Wirtschaft

DEA reduziert ihren Anteil am Projekt West Nile Delta

20.05.2015

Hamburg: Die DEA Deutsche Erdoel AG hat ihr Beteiligungsverhältnis am Projekt West Nile Delta (WND) in Ägypten angepasst, um ihr Lizenzportfolio ausgeglichener zu gestalten. DEA verkauft Anteile an der Erschließung von 135 Milliarden Kubikmeter Gasressourcen an den Joint-Venture-Partner und Betriebsführer BP. Aktuell befindet sich das Projekt in Phase 1 der Feldesentwicklung. Mit dem verbleibenden Anteil von 17,25 % wird WND weiterhin ein bedeutendes Projekt in DEAs Portfolio sein. Der Abschluss des Geschäfts gilt vorbehaltlich der Zustimmung durch die Egyptian General Petroleum Corporation (EGPC).

Das 12-Milliarden-US-Dollar-Projekt West Nile Delta, dessen Produktionsstart für 2017 geplant ist, wird voraussichtlich 2,4 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag produzieren, was etwa 25 Prozent der aktuellen Gasproduktion Ägyptens entspricht.

Thomas Rappuhn, CEO der in Deutschland ansässigen DEA, kommentierte die Entscheidung: „Wir sind einer der bedeutendsten ausländischen Investoren in Ägypten und engagieren uns dort seit mehr als 40 Jahren. WND ist ein wichtiger Bestandteil unseres Portfolios und wir sind entschlossen, dieses strategische Projekt für Ägypten gemeinsam mit unserem Partner BP umzusetzen. Unter Berücksichtigung der bedeutenden Größe des Feldesentwicklungsprojekts steht dieses Desinvestment im Einklang mit unserer Strategie, unser Portfolio stärker zu diversifizieren.“

Der Verkauf wurde seitens DEA außerdem dafür genutzt, in enger Zusammenarbeit mit BP die Partnerschaftsverträge zu restrukturieren und dadurch die Geschwindigkeit der Entscheidungsprozesse zu maximieren. Durch die Reduzierung der Beteiligungen DEAs auf 17,25 % an den beiden Konzessionen North Alexandria und West Mediterranean Deepwater, wird das Kostenmanagement sowie die Zuordnung von Kosten zu den einzelnen Gasfeldern im Projekt effizienter und insgesamt verbessert.

Die Reduzierung der Anteile fällt mit dem Beginn der kapitalintensiven Phase der WND-Feldesentwicklung zusammen. Kürzlich wurde ein wichtiger Projektmeilenstein erreicht, als mit dem Beginn der ersten Entwicklungsbohrung im Feld Taurus/Libra die Bohrkampagne der Feldesentwicklung gestartet wurde. Es ist die erste von insgesamt 21 geplanten Entwicklungsbohrungen in den Feldern Taurus, Libra, Giza, Fayoum und Raven.

Das aus diesen Feldern geförderte Gas wird in das nationale Gasnetz des Landes eingespeist. Das WND-Projektkonzept basiert auf der Nutzung vorhandener Infrastruktur. Die Felder Taurus und Libra werden per Unterwasserverbindung in die bestehenden Burullus-Anlagen eingebunden, die vom Burullus-Joint-Venture betrieben werden.

„Wir sind sehr stolz darauf, ein Partner in diesem Projekt zu sein, das über viele Jahre eine sehr wichtige Energiequelle für Ägypten sein wird. West Nile Delta bleibt ein Eckpfeiler in DEAs Projektportfolio. Mit unserem verbleibenden Anteil von 17,25 % werden wir auch weiterhin einer der größten Investoren in die Zukunft der Energieversorgung Ägyptens sein“, so Christoph Schlichter, Senior Vice President Production North Africa der DEA Deutsche Erdoel AG.

DEA ist seit 1974 als Partner und Betriebsführer in Ägypten erfolgreich tätig. Seit 1984 hat DEA als Betriebsführer im Golf von Sues über 640 Millionen Barrel Rohöl gefördert. Darüber hinaus erlaubte es DEAs Gasförderprojekt Disouq im ägyptischen Onshore-Nildelta dem Unternehmen kürzlich, seine tägliche Öl- und Gasproduktion in Ägypten zu verdoppeln. (Pressemeldung vom 20.05.2015)

Quelle: DEA Deutsche Erdoel AG | Foto: DEA Deutsche Erdoel AG
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