Gesellschaft

Arbeitszeiterfassung – eine Scheindiskussion ein Statement

17.09.2022

Fachhochschule des Mittelstands (FHM)Bielefeld: Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (1ABR 22/21) sind Arbeitgeber nun verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu erfassen.  Nach dem deutschen Arbeitszeitgesetz mussten bisher nur Überstunden und Sonntagsarbeit dokumentiert werden, nicht die gesamte Arbeitszeit. Hierzu ein Statement von Prof. Dr. Tim Brüggemann 

„Bei der aktuellen Diskussion zur Pflicht der Arbeitszeiterfassung handelt es sich in erster Linie um eine juristische Diskussion im Sinne des Arbeitsschutzes. Dadurch soll verhindert werden, dass einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei flexiblen Arbeitssituationen wie zum Beispiel Homeoffice pro Tag oder pro Woche zu viel arbeiten. Ich halte dies für eine Scheindiskussion und für eine anachronistische Diskussion, denn im Zuge von „New Work“ wird es zukünftig immer weniger um quantitative Zeiterfassung gehen, sondern vielmehr um qualitative Arbeitsergebnisse. Zukünftig wird es immer mehr Aushandlungsprozesse zwischen Arbeitgeber/-innen und Arbeitnehmer/-innen darüber geben, zu welchen Meilensteinen wir eigentlich welche Arbeitsergebnisse benötigen. Und dann kann jeder Mitarbeitende selbst bestimmen, wie lange er pro Tag oder pro Woche darauf verwendet, um dort hinzukommen – denn man hat sich ja bereits auf das Arbeitsergebnis und das Abgabedatum verständigt. Die Wege dahin sind bei jedem ganz individuell, weil jeder so, wie er individuell anders lernt, auch individuell anders arbeitet. Jede Work-Life-Balance sieht bei jedem anders aus. Wichtig ist nur, dass wir uns auf qualitative Arbeitsergebnisse in bestimmten Zeiträumen verständigen. So geht die Arbeit in Zukunft.“

Arbeitszeiterfassung – eine Scheindiskussion ein Statement

Foto: Prof. Dr. Tim Brüggemann, Prorektor FHM Online-University, Fernstudium und Weiterbildung Foto: Fachhochschule des Mittelstands (FHM)

Prof. Dr. Tim Brüggemann ist Prorektor für Online-University, Fernstudium und Weiterbildung an der Fachhochschule des Mittelstands (FHM). Er ist seit vielen Jahren als Bildungsforscher tätig und Experte für New Work- und New Learning-Themen. Unter anderem hat er den Studiengang M.A. New Work & New Learning Management entwickelt, den die FHM in diesem Jahr erstmalig anbietet.

Die Fachhochschule des Mittelstands (FHM) ist eine staatlich anerkannte, private Fachhochschule mit aktuell 5.548 Studierenden, 250 Mitarbeitern, 97 Professoren und 400 Experten aus der Wirtschaft als Lehrbeauftragte an den Standorten Bielefeld, Bamberg, Berlin, Düren, Frechen, Hannover, Köln, Rostock und Schwerin. Das Angebot umfasst 51 Studiengänge in den drei Fachbereichen Wirtschaft, Medien sowie Personal, Gesundheit & Soziales. Studierende können in Vollzeit, Teilzeit, dual oder im Fernstudium den Bachelor oder Master absolvieren. Auch Promotionsprogramme in Kooperation mit britischen Universitäten gehören zum Angebot der Hochschule. Das Portfolio wird komplettiert durch ein breites Weiterbildungsprogramm. Die FHM wurde im Jahr 2000 vom Mittelstand für den Mittelstand in Bielefeld gegründet und hat sich seither durch anwendungsorientierte Forschung und Praxisprojekte als starker Partner für die Wirtschaft etabliert. Gesellschafter ist die Stiftung Bildung & Handwerk aus Paderborn.

(Pressemeldung vom 17.09.2022)
Quelle: Fachhochschule des Mittelstands (FHM) | Foto: Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
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