Wirtschaft

Bodenschutz in M-V auf breitem Fundament

22.06.2013

MV Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Schwerin: "Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat bereits im Juni 2011 den von der Landesregierung eingebrachten Gesetzentwurf des Landesbodenschutzgesetzes verabschiedet", betonte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus am Donnerstag zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN "Bodenschutz in der Landwirtschaft verbessern". Dieser Antrag sei überflüssig, erklärte er und verwies auf weitere Maßnahmen wie das Dauergrünlanderhaltungsgesetz vom Dezember 2012. Ebenfalls im Dezember hatte sich der Landtag auf Antrag der Regierungsfraktionen des Themas Hecken- und Feldgehölze angenommen, da diese einen erheblichen Beitrag zum Schutz vor Bodenerosion leisten.

Die Notwendigkeit des Bodenschutzes, dem sich die Landesregierung intensiv widme, ergebe sich auch daraus, dass das verfügbare Ackerland weltweit drastisch schrumpft. Ursachen sind in erster Linie verschlechterte Umweltbedingungen, industrielle Bebauung und Verstädterung, zunehmend aber auch Bodenspekulationen. Auch in Deutschland ist die landwirtschaftliche Fläche rückläufig. Im Jahr 2012 umfasste die landwirtschaftlich genutzte Fläche rund 16,7 Millionen Hektar; 1995 waren es noch rund 17,3 Millionen Hektar. Die Fläche ist seitdem um 4 % zurückgegangen.

"Unser Ansatz ist es, den Bodenschutz auf ein breites Fundament von umwelt- und klimabedeutsamen Förderinstrumenten zu stellen", erläuterte der Minister. So setzt die Landesregierung die erfolgreiche Förderung extensiver Verfahren der Grünlandnutzung sowie die naturschutzgerechte Grünlandbewirtschaftung auf besonders sensiblen Flächen auch künftig fort.

Erstmals werden die Landwirte gefördert, die auf die Vielfältigkeit ihrer Kulturen achten und mindestens 5 verschiedene Hauptfrüchte in Kombination mit mindestens 10% Leguminosen des Ackerlandes anbauen.

Auch für die dauerhafte Umwandlung von Ackerland in Dauergrünland ist eine neue Förderung vorgesehen mit einem hohen Förderansatz von 1000 €/ha Ackerfläche, sogar 1400€/ha bei Erfüllung konkreter Vorgaben für besonders umweltfreundliche und standortgeeignete Saatgutmischungen.

Außerdem sind neue Förderungen geplant für die Anlage von Gewässer- und Erosionsschutzstreifen von mindestens 9 bis 30 m Breite sowie für die Pflanzung von Hecken, Windschutzpflanzungen und Feldgehölzen als investive Maßnahme.

"Wir werden auch den Einsatz modernster Technik für eine umwelt-, klima- und bodenschonende Ackernutzung finanziell unterstützen", so Dr. Backhaus. "Außerdem werden wir zukünftig die Beratung von land- und forstwirtschaftlichen Betrieben zum Thema Bodenschutz fördern." Zum breitgefächerten Maßnahmenprogramm in M-V gehören auch der Öko-Landbau, die Waldumweltmaßnahmen zur ökologischen Stabilität der Wälder sowie die Maßnahmen des laufenden EPLR "Managementplanung und Sensibilisierung in Natura-2000-Gebieten. (Pressemeldung vom 20.06.2013) 

Quelle: LU MV Nr. 198/ 2013 | Foto: MV, Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz
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