Wirtschaft

Der Marine Service LNG Tank Container- Alternative zum Dieselantrieb

14.09.2012

Hamburg: Das Hamburger maritime Design-, Ingenieur-und Beratungsbüro Marine Service GmbH stellt bei seinem ersten Auftritt auf der SMM eine Weltpremiere vor: den LNG Fuel Tank Container. Als mobiler LNG Tank ist der 40-Fuß-Standardcontainer eine technisch zuverlässige, sehr sichere Antwort auf gleich zwei Kernfragen beim Einsatz von LNG als Schiffstreibstoff: die begrenzte Verfügbarkeit aufgrund der noch fehlenden Infrastruktur und die sicherheitstechnisch zuverlässige Lösung für die Umrüstung und den Betrieb bestehender Flotten.
 
LNG als Kraftstoff gilt weltweit als eine der vielversprechendsten Alternativen zum klassischen ölgefeuerten Dieselantrieb in der Seeschifffahrt – insbesondere im Hinblick auf die verschärften Emissionsbestimmungen in den ECAs, die ab 2015 in Kraft treten. Ein Kernproblem beim Wechsel zum umweltfreundlicheren Gas ist die infrastrukturell begrenzte Verfügbarkeit außerhalb Skandinaviens. „Weltweit stehen zurzeit mit Ausnahme Norwegens nur sehr wenige LNG-Bunkeranlagen zu Verfügung. Schiffe, die LNG als Brennstoff nutzen möchten, haben daher erhebliche Versorgungsprobleme“, so Jörg Redlin, Director Marketing & LNG Division bei Marine Service. „Im Hinblick auf die millionenschweren Investitionen, die noch getätigt werden müssen, um LNG-betriebenen Schiffen weltweit eine umfassende Infrastruktur an nicht gerade konventionellen Bunkeranlagen bereitstellen zu können, gehen wir davon aus, dass dieser Prozess noch deutlich über 2015 hinausgeht.“ 
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Bis es soweit ist, bietet der neue LNG Tank Container von Marine Service eine praktikable und technisch zuverlässige Alternative. „Der Container kann als eine Art auswechselbare und wieder aufladbare Batterie verstanden werden“, erklärt Redlin. „Die LNG Tank Container können in jedem beliebigen Containerhafen als IMDG Container an Bord genommen werden – die Schiffe sind somit völlig unabhängig von der Verfügbarkeit von LNG Bunkeranlagen.“ Nach dem Befüllen in der sicheren Umgebung eines LNG Terminals mit geeigneter Anlage und speziell ausgebildetem Personal, können die LNG Tank Container per Schiff, Zug und/oder Lkw in die Häfen transportiert werden. „Dank der Vakuumisolierung können die Container ohne weiteres bis zu 80 Tage zwischengelagert werden, bevor der Druck im Container den Sollwert des Sicherheitsventils erreicht.“ Die Festigkeitsauslegung der Container erlaubt es außerdem, bis zu sechs gefüllte Container übereinander zu stapeln. 
 
Ein weiteres Problem für Reeder und Schiffseigner besteht in den Kosten, die bei einer Umrüstung bestehender Flotten anfallen – sofern das Schiffsdesign einen Umbau überhaupt zulässt. Während die Umrüstung des Antriebs relativ unproblematisch ist, handelt es sich bei der Integration von separaten LNG Tanks um eine anspruchsvolle und kostenintensive Herausforderung. Bislang fahren rund 30 LNG-betriebene Schiffe zur See – zu meist in Norwegen -neben den ohnehin Gas als Brennstoff nutzenden LNG Tankern. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der Großteil der Weltflotte umrüsten müsste, um die Emissionsrichtlinien der ECAs mit Hilfe von LNG zu erfüllen. 
 
Auch hier bietet der LNG Tank Container eine attraktive Alternative. Anstelle komplexer Umbauten zur Integration fest eingebauter LNG-Tanks in ein bestehendes Schiffskonzept, können die LNG Tank Container an Bord genommen und über die Trocken-Schnellanschlüsse direkt an das Gas Handling System und das Brennstoffsystem des auf LNG umgerüsteten Motors angeschlossen werden. „Die Konzeption des LNG Tank Container Systems sieht aus sicherheitstechnischen Gründen eine Lagerung an Deck vor“, so Redlin. 
 
Die Steuerung und Regulierung des Gasdrucks für das Antriebssystem erfolgt über eine separate Kontrolleinheit, die Gas Regelventilgruppe, die über eine Gas Handling Unit versorgt wird. Diese Gas Handling Unit kann in einem separaten Container untergebracht und mit den Tank Containern im Decksbereich installiert werden. Das von Marine Service konzipierte LNG-Treibstoff-Versorgungssystem hat bereits im Juli 2011 die grundsätzliche Genehmigung durch Bureau Veritas erhalten. „Mit den Containern, den sicheren Anschlüssen und der Möglichkeit die bestehende Infrastruktur des Containertransports zu nutzen, bieten wir Schiffseignern eine optimale Möglichkeit, die ECA-Anforderungen zu erfüllen“, so Redlin. (Pressemeldung vom 11.09.2012)
Quelle: Marine Service GmbH | Foto: Marine Service
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