Wirtschaft

Bosch Sensortec bringt weltweit kleinste und stromsparendste Sensoreinheit auf den Markt

25.06.2014

Bosch - Robert Bosch GmbH Stuttgart: Die neue Inertial Measurement Unit (IMU) BMI160 von Bosch Sensortec integriert einen innovativen 16 Bit 3-Achsen, Low-g-Beschleunigungssensor und ein Ultra-Low-Power 3-Achsen-Gyroskop (Drehratensensor) in einem Gehäuse. Das Produkt wurde eigens für hochgenaue 6- und 9-Achsen Always-On-Anwendungen in Smartphones, Tablets, Wearables, Fernsteuerungen, Spielesteuerungen, Head Mounted Displays, Smart Glasses und Spielzeug entwickelt. Der BMI160 ist in einem 14-Pin 2,5 × 3,0 × 0,8 mm3 LGA-Gehäuse erhältlich. Wenn sich der Beschleunigungssensor und das Gyroskop in vollem Betriebsmodus befinden, beträgt der typische Stromverbrauch 950µA – nur halb so viel wie beim Marktstandard und somit Klassenbester.

Anwendungen wie Reality Gaming, Augmented Reality und aufkommende 3D-Indoor-Scanning-Anwendungen müssen benutzerbezogene Bewegungsdaten exakt und in Echtzeit liefern können. Der BMI160 erreicht dies durch die präzise Synchronisierung der Sensordaten des inertialen Beschleunigungssensors und des Gyroskops mit von extern zugeführten Daten eines geomagnetischen Sensors. Damit ist der BMI160 ideal für Anwendungen, die eine exakte 9-Achsen Sensordatenfusion mit kurzer Latzenzzeit und sehr niedriger Leistungsaufnahme benötigen.Bosch Sensortec bringt weltweit kleinste und stromsparendste Sensoreinheit auf den Markt

„Die bisherigen Batterieleistungen in Geräten wie Smart Watches, Augmented-Reality-Brillen und Wearables schränken die Integration von intelligenten Anwendungen ein, die ständig mit Strom versorgt werden müssen”, sagt Jeanne Forget, Marketing Director bei Bosch Sensortec. „Mit dem BMI160 und seinem industrieweit geringsten Stromverbrauch gehören diese Beschränkungen der Vergangenheit an, er macht viele Always-On-Anwendungen möglich.”

Präzise Sensordatenfusion
Weitere Sensoren aus der Bosch Sensortec-Familie wie geomagnetische Sensoren (BMM-Serie) oder Drucksensoren (BMP-Serie), können über eine sekundäre Schnittstelle (als „I2C-Slaves“) an den BMI160 angeschlossen werden. Bei dieser Konfiguration steuert der BMI160 die Datenaufnahme des externen Sensors mit allen Sensordaten, die im eingebauten FIFO zwischengespeichert werden. Wird die sekundäre Schnittstelle als Hochgeschwindigkeits-SPI-Schnittstelle konfiguriert und an ein Kameramodul angeschlossen, unterstützt der BMI160 parallel auch die optische Bildstabilisierung.

Intelligentes Strommanagement und eingebaute FIFO
Eine zusätzliche Reduzierung des Stromverbrauchs kann mit Hilfe der eingebauten Power Management Unit (PMU) erreicht werden. Dazu überführt man das Gyroskop zeitweilig automatisch in den stromsparenden schnellen „Start-Up-Modus“. Aus diesem wird es mittels des „Any-Motion-Interrupt“ des Beschleunigungssensors wieder hochgefahren. Schließt man den BMI160 an einen geomagnetischen Sensor an, kann er das Auslesen der Sensordaten des Magnetometers ohne Mitwirkung eines Host-Prozessors starten, sodass der längere Schlafzyklus des Host-Controllers den Stromverbrauch auf Systemebene reduziert. Der eingebaute FIFO-Buffer unterstützt Low-Power-Stromanwendungen und verhindert Datenverlust in Nicht-Echtzeit-Systemen. Die FIFO-Architektur ermöglicht die dynamische Neuverteilung vom FIFO-Datenspeicher für Beschleunigungssensor, Gyroskop und externe Sensoren.
Der BMI160 ist mit einer On-Chip-Interrupt-Engine ausgerüstet, die eine bewegungsbasierte Gestenerkennung und Kontextsensitivität mit geringem Stromverbrauch möglich macht. Unter den stromsparenden Interrupt-Funktionen finden sich Any-Or-No-Motion-Erkennung, Abtastung mittels Tippen oder Doppeltippen (Tap/Double Tap), Orientierungserkennung, freier Fall und Aufprallereignisse.

Android 4.4 (KitKat)- und Windows 8.1-kompatibel
Der BMI160 erfüllt die Voraussetzungen der meisten Standard-Betriebssysteme und ist vollständig Android 4.4 (KitKat)- und Windows 8.1-kompatibel. Die integrierten Interrupt-Funktionen für die Erkennung signifikanter Bewegungen und von Schritten verbrauchen jeweils weniger als 200µA. (Pressemeldung vom 25.06.2014)

Quelle: Bosch GmbH | Foto: Bosch
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