Wirtschaft

Deutschland: Chance für das Handwerk

17.09.2022

BITKOM Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.Berlin: Smarte Thermostate, smarte Lichtsysteme, intelligente Rollläden oder Markisen: Handwerksbetriebe sind für die Menschen in Deutschland ein wichtiger Ansprechpartner, wenn es um die Anschaffung von Smart-Home-Technologien geht. Schon mehr als ein Drittel der Nutzerinnen und -nutzer (36 Prozent) haben ihre Anwendungen direkt beim Installations- bzw. Handwerksbetrieb gekauft. 2020 waren es erst 14 Prozent. 48 Prozent sind für den Kauf einer Smart-Home-Anwendungen zum Fachhandel gegangen, etwa für die Bereiche Heiztechnik oder Sicherheit. Auch hier gab es einen deutlichen Anstieg gegenüber 2020, als es noch 19 Prozent waren.

Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.315 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, die im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt wurde. Insgesamt nutzen 43 Prozent der Menschen in Deutschland demnach Smart-Home-Technologien. Am weitesten verbreitet sind intelligente Lampen und Leuchten, die 36 Prozent bereits in ihrem Haushalt nutzen. Ein Viertel (25 Prozent) hat smarte Heizkörperthermostate verbaut und ebenso viele (25 Prozent) eine smarte Videoüberwachung.

„Der Smart-Home-Trend eröffnet dem Handwerk viele neue Geschäftsfelder. Häuser und Wohnungen werden mit smarten Technologien energieeffizienter, sicherer und komfortabler“, sagt Klaas Moltrecht, Bitkom-Experte für das Smart Home. „Die Gewerke in diesem Bereich sollten sich unter anderem mit Installation und Wartung von komplexeren Smart-Home-Lösungen befassen.“

  • Bereits ein Drittel der Nutzerinnen und Nutzer kauft Smart-Home-Anwendungen beim Handwerksbetrieb
  • Bitkom veröffentlicht Studienbericht „Smart Home 2022“

Die Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer sucht für die Anschaffung von Smart-Home-Technologie nach wie vor Elektronikgroßhändler wie Saturn oder Media Markt auf (53 Prozent). 28 Prozent haben entsprechende Geräte bei Online-Versandhändlern wie Amazon oder Otto gekauft – und 15 Prozent bei Herstellern von Computern und Smartphones. 13 Prozent haben ihre Anwendungen bei Stromversorgungsunternehmen gekauft, die in der Regel Smart-Home-Lösungen aus dem Bereich Energie anbieten. Lediglich ein Zwanzigstel (5 Prozent) war dafür beim Discounter.

Noch mehr Zahlen zum Smart-Home-Trend in Deutschland liefert ein neuer Studienbericht des Bitkom, der heute veröffentlicht wird. In 5 Kapiteln werden die Ergebnisse der Smart-Home-Studie 2022 vorgestellt, darunter Zahlen zur Nutzung von Smart-Home-Anwendungen, zur Anschaffung und auch zu den Hürden, die mitunter bestehen. Ein besonderer Fokus wird auf das Thema Energieeffizienz gelegt. Kostenloser Download unter: https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Das-intelligente-Zuhause-Smart-Home-2022

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.315 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Frage lautete: „Wo haben Sie Ihre Smart-Home-Anwendungen gekauft?“

(Pressemeldung vom 16.09.2022)
Quelle: Bitkom e.V. | Foto: Bitkom e.V
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