Wirtschaft

Deutscher Sparkassen- und Giroverband fordet Hilfen für mittelständische Unternehmen

17.09.2022

Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V.Berlin: Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland leiden massiv unter den aktuellen Energiepreisen. „Die stark gestiegenen Preise für Gas und auch Strom bringen Unternehmen an den Rand der Belastungsgrenze, die an sich grundsolide aufgestellt sind. Wenn wir gemeinsam die wirtschaftliche Bedrohung durch Russland bestehen wollen, dann benötigen diese Unternehmen Hilfe“, sagte Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands, heute in Berlin bei der Vorstellung des S-Mittelstands-Fitnessindex. Für die Publikation wurden die anonymisierten Unternehmensbilanzen des Jahres 2021 von mehr als 300.000 Firmenkunden der Sparkassen-Finanzgruppe ausgewertet.

Schleweis wies darauf hin, dass sich in der Corona-Phase öffentliche Förderprogramme als sehr effizientes Hilfsmittel erwiesen haben. Wegen der Vielzahl der betroffenen Unternehmen sei jetzt aber eine klare Begrenzung der Energiepreise das wirksamste Mittel zur Unterstützung. Die wichtigste Aufgabe der Wirtschaftspolitik sei es deshalb, die Strom- und Gaspreise nach oben zu begrenzen und dafür zu sorgen, dass der Strompreis nicht mit einem politischen Gaspreis davongaloppiert.

Zugleich forderte Schleweis konsequentes Sparen von Energie in Unternehmen und in Privathaushalten. „Wenn wir unsere industrielle Basis in Deutschland – und damit Arbeitsplätze – schützen wollen, dann müssen Unternehmen wie Privathaushalte im Durchschnitt mindestens 20 Prozent Energie einsparen. Jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Strom, jeder nicht verbrauchte Kubikmeter Gas entlastet die Kostenseite, steigert die Versorgungssicherheit, sichert Arbeitsplätze – und reduziert zugleich im Sinne des Klimaschutzes den Ressourcenverbrauch“, sagte Schleweis.

Deutscher Sparkassen- und Giroverband fordet Hilfen für mittelständische Unternehmen

Foto: Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes  Foto: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. 

Deutschland und der deutschen Wirtschaft stünden zweifellos einige sehr schwierige Jahre bevor. Durch den Krieg in der Ukraine und den Stopp der Gaslieferungen aus Russland müsse die deutsche Wirtschaft viel schneller als gedacht den Umbau Richtung Nachhaltigkeit bewerkstelligen, so der DSGV-Präsident. „Vor uns allen liegen anstrengende und in Teilen auch entbehrungsreiche Jahre. Wir sollten uns aber klarmachen: Aus zwingenden Gründen des Klimaschutzes hätten wir alle ohnehin Energieverbräuche reduzieren und hin zu regenerativen Energien umsteuern müssen. Die Herausforderung ist jetzt, dass dies alles in sehr kurzer Zeit und vor allem gleichzeitig stattfinden muss“. Schleweis zeigte sich allerdings überzeugt, dass Deutschland in einigen Jahren besser als vor der aktuellen Krise dastehen könne, wenn diese Kraftanstrengung gelinge.

Schleweis attestierte den mittelständischen Unternehmen, maßgeblich zur Krisenresilienz Deutschlands beizutragen. Nur mit diesen Unternehmen könne es eine erfolgreiche ökologische und energetische Transformation geben. Mit einer Eigenkapitalquote von durchschnittlich knapp 40 Prozent stehe das Kapital zur Verfügung, das für die anstehenden energetischen Investitionen nötig sei. Die Institute der Sparkassen-Finanzgruppe stünden mit einer sicheren Kreditversorgung verlässlich an der Seite der Unternehmen.  Allein im ersten Halbjahr 2022 haben die Unternehmen der Gruppe rund 60 Mrd. Euro an neuen Firmenkrediten zugesagt – ein Zuwachs von 19 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2021.

„Wir bekennen uns klar dazu, die notwendige Transformation in den Unternehmen – und auch in den Privathaushalten – zu finanzieren und dazu alle unsere Kräfte einzusetzen“, sagte Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.

(Pressemeldung vom 17.09.2022)
Quelle: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e.V. | Foto: DSVG e.V.
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