Wissenschaft

Bayer präsentiert Fortschritte aus seiner Forschungs-Pipeline für das Agrargeschäft

16.02.2022

Bayer AGLeverkusen, 16. Februar 2022 – Bayer macht Fortschritte bei wichtigen Innovationsprojekten in der Division Crop Science. Das Unternehmen präsentiert heute die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Pflanzenschutz, Saatgut und Pflanzeneigenschaften sowie digitale Lösungen, von denen Landwirte in aller Welt profitieren werden. Diese bedeutenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen zusammen mit der Markteinführung von mehr als 500 Saatgutsorten und 300 Neuzulassungen für Pflanzenschutzmittel im Jahr 2021 das mittel- und langfristige Wachstum antreiben. Mit seinen neuen Lösungen will Bayer Landwirte dabei unterstützen, den weltweit steigenden Bedarf an Nahrungs- und Futtermitteln, Textilfasern und Kraftstoff zu decken und dabei gleichzeitig die Landwirtschaft klimafreundlicher zu machen. Die Forschungs- und Entwicklungs-Pipeline umfasst ein erwartetes Spitzenumsatzpotenzial von bis zu 30 Milliarden Euro über die nächsten beiden Jahrzehnte.

„Unsere Pipeline ist das Ergebnis erstklassiger Forschungsarbeit und zeigt, dass wir mit bahnbrechenden Technologien nachhaltige und integrierte Lösungen hervorbringen, die sich an den Bedürfnissen der Landwirte orientieren“, sagt Rodrigo Santos, Mitglied des Vorstands der Bayer AG und Leiter der Division Crop Science. „Kein anderes Unternehmen der Branche investiert so viel in Forschung und Entwicklung wie wir. Wir sind entschlossen, den Wandel in der Landwirtschaft voranzutreiben und gleichzeitig den Landwirten den größtmöglichen Mehrwert zu bieten.“

Fortschrittliche Maistechnologien werden den Maisanbau weltweit verändern

Der niedrig wachsende Mais von Bayer ist in die Entwicklungsphase 4 eingetreten und damit der Markteinführung einen weiteren Schritt nähergekommen. Die Halme der Pflanzen sind um ein Drittel kürzer als beim herkömmlichen Mais. Die Technologie verleiht dem Mais mehr Standfestigkeit und Stabilität, um auch unter schwierigen Umweltbedingungen und bei extremen Wetterereignissen wie starken Winden Ernteausfälle zu reduzieren. Niedrig wachsender Mais ermöglicht den präziseren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und einen optimierten Einsatz wichtiger Ressourcen wie Stickstoffdünger. Dank dieser Vorteile rechnet Bayer allein für Nordamerika mit einem Spitzenumsatzpotenzial von rund einer Milliarde Euro.

Zudem arbeitet das Unternehmen an einem umfassenden Systemansatz für einen nachhaltigeren Maisanbau. Das Smart Corn System bietet eine völlig neue Anbaustruktur für eine der weltweit wichtigsten Kulturpflanzen. Landwirte haben damit die Möglichkeit, die gesamte Bandbreite des Bayer-Portfolios auszuschöpfen – von digitalen Tools bis hin zu individuellen Saatgut- und Pflanzenschutzempfehlungen, vom Gesundheitsmanagement für Pflanzen bis hin zur optimalen Bepflanzungsdichte. Das Smart Corn System kommt so gleichzeitig den Landwirten, der Nachhaltigkeit und der Ernährungssicherheit zugute.

Zukunftsweisende Pipeline für Saatgut und Pflanzeneigenschaften: Höchste Priorität für die Bedürfnisse der Landwirte

Das Engagement von Bayer für eine nachhaltige Landwirtschaft und für seine Kunden, wird durch wesentliche Fortschritte bei den Pflanzeneigenschaften gestärkt. So konnten wichtige Produkte in die nächste Phase der Entwicklung überführt werden.

  • Die Baumwollsorte Bollgard® 4, die sich nun in Phase 3 befindet und unterschiedliche Wirkmechanismen kombiniert, schützt die Pflanze die gesamte Saison hindurch vor schädlichen Schmetterlingsarten, während HT4-Baumwolle Toleranzen gegenüber fünf Herbiziden aufweist.
  • Die Markteinführung der neuartigen Technologie Intacta 2 Xtend® garantiert den Sojafarmern deutlich höhere Erträge, und zwar rund 2 Dezitonnen pro Hektar mehr gegenüber vergleichbaren, am Markt erhältlichen Sorten. Während sich die dritte Generation aktuell in Phase 3 befindet, beginnt für die vierte Generation nun die Phase 1. Das Intacta-Franchise bietet den bestmöglichen Schutz der Sojabohnenernte vor Schädlingen und Unkraut und untermauert so seine herausragende Stellung innerhalb der Branche.
  • Um das Angebot für die unterirdische Insektenbekämpfung im Maisanbau zu stärken, wurden die VTPRO4™-Technologie und SmartStax® PRO in Nord- und Lateinamerika eingeführt. Damit haben Landwirte dort nun Zugang zur neuen, in der Branche bislang einzigartigen RNAi-basierten Pflanzeneigenschaft, die den Mais gegen den Maiswurzelbohrer schützt und damit eine entscheidende Rolle im Resistenzmanagement einnimmt. In Brasilien stellt sie die fortschrittlichste Technologie in der Insektenbekämpfung dar, während sie in den USA SmartStax®-Mais um einen weiteren Wirkmechanismus ergänzt.

Neue Ansätze für den Pflanzenschutz, ergänzt durch biologische Lösungen

Die jüngsten Markteinführungen von Bayer im Pflanzenschutz zielen direkt auf die wichtigsten Bedürfnisse der Landwirte.

  • Bayer baut seine marktführende Stellung bei Fungiziden für Sojabohnen in Lateinamerika mit der nächsten Generation des Fox-Franchise, Fox® Supra, weiter aus. Die neue Formulierung, die im Laufe des Jahres in Brasilien auf den Markt kommen soll, enthält den neuartigen Wirkstoff Indiflin®, der den Asiatischen Sojabohnenrost besser als jedes andere Mittel bekämpft.
  • In Australien sollen 2022 zwei neue Produkte auf den Markt kommen. Xivana, ein neues Fungizid für den Gartenbau mit einem erstklassigen Wirkmechanismus und sehr geringer Dosierung, sorgt für einen hervorragenden Schutz von Weintrauben, Kartoffeln und Gemüse. Mateno® Complete kann mit einem dritten Herbizid-Wirkmechanismus im Weizen- und Gerstenanbau eingesetzt werden.
  • Das biologische Pflanzenschutzportfolio von Bayer bleibt mit mehr als 20 kommerziellen und einlizenzierten Produkten branchenführend und wird in Reihenkulturen und qualitativ hochwertigen Gemüsesorten auf mehr als 24 Millionen Hektar angebaut. Neuere Markteinführungen wie Flipper™ und Serenade™ bieten hervorragenden Pflanzenschutz in allen ökologischen Anbausystemen und ergänzen die konventionellen Pflanzenschutzmittel von Bayer.

Digitale Transformation der Landwirtschaft und klimafreundliche Geschäftsmodelle

Die Nutzung und Analyse von Daten entwickelt sich auch in der Landwirtschaft in hohem Tempo. Deshalb ist Bayer entschlossen, den digitalen Wandel in der Branche weiterhin anzuführen und voranzutreiben. Mit seinen Digital-Farming-Lösungen unterstützt Bayer die Landwirte dabei, auf der Grundlage datenbasierter Entscheidungen Erträge und Renditen zu erhöhen, Risiken und Schwankungen zu verringern sowie Effizienz und Nachhaltigkeit ihrer Betriebe zu steigern. Das digitale Geschäftspotenzial für Bayer geht über den landwirtschaftlichen Betrieb hinaus. Mit seinen digitalen Plattformen und Marktplätzen zielt das Unternehmen auch auf nachgelagerte Wertschöpfungsstufen und Geschäftspotenziale im Bereich der Kohlenstoffspeicherung.

So ist Climate FieldView™ bereits in 23 Ländern auf über 72 Millionen Hektar im Einsatz und damit die größte Datenbank von Saatgut-Leistungsdaten aus Anbaubetrieben und Feldversuchen. Sie hilft den Landwirten, Betriebsabläufe und Erträge zu optimieren. Die FieldView™-Plattform liefert ihnen wertvolle Erkenntnisse und erhöht zugleich den Absatz von Bayer-Produkten, da die Landwirte die Leistung der Produkte über eine digitale Benutzeroberfläche erfassen und vergleichen können. So hat Bayer in den USA 5 Prozent mehr Maissaatgut an Kunden verkauft, die FieldView™ Plus nutzen, als an solche, die das System nicht nutzen. Die digitalen Kapazitäten unterstützen die Bemühungen des Unternehmens, Landwirten maßgeschneiderte Lösungen für ihre Betriebe anzubieten und neue Angebote in verschiedenen Regionen auf der ganzen Welt zu schaffen. Die Forschungsprogramme von Climate LLC (früher: The Climate Cooperation) und FieldView™ nutzen fortschrittliche Datenanalysen und agronomische Modellierungen, damit Landwirte ihre Betriebsabläufe besser als je zuvor verstehen können.

Um Geschäftsmöglichkeiten in nachgelagerten Wertschöpfungsstufen zu generieren und klimafreundliche Geschäftsmodelle zu unterstützen, hat das Unternehmen die Bayer Carbon Initiative um Project Carbonview erweitert. Diese Lösung soll die kohlenstoffarme Produktion von Futtermitteln, Treibstoffen und Textilfasern fördern. Sie wurde von Bayer konzipiert und mit Unterstützung von Bushel und Amazon Web Services entwickelt. Project Carbonview und stellt eine einzigartige Technologielösung dar, die es Ethanolherstellern ermöglichen wird, ihren CO2-Fußabdruck in der gesamten Lieferkette zu melden, zu analysieren und besser zu bewerten. Bayer arbeitet zudem mit The Andersons, einem der führenden Ethanolproduzenten in den USA, zusammen, um den Erzeugern diesen Mehrwert direkt anbieten zu können.

Darüber hinaus zielt die strategische Partnerschaft mit Microsoft auf die Entwicklung neuer Cloud-basierter digitaler Tools und Lösungen für die Landwirtschaft und für angrenzende Branchen. Damit sollen die Infrastruktur und die grundlegenden Kapazitäten für verstärkte Innovation, Effizienz und Nachhaltigkeit geschaffen werden. Im Fokus stehen die Wertschöpfungsketten für Lebensmittel, Futtermittel, Kraftstoffe und Textilfasern. Ein weiteres Beispiel ist Orbia. Der digitale Agrarmarktplatz von Bayer für Brasilien erreicht mittlerweile mehr als 185.000 Landwirte und mehr als 70 Prozent der gesamten Anbaufläche des Landes. Eine Ausweitung auf andere Länder Lateinamerikas ist bereits geplant.

„Mit den neuen Produkten aus unserer Forschung und Entwicklung können wir den Landwirten neue, wertvolle Lösungen anbieten“, fasst Bob Reiter, Leiter der Forschung und Entwicklung bei Bayer Crop Science, zusammen. „Ob zukunftsweisende Innovationen im Kerngeschäft, kohlenstoffreduzierende Anbaumethoden zur Bewältigung des Klimawandels oder Digital-Farming-Lösungen zur Transformation der Landwirtschaft – Bayer arbeitet weiter an Innovationen, um die globalen Ernährungssysteme widerstandsfähiger zu machen und gleichzeitig den Nahrungsmittelbedarf einer wachsenden Bevölkerung zu decken.“

F&E-Leiter Bob Reiter und weitere F&E-Experten von Bayer stellen die Highlights der Crop-Science-Pipeline in einem virtuellen Medienbriefing am 17. Februar um 14:00 Uhr vor. Sie haben dort auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Bitte registrieren Sie sich hier.

(Pressemeldung vom 16.02.2022)
Quelle: Bayer AG | Foto: Bayer AG
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