Wirtschaft

Demonstrationsprojekt ene.field: sunfire und Vaillant treiben Brennstoffzellen-Heizgeräte mit SOFC-Technologie weiter voran

13.08.2014

SunFire GmbH Schildau | Dresden: Brennstoffzellen-Heizgeräte mit Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC) von sunfire sind mehrere Schritte auf dem Weg zur Marktreife vorangekommen: Am Montag weihte das Technologieunternehmen gemeinsam mit der Vaillant GmbH und Energy Saxony e.V. im Beisein von Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven Morlok das erste Brennstoffzellen-Heizgerät mit SOFC-Technologie in Sachsen ein.
Demonstrationsprojekt ene.field: sunfire und Vaillant treiben Brennstoffzellen-Heizgeräte mit SOFC-Technologie weiter voran
Foto: Dr. Robert Franke (Energy Saxony e.V.), Christian von Olshausen, CTO sunfire GmbH, Staatsminister Sven Morlok und Alexander Dauensteiner, Head of Innovation Management Vaillant GmbH (v.l.n.r.), bei der Einweihung von Sachsens 1. Brennstoffzelle in einem Einfamilienhaus.

Im Rahmen des europäischen Demonstrationsprojekts ene.field profitiert ein Kunde aus Schildau (bei Torgau) in seinem Haus von der innovativen, effizienten und umweltfreundlichen Technologie nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Als Energieträger wird zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme Erdgas eingesetzt. Sachsen ist Vorreiter in Sachen Brennstoffzelle: Das Bundesland bezuschusst u.a. auch Brennstoffzellen-Heizgeräte mit dem Förderprogramm „Innovative dezentrale Stromerzeugung und -speicherung“ über die Sächsische Aufbaubank SAB.
Demonstrationsprojekt ene.field: sunfire und Vaillant treiben Brennstoffzellen-Heizgeräte mit SOFC-Technologie weiter voran
Foto: Staatsministr Sven Morlok (rechts) bei der Einweihung von Sachsens erster Brennstoffzelle in Schildau. Der Eigenheimbesitzer testet das Brennstoffzellen-Heizgerät nun drei Jahre lang.

„Sachsen nimmt in Deutschland eine herausragende Rolle im Ausbau der Brennstoffzellen-Technologie ein. Brennstoffzellen-Heizgeräte liefern einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende in Deutschland. Diese Anlage in Schildau ist ein wichtiges Teilstück für eine nachhaltigere Zukunft“, so Staatsminister Sven Morlok bei der Eröffnungsfeier. Insgesamt sollen im Rahmen von ene.field mehr als 100 Brennstoffzellen-Heizgeräte von Vaillant in Deutschland, Österreich und Frankreich installiert werden.
sunfire ist der strategisch wichtigste Partner von Vaillant im Bereich Hocheffizienztechnologie Brennstoffzelle. Mit ene.field erweitern Vaillant und sunfire ihre intensive Zusammenarbeit, die im deutschlandweiten Feldtest Callux zum erfolgreichen Einsatz von bisher mehr als 100 Brennstoffzellen-Heizgeräten führte. Hier sammelten die Partner Erfahrung von insgesamt mehr als 600.000 Betriebsstunden. Dabei überzeugten die Heizgeräte im Schnitt durch sehr hohe Zuverlässigkeit (>97 Prozent). Kostensenkungspotenziale von mehr als 50 Prozent konnten bereits realisiert werden.

sunfire investiert in Produktionserweiterung
sunfire beliefert neben Vaillant auch andere namhafte deutsche Hersteller von Brennstoffzellensystemen wie ThyssenKrupp Marine Systems mit seiner SOFC-Technologie. Zur Erweiterung und Automation der Fertigung am Standort Dresden investiert sunfire gerade rund 4,3 Millionen Euro. In den letzten Jahren hat sunfire seine Position in der Lieferkette durch den Aufbau einer eigenen Kompetenz in den Zellfertigungsverfahren mit dem Sunfire Ceramic Center (SCC) ausgebaut.

„Die hervorragenden Callux-Ergebnisse und die Zufriedenheit unserer Kunden bestätigen unseren, vor Jahren getroffenen Ansatz, auf die Hochtemperatur-Brennstoffzelle zu setzen und die Effizienz-Vorteile zu nutzen“, so Dr. Jens Wichtermann, Direktor Unternehmenskommunikation der Vaillant Group. „Mit sunfire haben wir einen hochkompetenten und äußerst engagierten Partner für die Entwicklung und Produktion von Stacks für unser Brennstoffzellen-Heizgerät gefunden. Wir arbeiten bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreich zusammen.“

„Wir sind begeistert über die Erfolge, die wir gemeinsam in den ersten Erprobungsphasen erzielen konnten“, sagt Christian von Olshausen, CTO von sunfire. „Die langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft mit Vaillant bringt die Industrialisierung der SOFC-Technologie entscheidend voran. Wir sind außerordentlich optimistisch, bis 2017 die Marktreife zu erreichen.“

Die im Jahr 2010 gegründete sunfire GmbH entwickelt und produziert Hochtemperatur-Elektrolyseure (SOEC) und Hochtemperatur-Brennstoffzellen (SOFC).

Hochtemperatur-Brennstoffzellen von sunfire ermöglichen, besonders effizient Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zu produzieren. Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung im kleinen Leistungsbereich gilt als Energiekonzept der Zukunft, denn Strom und Wärme werden bedarfsgerecht genau dort erzeugt, wo sie gebraucht werden.
Die Hochtemperatur-Elektrolyse spaltet Wasserdampf in Wasserstoff und Sauerstoff. Sie ist besonders effizient und wird mit erneuerbarem Strom betrieben. Der erzeugte Wasserstoff kann im Power-to-Liquids Prozess von sunfire effizient in Kraftstoffe gewandelt oder im Bereich H2-Mobilität oder der Industrie direkt verwendet werden.

Gegründet wurde sunfire von Carl Berninghausen, Christian von Olshausen und Nils Aldag. Unterstützt wird das Unternehmen von Business Angels, Bilfinger Venture Capital, dem ERP Startfonds der KfW, Total Energy Ventures sowie der EDF Group und der Allianz. (Pressemeldung vom 13.08.2014) 

Quelle: sunfire GmbH| Foto: sunfire, Vaillant GmbH,© Michael Schmidt
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