Wirtschaft

Atlas Elektronik unterzeichnet ein Kooperationsabkommen mit der DLR

19.05.2014

ATLAS ELEKTRONIK GmbH Bremen: Die ATLAS ELEKTRONIK GmbH hat mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Kooperationsabkommen unterzeichnet, mit dem Ziel, zukünftig eng im Bereich der maritimen Sicherheit zusammenzuarbeiten. Neben grundlegenden Forschungsarbeiten sollen auch gemeinsame Technologie-Demonstrationen durchgeführt werden, die Endnutzern wie beispielsweise der Bundespolizei See helfen sollen, zukünftige Missionen noch besser erfüllen zu können.

"Dieses Kooperationsabkommen legt den Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem DLR und der ATLAS ELEKTRONIK GmbH im Bereich der maritimen Sicherheit", sagte der DLR-Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner. "Wir freuen uns sehr, dass wir die bereits bestehende Zusammenarbeit intensivieren und ausbauen werden mit dem Ziel, gegenseitig von vorhandenem, umfangreichen Know-how zu profitieren sowie komplementäre Kompetenzen auszutauschen und zu bündeln", so Wörner weiter. Volker Paltzo, Sprecher der Geschäftsführung der ATLAS ELEKTRONIK GmbH, ergänzte: "Eine intensivierte Kooperation zwischen dem DLR und ATLAS ist wichtig und sinnvoll, um auf dem Gebiet der maritimen Sicherheit die nächsten Schritte gehen zu können. Gemeinsam werden wir die bereits existierenden Kompetenzen und Technologien in einem ganzheitlichen Ansatz weiterentwickeln und daraus Standards für den Einsatz unter und über dem Wasser, an Land und zu Luft ableiten."

Atlas Elektronik unterzeichnet ein Kooperationsabkommen mit der DLR

Foto mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Uwe Beckmeyer, MdB, am SeaOtter (v.l.n.r.: Holger Klindt, Dr. Dennis Göge, Senator Martin Günthner, Volker Paltzo, PSt Uwe Beckmeyer, MdB, und Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner).

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt "Echtzeitdienste für die Maritime Sicherheit - Security" (EMSec), das zum DLR-Vorhaben "Forschung und Entwicklung für die Maritime Sicherheit und entsprechende Echtzeitdienste" gehört und in 2013 startete, arbeiten das DLR und die ATLAS ELEKTRONIK GmbH bereits als Verbundpartner zusammen, um u.a. komplexe maritime Lagebilder mit einer bisher nicht existenten Informationstiefe, Eindeutigkeit sowie Daten- und Echtzeitverfügbarkeit zu realisieren. Darüber hinaus wird auch an der Verbesserung des Schutzes von maritimen Navigations- und Kommunikations-Systemen geforscht. "Die im Rahmen des Kooperationsabkommens definierten Schwerpunktthemen gehen weit über die im Verbundprojekt EMSec behandelten Arbeiten hinaus", erläutert Dr. Dennis Göge, Programmkoordinator Sicherheitsforschung im DLR. "Wir werden beispielsweise die vom DLR entwickelten satellitengestützten Verfahren in Synergie mit den von der ATLAS ELEKTRONIK gebauten Sonar-Systemen verschneiden, um zukünftig hochaufgelöste Modelle der Meeresbodentopographie erzeugen zu können. Das wird die Sicherheit im Schiffsverkehr wesentlich verbessern", so Göge weiter.

Neben den zuvor genannten Themen, werden die Partner auch gemeinsam an der Entwicklung eines Mensch-Maschine-System (MMS) für die Bereitstellung von Echtzeitdiensten für die maritime Sicherheit arbeiten. Die Entwicklungen werden synergetisch von mehreren DLR-Instituten und der ATLAS ELEKTRONIK vorangetrieben. Luft- und satellitengestützte Informationsprodukte werden vom DLR bereitgestellt. Die darauf aufbauende bestmögliche, kontextbezogene Darstellung wird von ATLAS ELEKTRONIK entwickelt. Das Spektrum reicht dabei von der Multitouch-Bedienung eines Lagebild-Tisches (Microsoft Surface Table) bis hin zur ECDIS (Elektronisches Kartendarstellungs- und Informationssystem) Einbindung zur Sichtbarkeit der Informationen an Bord eines Schiffes. Darüber hinaus soll im Rahmen der Kooperation auch an der Einbindung von optischen Kamerasystemen und Satellitendaten in ECDIS System geforscht werden. Das DLR entwickelt hierfür neuartige multispektrale Kamerasysteme zur Gewinnung von Informationsprodukten. Aber auch Satellitenmissionen, wie z.B. der DLR-Technologieerprobungsträger (TET) oder das Feuerbeobachtungssatelliten-Duo Firebird, werden neuartige Auswerteverfahren hervorbringen. Sowohl Landanwendungen (z.B. digitale Höhenmodelle oder Personendetektion) oder ozeanographische Applikationen (Schiffsdetektion, Schiffsklassifizierung, U-Boot-Detektion) können hierbei in Betracht gezogen werden.

Der DLR-Forschungsverbund "Forschung und Entwicklung für die Maritime Sicherheit und entsprechende Echtzeitdienste" wurde aufgrund eines Beschlusses des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags aus dem Jahr 2011 gegründet und unter der Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufen, um gemeinsam mit Partnern des industriegeführten Netzwerkes MARISSA neue Technologien zur Verbesserung der maritimen Sicherheit zu entwickeln. Die strategische Kooperation zwischen dem DLR und der ATLAS ELEKTRONIK geht über dieses ursprüngliche Konzept hinaus. Dies wurde auch noch einmal vom Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft und Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), Uwe Beckmeyer, unterstrichen: "Forschungsprojekte zwischen Wirtschaft und Wissenschaft werden immer wichtiger. Das gilt auch für die bilateralen Forschungskooperationen des DLR mit Unternehmen der maritimen Wirtschaft und nicht zuletzt für den DLR-Forschungsverbund "Maritime Sicherheit". Das DLR kann hier seine speziellen Kompetenzen aus der Luft- und Raumfahrt in die Entwicklung neuer Technologien für die maritime Wirtschaft einbringen. Solche gemeinsamen Forschungsprojekte tragen dazu bei, gute Ideen zielgerichtet umzusetzen. Das stärkt die Innovationskompetenz am Standort Deutschland und ist gut für unsere Wirtschaft."

Foto oben: Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem DLR und der ATLAS ELEKTRONIK GmbH: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Uwe Beckmeyer, MdB,  Volker Paltzo (Pressemeldung vom 19.05.2014)

Quelle: Atlas Elektronik GmbH | Foto: Atlas Elektronik
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