Wirtschaft

Deutsche Telekom beschleunigt Glasfaserausbau durch Joint Venture

06.11.2021

Deutsche Telekom AGBonn, 05.11.2021 - Die Deutsche Telekom beschleunigt den Glasfaserausbau im deutschen Markt. Das Unternehmen hat heute eine langfristige Partnerschaft mit dem IFM Global Infrastructure Fund, der durch IFM Investors beraten wird (zusammen „IFM“) verkündet. IFM Global Infrastructure Fund beteiligt sich mit 50 Prozent an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH. Das daraus entstehende Joint Venture soll bis 2028 vier Millionen zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse (Fiber to the Home) im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen. Dieser Ausbau ist zusätzlich geplant zu dem bereits kommunizierten Ziel, bis 2024 insgesamt 10 Millionen Haushalte anzubinden. 

Deutsche Telekom forciert den Glasfaserausbau. Gemeinsam mit IFM Investors betreibt die Telekom ein Gemeinschaftsunternehmen, das vier Millionen direkte Glasfaseranschlüsse bauen soll. © Telekom
Deutsche Telekom forciert den Glasfaserausbau. Gemeinsam mit IFM Investors betreibt die Telekom ein Gemeinschaftsunternehmen, das vier Millionen direkte Glasfaseranschlüsse bauen soll. © Telekom

Srini Gopalan, im Vorstand der Deutsche Telekom für das Deutschland-Geschäft verantwortlich: „Partnerschaften sind für die erfolgreiche Digitalisierung unseres Landes unverzichtbar. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir IFM für unser Joint Venture als Partner gewinnen konnten. Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und ein Signal, das digitale Rückgrat unserer zukünftigen Gesellschaft gemeinsam zu bauen. Dafür investiert die Deutsche Telekom in Deutschland wie kein zweiter Anbieter. Ab 2022 sechs Milliarden Euro pro Jahr, die Investition in GlasfaserPlus kommt ergänzend hinzu. Bis 2030 planen wir, inklusive der Investition in GlasfaserPlus mehr als 30 Milliarden Euro in Glasfaser zu investieren, sodass alle Haushalte und Unternehmen von gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen profitieren. Wir übernehmen die Verantwortung, einen maßgeblichen Teil zu leisten. Aber auch unsere Wettbewerber sind gefragt. GlasfaserPlus hilft uns, die Digitalisierung des ländlichen Raums entscheidend zu beschleunigen. Das Joint Venture ist damit ein wichtiges Element unserer Ausbaustrategie.“ 

Kyle Mangini, Global Head Infrastructure von IFM Investors, fügt hinzu: “Dies ist ein attraktives Investment für IFM Global Infrastructure Fund – das GlasfaserPlus Joint Venture profitiert von positiven zugrundeliegenden Trends und der langfristigen Cash Flow Entwicklung. Dies wird uns helfen, im Interesse unserer Investoren insbesondere die langfristig in unseren Fonds angelegten Pensionsgelder zu mehren.” 

“Wir sind sehr froh darüber, mit Deutsche Telekom einen Partner für unser erstes großes Glasfaser Investment in Europa gefunden zu haben. Wir sehen der Zusammenarbeit mit unserem Partner und dem Ausbau dieser für die ländlichen Haushalte in Deutschland kritischen Infrastruktur sehr zuversichtlich entgegen“, ergänzt Deepu Chintamaneni, Executive Director IFM Investors. 

GlasfaserPlus arbeitet eng mit der Deutschen Telekom zusammen 

Das Joint Venture wird vorbehaltlich der ausstehenden Genehmigung ab 2022 Glasfasernetze ausbauen und sich dabei auch an staatlichen Förderausschreibungen beteiligen. Das entstehende Netz wird der Telekom wie auch ihren Wettbewerbern diskriminierungsfrei und zu wirtschaftlichen Bedingungen geöffnet werden. Schon seit langem bekennt sich die Deutsche Telekom zu diesem Prinzip des „Open Access“. Die GlasfaserPlus wird der Deutschen Telekom und Drittanbietern aktive Bitstream Access (BSA) Dienstleistungen anbieten, jedoch nicht mit einem eigenem Produktportfolio auf Endkunden zugehen. Der Unternehmenssitz wird nach jetziger Planung im Großraum Köln sein. Im kommenden Jahr will GlasfaserPlus über 100.000 FTTH-Anschlüsse bauen, um 2023 das Volumen auf knapp 500.000 Anschlüsse zu erhöhen. 

Durch die geplante 50/50-Struktur üben beide Partner gemeinsam die Kontrolle über das Joint Venture aus. IFM zahlt für den 50 Prozent-Anteil an GlasfaserPlus GmbH einen Kaufpreis von 0,9 Milliarden Euro. Die Hälfte davon wird mit dem Einstieg fällig, die übrigen 50 Prozent werden abhängig vom Ausbaufortschritt des Joint Ventures gezahlt. Die Gesamtbewertung des Joint Ventures aus Sicht des Investors beläuft sich damit auf 1,8 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil des über die Ausbauperiode geplanten Investitionsvolumens soll durch eine Bankenfinanzierung fremdfinanziert werden. Die Deutsche Telekom wird durch die anfängliche Kaufpreiszahlung des Co-Investors einen wesentlichen Teil ihrer Eigenkapitalverpflichtungen aus dem Joint Venture (JV) finanzieren können. Das JV wird mit dem Einstieg des Investors dekonsolidiert. Die Deutsche Telekom kann sich nach Ablauf der Ausbauperiode, spätestens nach zehn Jahren, einen Anteil von IFM sichern. Damit geht eine zusätzliche Optionalität auf die zukünftige Vollkonsolidierung der Gesellschaft einher. 

IFM wurde vor mehr als 25 Jahren gegründet und wird von einer Gruppe australischer Pensionsfonds kontrolliert, wodurch die Interessen von IFM Investors sehr gleichgerichtet sind. IFM Investors als Plattform verwaltet Pensionsgelder von global mehr als 30 Mio. Anspruchsberechtigten sowie weitere institutionelle Mittel in Höhe von mehr als €108 Mrd. (per 30. Juni 2021). IFM Investors arbeitet mit den Unternehmen, in die es investiert, zudem sehr eng zusammen bei ESG Themen. 

Festnetzausbau der Telekom macht große Fortschritte 

Beim Glasfaserausbau liegt die Deutsche Telekom aktuell gut im Plan. Im laufenden Jahr sollen 1,2 Millionen FTTH-Anschlüsse entstehen. Bis 2024 will die Deutsche Telekom ihr erstes Etappenziel von zehn Millionen Anschlüssen erreichen. Ab 2024 sollen im Durchschnitt 2,5 Millionen FTTH-Anschlüsse pro Jahr folgen. Die Strategie dafür basiert auf drei Säulen: Der reguläre Netzausbau der Deutsche Telekom spielt mit staatlich geförderten Ausbauprojekten sowie Kooperationen zusammen. Die Anschlüsse der GlasfaserPlus sollen in vorwiegend ländlichen Regionen entstehen und kommen zum regulären Netzausbau der Telekom hinzu. 

„Wir haben im August gesagt, dass der ländliche Raum bei uns dieselbe Priorität genießt wie die urbanen Zentren und dass wir dort bis 2028 insgesamt acht Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgen wollen. Durch das Joint Venture werden vier Millionen zusätzliche Haushalte im ländlichen Raum folgen, wodurch sich unser Ziel auf zwölf Millionen Haushalte erhöht. Davon profitieren die Kommunen aber vor allem unsere Kundinnen und Kunden“, so Srini Gopalan. 

Im "Management zur Sache" ordnet Srini Gopalan das Joint Venture ein.

(Pressemeldung vom 05.11.2021)
Quelle: Deutsche Telekom AG | Foto: Deutsche Telekom AG
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