südeuropa – und Nordamerika, eines anhaltenden Marktwachstums in den Schwellenländern sowie gleichbleibender Wechselkursverhältnisse. (Pressemeldung vom 29.04.2015) 

Quelle: Drägerwerk AG & Co. KGaA | Foto: Drägerwerk
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