Wirtschaft

Bosch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans

16.06.2014

Bosch - Robert Bosch GmbH Le Mans | Gerlingen-Schillerhöhe: Technik von Bosch geht beim 91. Rennen der „24 Stunden von Le Mans“ in nahezu jedem zweiten Fahrzeug ins Rennen. Das Bosch-Portfolio in 27 der insgesamt 56 Fahrzeuge im Starterfeld umfasst dabei Elektronik- und Hydraulikkomponenten sowie Sicherheitstechnik.

Die Einspritztechnik von Bosch ist seit dem Jahr 2000 ein Siegesgarant beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. In den vergangenen sieben Jahren haben sich ausschließlich Fahrzeuge mit Diesel- und Diesel-Hybridantrieb von Audi Sport und Peugeot Sport den Gesamtsieg gesichert. Von 2000 bis 2006 siegten in Le Mans Fahrzeuge mit Saugrohr- und Benzin-Direkteinspritzung des Stuttgarter Zulieferers.

Audi R18 e-tron quattro (LMP1):
Für den Audi R18 e-tron quattro ist Bosch Entwicklungspartner und liefert sowohl die Einspritztechnik als auch Kernkomponenten des Elektroantriebs. „Bosch und Audi kombinieren die Vorteile des Diesels mit der Kraft eines zusätzlichen Elektroantriebs“, sagt Dr. Markus Heyn, Vorsitzender des Geschäftsbereichs Bosch Diesel Systems. „Das hohe Drehmoment und der niedrige Verbrauch eines Dieselmotors kommen auch den Autofahrern täglich im normalen Straßenverkehr zu Gute.“ 2013 hatte knapp die Hälfte aller neu zugelassenen Pkw in Deutschland einen Dieselantrieb, in Europa (EU15) sogar 54 Prozent.

Bosch liefert für den Audi R18 e-tron quattro:

  • Common-Rail-Einspritzsystem bestehend aus Hochdruckpumpe, Injektoren und Hochdruck-Rail
  • Motor-Generator-Einheit (MGU): Sie wurde von Audi Sport zusammen mit Bosch für den R18 e-tron quattro entwickelt. Die an der Vorderachse verbaute MGU mit integrierter Leistungselektronik speist die beim Bremsen zurückgewonnene Energie elektrisch in einen Schwungradspeicher ein. Beim Beschleunigen treibt die MGU die Vorderachse des Rennwagens über einen Elektromotor an. Dieser für die Saison 2014 neu entwickelte Elektromotor leistet rund 170 kW (230 PS).
  • Motorsteuergerät MS24 und Fahrzeugdatenerfassung
  • Starter, Generator und Fahrzeugkabelbaum
  • Elektrisch unterstützte Zahnstangenlenkung: Sie wurde von Audi Sport in Zusammenarbeit mit Bosch und der ZF Lenksysteme GmbH entwickelt, einem Gemeinschaftsunternehmen der Robert Bosch GmbH und der ZF Friedrichshafen AG.


Chevrolet Corvette C7 (LM GTE-Pro):
Für Sicherheit speziell bei Langstreckenrennen sorgt in den Chevrolet-Corvette-C7-Fahrzeugen das System zur Kollisionswarnung von Bosch. Es basiert auf einem Long-Range-Radarsensor der dritten Generation (LRR3), der am Heck des Fahrzeuges verbaut ist. Der LRR 3 beobachtet permanent den Raum bis zu 250 Meter weit hinter dem Fahrzeug und erfasst zeitgleich bis zu 32 Objekte sowie deren Abstand und Relativgeschwindigkeit zum eigenen Auto. Das System kombiniert diese Daten mit einer Videokamera und zeigt sie dem Fahrer auf einem Display im Cockpit an. Der Fahrer hat damit direkt im Blickfeld, wie viele Fahrzeuge sich hinter ihm befinden, wie schnell sie sich nähern und auf welcher Seite sie überholen wollen.
Weitere wichtige Bosch-Komponenten in den beiden Chevrolet-Corvette-C7-Fahrzeugen mit neuem Benzin-Direkteinspritzmotor:

  • Motorsteuerung MS 5.1 und Endstufen-Box
  • Hochdruck-Einspritzventile und Hochdruckpumpe
  • Freiprogrammierbares und hochaufgelöstes Fahrerdisplay DDU 8
  • Zündungskomponenten und Sensoren
  • Telemetriesysteme zur Datenübertragung zwischen dem Fahrzeug auf der Strecke und dem Team in der Box
  • Benzinpumpen und Wischermotor

Ferrari 458 Italia (LM-GTE Pro und LM-GTE Am):
Die Ferrari 458 Italia-Fahrzeuge fahren beim Langstreckenklassiker mit einer Benzin-Direkteinspritzung von Bosch bestehend aus Steuergerät MS 5.1, Endstufen-Box sowie Hochdruck-Einspritzventilen und Hochdruckpumpe. Weiterhin informiert das freiprogrammierbare Display DDU 8 den Fahrer auf bis zu zwölf Displayseiten während des Rennens über wichtige Fahrzeugdaten.
Porsche 911 RSR und Porsche 911 GT3 RSR (LM-GTE Pro und LM-GTE Am):
Die Fahrzeuge der Porsche-Modelle 911 RSR und Porsche 911 GT3 RSR treten in Le Mans mit Motorsteuergeräten, Datenspeichern sowie Startern und einer Vielzahl von Sensoren von Bosch beispielsweise für Druck und Temperatur an. (Pressemeldung vom 16.06.2014) 

Quelle: Bosch GmbH | Foto: Bosch
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