Gesellschaft

Bingo-Projekt verwandelt Behördenkomplex in Braunschweig in blühendes Insektenparadies

02.07.2021

Niedersächsicher Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und NaturschutzBraunschweig, 02.07.2021 - Dass der Alltag in einer Behörde alles andere als grau sein kann, können Passanten derzeit im Braunschweiger Westen erleben: Mit Fördermitteln der Bingo-Umweltstiftung wurde hier ein von Landes- und Bundesbehörden genutztes Gelände in ein blühendes Paradies für Insekten verwandelt. Mit dem kleinen Projekt möchten der Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und das Landesamt für Bezüge und Versorgung (NLBV) ein Signal gegen das Insektensterben setzen - und zur Nachahmung anregen.

Interessiert lauschten die Exkursionsteilnehmer Walter Wimmers (vorne) Ausführungen zu Natternkopf, Nelke, Wilde Möhre und Braunelle. Foto NLBV
Interessiert lauschten die Exkursionsteilnehmer Walter Wimmers (vorne) Ausführungen zu Natternkopf, Nelke, Wilde Möhre und Braunelle. Foto NLBV

Das Gelände des Behördenzentrums in der Weststadt, auf dem derzeit Natternköpfe, Nelken und Wilde Möhren blühen, ist ein ehemaliger Kasernenkomplex, der heute von verschiedenen Landes- und Bundesbehörden genutzt wird. Umgeben sind die Bürogebäude von großen Flächen, die bis vor Kurzem noch als Scherrasen gepflegt wurden. „Allemal besser als ein Schottergarten. Trotzdem: Um hier wirklich mehr Vielfalt zu schaffen und auch einen Beitrag gegen das Insektensterben zu leisten, sind Blühflächen wichtig", betont Walter Wimmer, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle in Braunschweig. Die Fachbehörde für Naturschutz unterstützte deshalb das NLBV bei der Beantragung eines entsprechenden Projektes bei der Bingo-Umweltstiftung.

   	Auch eine Heupferd-Larve wurde von den blühenden Margeriten und anderen Pflanzen angezogen. Wie die Anlockung der Insekten zur Bestäubung genau funktioniert, erfuhren Interessierte bei den Corona-konform veranstalteten Führungen. Bild: Walter Wimmer
Auch eine Heupferd-Larve wurde von den blühenden Margeriten und anderen Pflanzen angezogen. Wie die Anlockung der Insekten zur Bestäubung genau funktioniert, erfuhren Interessierte bei den Corona-konform veranstalteten Führungen. Bild: Walter Wimmer

Neben der Einsaat einer bunten Wildblumenmischung sind auch kurze geführte Exkursionen auf die Flächen Teil des Bemühens um mehr Artenvielfalt im Hinterhof. „Idealerweise trägt die hierbei geleistete Aufklärungsarbeit so auch auf anderen Flächen in und um Braunschweig Früchte", hofft Wimmer. Die Führungen haben auf Einladung von NLBV-Verwaltungsleiterin Anja Kerlin zur vollen Blüte der Flächen stattgefunden. Walter Wimmer erklärte den Angehörigen der auf dem Gelände heimischen Behörden dabei die Pflanzen und einige der durch sie angelockten tierischen Besucher wie Hummeln, Bienen und Käfer. Damit ist das Projekt in Braunschweig aber noch nicht am Ende: Eine Ausweitung der Bemühungen auf zusätzliche Flächen ist bereits im Gespräch.

(Pressemeldung vom 02.07.2021)
Quelle: Niedersächsicher Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz | Foto NLBV, Walter Wimmer
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