Wirtschaft

DFKI: CeBIT Innovation Award 2015 für digisign - die fälschungssichere biometrische Unterschrift

17.03.2015

DFKI Bremen Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH Kaiserslautern | Hannover: Für die in Zusammenarbeit mit dem DFKI entwickelte, fälschungssichere biometrische Unterschrift „digisign“ wurde Markus Weber, Entwicklungschef bei digipen technologies und DFKI-Wissenschaftler, mit dem mit 20.000 Euro dotierten dritten Preis ausgezeichnet. Auf der weltweit größten Computermesse CeBIT werden die Technologien der Preisträger am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgestellt.

Mit der digisign-Technologie kann eine digitalisierte Unterschrift von Computern ebenso sicher einer Person zugeordnet werden, wie bisher durch forensische Schriftsachverständige. Beim Unterschreiben mit einem digitalen Stift, auf einem mit einem kaum sichtbaren Muster bedruckten Papier, werden zu einer Unterschrift auch forensische Merkmale aufgezeichnet. Bei einem Betrugsverdacht können die gesicherten biometrischen Daten als Referenzmaterial herangezogen werden, um die Echtheit der Unterschrift forensisch zu prüfen. Entwickelt wurde die Technologie in Zusammenarbeit mit dem DFKI-Forschungsbereich Wissensmanagement in Kaiserslautern. Mit den DFKI-Wissenschaftlern arbeitet digipen technologies seit Jahren gemeinsam erfolgreich an sicheren forensischen Analyseverfahren, die mittels digitaler Stifttechnologie, sowohl auf Papier als auch auf Tablet-PC eine spezifische Erfassung, sichere Archivierung und verlässliche Wiedererkennung von Handschriften ermöglichen.

DFKI: CeBIT Innovation Award 2015 für digisign - die fälschungssichere biometrische Unterschrift

Foto: Gruppenfoto der Preisübergabe: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Markus Weber, Volker Schilling, Prof. Dr. Gesche Joost und Oliver Frese (v.l.n.r.)

Zur dritten Runde des CeBIT Innovation Award hatten erneut IT- und Multimediatalente aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Bewerbungen eingereicht. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka unterstrich bei der Preisverleihung die ständig wachsende Bedeutung der deutschen IT-Forschung: „Moderne Kommunikationstechnologien können unseren Alltag bereichern, wenn sie sicher und einfach zu bedienen sind. Das mag sich einfach anhören, verlangt aber tatsächlich viel Kreativität und Erfindergeist. Die heute Ausgezeichneten haben gezeigt, dass sie intelligente und nützliche Innovationen entwickeln können. Ich finde diese Leistung beachtlich und freue mich, dass viele junge Menschen sich etwas zutrauen und an neuen Entwicklungen forschen.“

Die Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost unterstreicht die Bedeutung der Beiträge aus ihrer transnationalen Perspektive als Mitglied der „Digital Champions“ auf EU-Ebene: „Wir haben in den vergangenen Monaten Konzepte für nutzerfreundliche IT-Anwendungen bewerten dürfen, die auch den internationalen Vergleich nicht scheuen müssen. Mit deutschen und europäischen Entwicklungen müssen wir durch innovative Technologie und hohe Nutzerfreundlichkeit überzeugen, um uns auf dem internationalen Markt durchzusetzen. Technologie und Design, Forschung und Entwicklung gehen hier Hand in Hand. Das zeichnet der CeBIT Innovation Award aus und weist damit Wege in die zukünftige digitale Gesellschaft.“

Unterstützung für exzellente Ideen
Die feierliche Übergabe des CeBIT Innovation Award 2015 erfolgte am ersten Messetag der diesjährigen CeBIT durch Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka. Mit der CeBIT als wichtigstem Event der digitalen Welt bietet der Award den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine beeindruckende Bühne zur Vermarktung der eigenen Ideen, was sich auch im aktuellen Leitmotto der CeBIT spiegelt: „d!conomy ist mehr als ein Slogan. Es geht um die Tatsache, dass digitale Innovationen unsere gesamte Wirtschaft und Gesellschaft einem fundamentalen Wandel unterziehen. Diesen Prozess prägen insbesondere junge Innovatoren, denen wir mit dem CeBIT Innovation Award ein Forum bieten“, so Oliver Frese, CeBIT-Vorstand bei der Deutschen Messe AG und Mitglied der Jury. (Pressemeldung vom 17.03.2015)

Quelle: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH | Foto: DFKI
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