Wirtschaft

Bis zu 27 Prozent weniger CO2-Ausstoß: Hapag-Lloyd Vorreiter beim neuen EEDI

28.02.2012

Hapag-Lloyd AG Hamburg: Hapag-Lloyd hat im Februar als erste Reederei weltweit die gesamte Flotte unter eigenem Management nach dem neuen Energy Efficiency Design Index (EEDI) der IMO einstufen lassen. Die unabhängige Zertifizierung wurde vom Germanischen Lloyd durchgeführt und zeigt, dass viele Schiffe der Hapag-Lloyd Flotte einen zwischen rund 20 und bis zu 27 Prozent niedrigeren EEDI-Wert erreichen als der Durchschnitt der weltweit fahrenden Flotte in der jeweiligen Größenklasse. Das bedeutet, dass die Schiffe deutlich weniger CO2 ausstoßen als die fahrende Weltflotte. Bei diesen hervorragenden Ergebnissen ist das De-Rating*, das an den meisten Hapag-Lloyd Schiffen schon durchgeführt wurde, noch nicht berücksichtigt.

Der Energy Efficiency Design Index (EEDI) wird nach einer festen Formel ermittelt und zeigt die CO2-Emissionen eines Frachtschiffes in Gramm pro transportierter Tonne und gefahrener Seemeile. Der EEDI wurde von der International Maritime Organization (IMO), dem Schifffahrtsorgan der Vereinten Nationen, entwickelt, um einen weltweit einheitlichen Vergleichsindex (Benchmark) für die Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit von Frachtschiffen (Container, Bulker, Tanker u.a.) zu etablieren. Wie bei Autos, Haushalts-geräten oder Glühbirnen soll so erreicht werden, dass sich Energie- und CO2-sparende Schiffe besser am Markt durchsetzen. Der EEDI wird ab 2013 Vorschrift für Schiffs-neubauten, die dann auch eine von der IMO festgelegte Mindesteffizienz erfüllen müssen. Dieser EEDI-Grenzwert für Neubauten soll in Zukunft schrittweise sinken.

Da Hapag-Lloyd bereits in der Vergangenheit viel in die Entwicklung und den Einsatz modernster Schiffstechnik investiert hat, sind vor allem die neueren Schiffe besonders CO2-arm. Die „Vienna Express“ war 2010 das erste Schiff weltweit, das überhaupt ein EEDI-Zertifikat erhalten hat. Das 8.750-TEU-Schiff ist mit modernster Technik, Steuerungselektronik und -software ausgestattet, was zu 25 Prozent weniger CO2-Ausstoß im Vergleich zum Durchschnitt der Weltcontainerflotte dieser Größe führt.

„Durch die freiwillige EEDI-Zertifizierung unserer existierenden Flotte haben wir den CO2-Ausstoß unserer Schiffe von unabhängiger Seite untersuchen lassen. Die Ergebnisse sind außerordentlich erfreulich, die EEDI-Werte zeigen uns aber auch, an welchen Stellen wir noch besser werden können. Und das ist etwas, was wir immer wollen, wenn es um einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen geht“, sagte Michael Behrendt, Vorsitzender des Vorstandes der Hapag-Lloyd AG.

* Beim De-Rating handelt es sich um die nachträgliche technische Leistungsreduzierung der Hauptmaschine eines Schiffes, um bei den langsameren Fahrplangeschwindigkeiten des Slow Steamings eine optimale Verbrennung und weitere Brennstoffeinsparungen zu gewährleisten. Bei der Entwicklung und Erprobung des De-Ratings gehörte Hapag-Lloyd ebenso zu den Vorreitern in der Linienschifffahrt wie bei der Einführung des Slow Steamings. (Pressemeldung vom 27.02.2012)

Quelle: Hapag-Lloyd AG | Foto: Hapag-Lloyd AG
Firmennews
Rostock Port
SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA
Rhenus SE & Co. KG
TiHO | Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Hans-Böckler-Stiftung
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
HOYER GmbH Internationale Fachspedition
GfK SE
ECE Group GmbH & Co. KG
Statistisches Bundesamt (Destatis)
Getac Technology GmbH
Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA
Newsletter

Melden Sie sich zum Newsletter an und wir informieren Sie aktuell über neue Meldungen auf nordic market.

Hier anmelden!

FIRMENGLOSSAR auf nordic market
PRODUKTGLOSSAR auf nordic market