Wirtschaft

BDI zum Country-by-Country-Reporting

03.06.2021

BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.Berlin: Zu der vorläufigen politischen Einigung zum Country-by-Country-Reporting sagt BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang: „Die Einigung im Europaparlament über öffentliche Preisgabe sensibler Unternehmensdaten ist ein harter Schlag für den Wirtschaftsstandort Europa“
 

  • „Die vorläufige politische Einigung im Europaparlament über die öffentliche Preisgabe sensibler Unternehmensdaten ist ein harter Schlag für den Wirtschaftsstandort Europa. Europäischen Unternehmen drohen nun erhebliche Wettbewerbsnachteile gegenüber Wettbewerbern aus Drittstaaten, ohne dass ein nennenswerter Vorteil entsteht. Die länderspezifische Offenlegung betriebswirtschaftlicher und steuerlicher Daten erlaubt Rückschlüsse auf Kostenstrukturen, Preispolitik und Gewinnmargen. Konkurrenten, die nicht von den Anforderungen eines öffentlichen Country-by-Country-Reportings betroffen sind, könnten diese Informationen zu ihrem eigenen Vorteil nutzen, ohne selbst zur Veröffentlichung vergleichbarer Daten verpflichtet zu sein.
  • Deutsche Unternehmen sind gegenüber den Finanzverwaltungen der Staaten bereits seit Jahren vollständig transparent. Insbesondere die verpflichtende Offenlegung von Daten in Ländern, die seit zwei Jahren auf der „grauen Liste“ der EU unter verschärfter Beobachtung stehen, schafft erhebliche Rechtsunsicherheit.
  • Die Ausnahme für sensible Daten innerhalb einer Aufschubfrist von fünf Jahren ist hilfreich. Allerdings dürfte diese Debatte aufgrund der vereinbarten Überprüfung der Parameter in vier Jahren innerhalb kürzester Zeit wieder neu losgehen. Das führt für die Unternehmen zu neuer Unsicherheit anstelle einer dringend notwendigen Rechts- und Planungssicherheit.“

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.  - Unser Mandat. Unser Leitbild. Unsere Aufgaben.
Für den Wohlstand Deutschlands spielt die Industrie eine herausragende Rolle. Knapp ein Viertel des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird von der deutschen Industrie erwirtschaftet. Zählt man die industrienahen Dienstleistungen hinzu, ist es sogar rund ein Drittel des BIP. Deutschland ist und bleibt ein Industrieland. Gemeinsam mit den industrienahen Dienstleistungen bildet die Industrie den Wachstumskern unserer Volkswirtschaft. So sind wir auch für die Zukunft gerüstet.

Der BDI ist so vielfältig wie die deutsche Wirtschaft. Und doch spricht er mit einer Stimme. Die Meinungsbildung findet in einer Vielzahl von Ausschüssen, Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen statt.
In den Gremien beraten und diskutieren Fachleute aus allen Branchen miteinander. Sie geben Antworten auf die Anliegen aus Politik und Gesellschaft, die an die deutsche Industrie herangetragen werden, und sie bestimmen die Positionen zu politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen, die der BDI in der Öffentlichkeit vertritt.

Insgesamt mehr als 1.000 sachkundige Frauen und Männer engagieren sich freiwillig in diesen Gremien. Sie kommen aus Unternehmen aller Größen und Branchen und werden jeweils von den BDI-Mitgliedern – den Branchenverbänden – benannt. Die Beratungen über konkrete Anliegen und die besten Lösungen sind durchaus kontrovers. Ihr Ziel ist es, eine gemeinsame Position zu finden, bei der unternehmerische Praxis und wirtschaftspolitische Positionierung des BDI übereinstimmen.

Das macht den BDI zu einem kompetenten und verlässlichen Ansprechpartner für Regierung und Parlament in Deutschland ebenso wie für politische Akteure in Europa und darüber hinaus. Sie alle können sich an den BDI wenden, wenn sie frühzeitig prüfen möchten, ob politische Initiativen, Projekte und Entscheidungen im unternehmerischen Alltag tauglich sind.

Und für die breite Öffentlichkeit bietet der BDI eine wirtschaftspolitische Stimme, die sich – auf Basis der Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft – für freies Unternehmertum, fairen Wettbewerb und sozialen Ausgleich einsetzt

(Pressemeldung vom 02.06.2021)
Quelle: BDI - Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. | Foto: BDI e.V.
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