Wirtschaft

Das DLR auf der Singapore Airshow

14.02.2012

DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Köln: Vom 14. bis 19. Februar 2012 findet die Singapore Airshow statt. Die größte Luft-und Raumfahrt-Messe in Asien ist ein wichtiger Treffpunkt für die weltweite Luftfahrt-Branche. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert Forschung für einen umweltfreundlicheren und leiseren Luftverkehr durch elektrische Bodenantriebe von Flugzeugen.
 
"Ich freue mich, dass das DLR auf der Singapore Airshow vertreten ist. Seit letztem Jahr ist das DLR mit eigenem Büro in Singapur vertreten und damit auf dem asiatischen Markt präsent. Wir werden unsere Aktivitäten in diesem zukunftsträchtigen Umfeld weiter ausbauen", erklärt Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.
 
Exponate für einen umweltfreundlicheren und leiseren Luftverkehr
 
Das DLR stellt das Exponat eines elektrischen Bugrads sowie einen Video-Screen zum Thema "Green Operations" aus. Gemeinsam mit den Partnern Airbus und Lufthansa Technik hat das DLR ein mit einer Brennstoffzelle angetriebenes elektrisches Bugrad entwickelt. Hiermit können Flugzeuge am Flughafen ohne den Einsatz ihrer Triebwerke zur Startbahn und in die Parkposition rollen. Das brennstoffzellenbetriebene Bugrad kann dazu beitragen, Emissionen sowie Lärm deutlich zu reduzieren. Studien haben gezeigt, dass rund 20 Prozent der im Bodenbetrieb am Flughafen produzierten Emissionen wie Stickoxide und Kohlendioxid eingespart werden können. In einem ersten Test mit dem DLR-Forschungsflugzeug A320 ATRA hat das Bugrad bereits 2011 bewiesen, dass der elektrische Antrieb in der Lage ist, Verkehrsflugzeuge dieser Größe zu bewegen.
 
Auch das Projekt "Systems for Green Operations" beschäftigt sich mit elektrischen Antrieben von Flugzeugen: DLR-Wissenschaftler arbeiten an belastbaren Prognosen über die möglichen Vorteile eines elektrischen Hauptfahrwerks, das in der Lage wäre, Flugzeuge bis zu der Größe eines A380 ohne Einsatz der Triebwerke am Boden zu bewegen. Als Grundlage haben die Forscher ein Schnellzeit-Simulationsprogramm entwickelt, das die Bodenbewegungen der Flugzeuge für einen ganzen Tag simuliert. Diese Simulationsdaten fließen in die anschließende Bewertung von Kerosin-Verbrauch sowie der CO2- und Lärm-Emissionen ein und dienen als Indikator für den Verkehrsfluss und Verspätungen. "Systems for Green Operations" findet im Rahmen des EU-Forschungsprogramms "Clean Sky" statt. "Clean Sky" hat das Ziel, die Umwelteinflüsse des Luftverkehrs zu reduzieren. (Pressemeldung vom 13.02.2012)
Quelle: DLR | Foto: DLR
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