Wirtschaft

BSH - Tags der Meere: Meere kommen nicht mit einem Tag aus

08.06.2013

BSH Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie Hamburg: Anlässlich des heutigen weltweiten Tags der Meere betont die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie Monika Breuch-Moritz die Bedeutung des Schutzes der Meere: „Immer mehr Nutzer entdecken das wirtschaftliche Potential unserer Meere – umso wichtiger sind Vorgaben und Rahmenbedingungen zu ihrem Schutz. Unsere Nord- und unsere Ostsee brauchen unsere Unterstützung 24 Stunden an jedem Tag im ganzen Jahr.“

Die wirtschaftliche Nutzung geht über die traditionelle Funktion der Meere als Verkehrsweg, Nahrungsquelle und Ort der Erholung längst hinaus. Folgerichtig hat die Europäische Union Aktionspläne verabschiedet, die langfristige Eckwerte für die wirtschaftliche Nutzung und die Umweltziele vorgeben. Dazu, so die Präsidentin, sei es notwendig, dass wir die Entwicklung des Zustands der Meere genau beobachten, bewerten und rechtzeitig bei zunehmenden Belastungen gegensteuern können.

Für Nord- und Ostsee sieht die Präsidentin der deutschen Meeresbehörde eine insgesamt positive Entwicklung: „Unsere seit vielen Jahren durchgeführten Fahrten zur Untersuchung des Zustands von Nord- und Ostsee zeigen in vielen Bereichen eine kontinuierliche Verbesserung des Zustands unserer Meere.“ Bei vielen Nähr- und Schadstoffen wie zum Beispiel Phosphat, Lindan, oder auch TBT–haltigen Antifoulinganstrichen ist die Belastung in den letzten Jahren zurückgegangen. Auch die Anzahl der Ölverschmutzungen hat deutlich abgenommen. ´“Das zeigt, dass internationale Übereinkommen und Nutzungsverbote in Kombination mit modernen Überwachungsmethoden greifen“, so Monika Breuch-Moritz.

Dennoch kann keine Entwarnung gegeben werden, da beim Meeresmonitoring ständig neue Stoffe entdeckt werden, die eine schädigende Wirkung auf die Umwelt haben. Dazu gehören beispielsweise Arzneimittelrückstände oder Imprägnierstoffe für Funktionsbekleidung. „Auch die Themen Müll und Lärm im Meer werden uns zukünftig verstärkt beschäftigen“, führte die Präsidentin aus.

Das BSH untersucht seit vielen Jahrzehnten den Zustand von Nord- und Ostsee. Im Rahmen von Überwachungsfahrten erhebt es chemische und ozeanographische Daten. Satellitendaten und Modellberechnungen ergänzen die Datenerhebungen. Das ist die wesentliche Grundlage zur Bewertung des Zustandes der Meeresumwelt und zur Prüfung der Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen. Im Rahmen von nationalen und internationalen Projekten beteiligt sich das BSH an der Weiterentwicklung der Überwachungsmethoden. (Pressemeldung vom 07.06.2013)

Quelle: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, BSH | Foto: BSH
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