Wirtschaft

Bundespräsident Gauck besucht das CERN - dem Elementarteilchen ganz nah

03.04.2014

DESY Deutsches Elektronen-Synchrotron Genf | Hamburg: Das Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN in Genf hat hohen Besuch: Bundespräsident Joachim Gauck besichtigt während seines Aufenthalts in der Schweizerischen Eidgenossenschaft auch das europäische Forschungslabor. Im Mittelpunkt stehen die Detektoren, mit denen jüngst das Higgs-Teilchen entdeckt wurde, und der Dialog mit Forschern aus Deutschland. Bundespräsident Gauck besucht das CERN - dem Elementarteilchen ganz nahProfessor Karl Jakobs von der Universität Freiburg, Sprecher der deutschen ATLAS-Gruppen, ist einer der Wissenschaftler, die dem deutschen Staatsoberhaupt den ATLAS-Detektor und den LHC-Beschleuniger erklären. „Das Interesse des Bundespräsidenten an der physikalischen Grundlagenforschung und insbesondere an deren Einfluss auf unsere Gesellschaft ehrt uns“, sagt Professor Jakobs stellvertretend für die Gemeinschaft der deutschen Teilchenphysiker.

Der Besuch des Bundespräsidenten ist gewissermaßen ein Auftakt zu den Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des CERN, die unter dem Motto 60 Years of Science for Peace stehen. Das Motto soll daran erinnern, wie es dem CERN gelungen ist, auch durch die Wirren des Kalten Krieges hindurch Wissenschaftler aus Ost und West zu friedfertiger Kooperation zusammen zu bringen, und so einen Gesprächsfaden zu ermöglichen, der auch unter den größten Spannungen nie gerissen ist.

Nach dem 2. Weltkrieg war CERN die erste internationale Organisation, der Deutschland als vollwertiges Mitglied beitreten konnte. Dies war ein erster Schritt aus der Isolation. Mit einem offiziellen Auftakt der Feierlichkeiten am 1. Juli in Paris wird das CERN an seine Gründung erinnern, die unter dem Dach der UNESCO stattfand. 

Bundespräsident Gauck besucht das CERN - dem Elementarteilchen ganz nah

Eine Geburtstagsfeier mit Wissenschaftlern und Politikern aus der ganzen Welt wird sich am 29. September in Genf anschließen. Die deutsche Gemeinschaft der Teilchenphysiker feiert das Jubiläum am 24. September in Bonn.

Foto: ATLAS Detektor

An CERN-Experimenten sind mehr als 1100 Forscher (Studenten, Doktoranden, Nachwuchsgruppenleiter, Ingenieure, Professoren) beteiligt, die an deutschen Universitäten, Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft und der Max-Planck-Gesellschaft arbeiten. Die deutschen Teilchenphysiker haben sich im Komitee für Elementarteilchenphysik KET zusammengeschlossen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF unterstützt die Wissenschaftler mit einer strategisch angelegten Förderung in Forschungsschwerpunkten – ALICE, ATLAS, CMS, LHCb und der theoretischen Physik – und etabliert damit Deutschland als einen führenden Partner der Hochtechnologie-Forschung am CERN. (Pressemeldung vom 03.04.2014)

Quelle: CERN- und LHC-Kommunikation Deutschland | Foto: CERN- und LHC-Kommunikation Deutschland,
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