Wirtschaft

Aurubis AG: Die Kupfermail 106 - Aktuelles vom Kupfermarkt

21.02.2013

Aurubis AG Hamburg: Nach dem chinesischen Neujahrsfest ist es an der Zeit sich wieder den Realitäten der Märkte zu stellen und die wiederum müssen konkret zeigen, was abseits von Sondereffekten wirklich in ihnen steckt. Dies gilt im Allgemeinen für die Branchenkonjunkturen in Japan, Europa und den USA, wo jeweils die Wirtschaftsleistung im Schlussquartal des vergangenen Jahres noch geschrumpft ist. Dies gilt aber auch für China, wo die politische Übergangsphase zu Ende geht und das gilt vor allem für den konjunktursensiblen Kupfermarkt.

Kupfermarkt

Dieser hat sich in den vergangenen Wochen in einer Art Stand-by-Position befunden. Die Kupferpreise an der London Metal Exchange wiesen nur eine geringe Volatilität auf. Im Durchschnitt ergab sich seit Jahresbeginn ein Kurs von rund 8.100 US$/t.

Das physische Kathodengeschäft in Europa blieb ohne größeres Kaufinteresse für nahe Lieferungen. Ein Prämienniveau war deshalb schwer auszumachen. In China sind die Kupfereinfuhren im Januar um 3 % auf rund 351.000 t gestiegen. Repräsentativ für die kommenden Monate ist dies jedoch nicht, da es sich hierbei u. a. um vorgezogene Lieferungen vor dem chinesischen Neujahrsfest gehandelt haben soll. Auch hat es wegen erwarteter Kupferpreissteigerungen vorbeugende Käufe gegeben. Die Spot-Prämien für importierte Kathoden wurden am Markt mit 50 bis 80 US$/t beziffert.

Von Investoren kommen keine eindeutigen Signale. Das Wall Street Journal schreibt, dass US-Anleger das Interesse an Rohstoffen verloren hätten. Diese seit zwei Jahren zu beobachtende Entwicklung soll sich 2013 verstärkt haben. Grund dafür seien vor allem die Aktivitäten der US-Regierung zur Reglementierung spekulativer Rohstoffinvestments. Einige Investoren äußern sich trotzdem vorsichtig optimistisch für Metalle.

Aurubis AG: Die Kupfermail 106 - Aktuelles vom Kupfermarkt

Da es sonst an Richtungshinweisen mangelt, liegt das Augenmerk vor allem auf der Bestandsentwicklung. Die chinesischen Kupferbestände in Zolllagern sollen laut CRU bei 700.000 t bis 750.000 t in Shanghai und 20.000 t in Guangdong liegen und sind damit niedriger als zum Jahreswechsel 2012/13. Bei der SHFE hat es ebenfalls Abnahmen gegeben, um 12.000 t seit Mitte Januar auf aktuell 197.000 t. Kommen dann noch die LME-Bestände in asiatischen Lagerhäusern dazu, hat sich der Anteil Asiens an den Gesamt-Börsenbeständen von 56,6 % Anfang 2013 auf jetzt 49,8 % verringert. Anders in Europa: Hier ist der Anteil von 12,4 % auf 17,7 % gestiegen, die Lage aber undurchsichtiger. Dies ist vor allem auf den Mengenanstieg im Lagerhaus Antwerpen zurückzuführen. Im Oktober 2012 noch ohne Kupfervorräte, sind dort inzwischen 97.000 t Kupferkathoden eingelagert und die Prämienofferten der Lagerhausbetreiber, die lt. Metal Bulletin über dem Spotmarkt liegen, lassen weitere Mengenzuwächse erwarten. Profitieren tun die Lagerhausbetreiber dabei u. a. von den Mieten in Verbindung mit langen Auslieferungszeiten. Von den insgesamt 485.000 t die an Metallen in Antwerpen lagern, sind 57 % zur Auslieferung angemeldet. Wer also dort physisch Kupfer haben will, muss sich einreihen und lange warten. Die Bestandshöhe ist hier des-halb nicht mit schneller Verfügbarkeit gleichzusetzen. Selbst wenn es also in Europa nicht zu Bestandsabnahmen bei der LME kommt, könnte Kupfer physisch knapper werden.


Kupferrohstoffe und Kupferprodukte

Die internationalen Abschlüsse unter langfristigen Konzentratverträgen liegen derzeit bei 70 US$/t und 7 cents/lb, teilweise auch darüber. Die TC/RCs im Spotgeschäft steigen unterdessen weiter an. Die Hütten kaufen derzeit Mengen mit 80 US$/t und 8 cents/lb, bei komplexen Konzentraten teilweise auch erheblich darüber. Die ICSG nennt für 2013 einen Anstieg der globalen Konzentrate-Kapazität um 5,8 % auf 16,5 Mio. t. Von 2012 bis 2016 wird ein kumulierter Anstieg um 40,7 % auf 22,0 Mio. t erwartet.

Die auf hohem Niveau stabilen Kupferpreise und die Ungewissheit über die weitere Kursentwicklung haben am europäischen Altkupfermarkt für eine gute Mengenverfügbarkeit gesorgt. Die erzielbaren Raffinierlöhne zeigten gegenüber dem Vormonat wenig Veränderung.

Die Märkte für Kupferprodukte stehen weiterhin unter dem Einfluss der noch schwachen Konjunktur. Für das erste Quartal 2013 dürfte die Nachfrage nach Gießwalzdraht und Stranggussprodukten dennoch leicht besser ausfallen, da Abnehmer nach dem saisonal schwachen Vorquartal mit einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit rechnen. Dies gilt auch für Bandprodukte. (Pressemeldung vom 12.02.2013)

Quelle: Aurubis AG | Foto: Aurubis AG
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