Wirtschaft

DNV GL-Zertifizierung hilft Hapag-Lloyd bei der Vorbereitung auf die MRV-Verordnung

09.02.2015

Hamburg: Hapag-Lloyd bereitet sich darauf vor, als erste Reederei der Welt die Zertifizierung MRV-Ready zu erhalten. Dazu arbeitet das Hamburger Schifffahrtsunternehmen mit der Klassifikationsgesellschaft DNV GL an einem Verifizierungsprogramm, das nachweisen wird, dass die gesamte Flotte die kommende EU-Verordnung zur Emissionsüberwachung erfüllen kann. Ziel dieser sogenannten MRV-Verordnung (Monitoring, Reporting, Verification) ist die Senkung von Treibhausgas-Emissionen in der Region – sie wird derzeit fertig gestellt.

Die erste Stufe der Verifizierung, die als Gemeinschaftsprojekt von Hapag-Lloyd und DNV GL ins Leben gerufen wurde, zeigt, dass sich Hapag-Lloyd auf dem besten Weg zur Erfüllung der MRV- Verordnung befindet. Die Verifizierung umfasst den gesamten Prozess der Überwachung und Meldung von Emissionsdaten, einschließlich einer Prüfung der Überwachungs- und Meldungs-Software, die an Bord von Hapag-Lloyds Containerschiffsflotte durchgeführt werden soll.

„Die Beurteilung erfolgt anhand der Anforderungen zur Erteilung des DNV GL-Umweltpasses. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Anfertigung einer vollständigen, zertifizierten Aufstellung der betriebsbedingten Emissionen, die sich über sämtliche durch das MARPOL-Abkommen abgedeckte Emissionen erstreckt”, erläutert Dr. Jörg Lampe, Leitender Projektingenieur für Risiken & Sicherheit und Systemtechnik bei DNV GL. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Hapag-Lloyd an der Entwicklung einer Lösung arbeiten können, mit der sich Reedereien besser auf die Herausforderungen vorbereiten können, die mit der Einhaltung der bevorstehenden MRV-Verordnung einhergehen. Diese Bereitschaft, sich durch eine frühzeitige Zertifizierung für die MRV-Verordnung zu rüsten, zeigt, dass die Reederei in diesem Bereich eine führende Rolle übernimmt und könnte ihr einen wertvollen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, fügt er hinzu.

„Die Überwachung und Senkung unserer Emissionen sind nicht nur für uns als Unternehmen, sondern auch für unsere Kunden wichtig. Daher versuchen wir immer proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um die bevorstehenden Vorschriften vorherzusehen und entsprechende Lösungen zur Einhaltung dieser Vorschriften bereitzustellen“, sagt Richard von Berlepsch, Leiter des Schiffsmanagements bei Hapag-Lloyd. „Allerdings stimmt Hapag-Lloyd mit verschiedenen Reedereiverbänden überein, dass die Meldung der Schiffsladung und die Veröffentlichung solch sensibler Daten nicht weiterverfolgt werden sollte“, merkt er an.

Mithilfe der MRV-Ready-Zertifizierung können Reedereien dafür sorgen, dass sie für die bevorstehende Verifizierungsaufgaben der MRV-Emissionsverordnung gewappnet sind. Etwaige Lücken werden aufgezeigt, sodass Schritte unternommen werden können, um diese zu beseitigen. Der im Voraus erbrachte Nachweis der Bereitschaft für die MRV-Verordnung zeigt Kunden und Interessengruppen außerdem, dass ein Unternehmen eine verantwortungsvolle Haltung gegenüber einer nachhaltigen Zukunft hat – ein Aspekt, der bei geschäftlichen Entscheidungen eine immer wichtigere Rolle spielt.

Die MRV-Verordnung (Nr. 525/2013) ist ein Entwurf, der einen EU-weiten gesetzlichen Rahmen zur Sammlung und Veröffentlichung von verifizierten jährlichen Daten über die CO2-Ausstöße von Frachtschiffen (über 5.000 Bruttoregistertonnen) schaffen würde. Dies träfe auf alle Schiffe dieser Größe zu, die EU-Häfen ansteuern – unabhängig davon, in welchen Ländern sie registriert sind. Reedereien müssten die verifizierten CO2-Ausstöße auf Fahrten von, nach und zwischen EU-Häfen überwachen und melden. Außerdem müssten die Reedereien einige weitere Angaben machen, wie etwa die Bereitstellung von Daten über die Energieeffizienz der Schiffe. Die Verordnung soll voraussichtlich 2015 verabschiedet werden und könnte 2018 in Kraft treten. (Pressemeldung vom 09.02.2015) 

Quelle: DNV GL | Foto: DNV GL,
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