Wirtschaft
Alstom nun weltweit führend für Höchstspannungs-Gleichstromübertragungsnetze
Mittwoch, der 27.Februar 2013
Alstom nun weltweit führend für Höchstspannungs-Gleichstromübertragungsnetze

Bayreuth | Berlin | Paris: Alstom Grid hat bei Prototyptests im französischen Villeurbanne das beste Ergebnis erzielt, das es je bei einem Hochspannungs-Gleichstromübertragungs-Leistungsschutzschalter (HGÜ) gab. Unter den Augen eines unabhängigen Experten unterbrach der HGÜ-Schutzschalter in der Alstom Prüfungsanlage in weniger als 2,5 Millisekunden1 Ströme von über 3.000 Ampere. Die Tests waren Bestandteil einer Demonstrationsreihe von RTE2 zu Architektur und Technologie von Gleichstromnetzen. Diese führte RTE im Rahmen des groß angelegten Demonstrationsprojekts TWENTIES aus dem FP7-Förderprogramm der Europäischen Kommission durch. RTE führt diese Tests Im Zusammenhang mit der Energiewende durch. Die Tests tragen dazu bei, die Entwicklung und Umsetzung neuer Technologien zu verbessern, die das Einspeisen erneuerbarer Energien in das europäische Stromsystem erleichtern.

„Europäische Übertragungsnetzbetreiber stehen vor den technologischen Herausforderungen der Einspeisung erneuerbarer Energien. Wir sind stolz darauf, zu den Pionieren dieser Branche zu gehören", erklärt RTE-Vorsitzender Dominique Maillard.

„Diese technologische Errungenschaft ist eine hervorragende Nachricht für die gesamte elektrotechnische Gemeinde und verschafft unserer Branche einen beträchtlichen Vorsprung“, so Grégoire Poux-Guillaume, Präsident von Alstom Grid. „Der Gleichstrom-Leistungsschutzschalter ist ein Schlüsselelement für den Bau von Super Grids an Land und auf dem Meer. Er wird dazu beitragen, dass sich der Anteil erneuerbarer Energie im Netz erhöht.“

Damit hat Alstom Grid nun einen bedeutenden technologischen Vorsprung. Der Leistungsschutzschalter ist ein Schlüsselelement zur Absicherung von Hochspannungsnetzen bei Kurzschlüssen. Die aus Wechselstromanschlüssen bekannte Technik muss in einem Gleichstromnetz zehn- bis zwanzigmal so schnell reagieren.

Übertragungsnetzbetreiber setzen inzwischen verstärkt auf Gleichstrom, um Energie effizient über lange Strecken zu transportieren. Außerdem ermöglicht die Technologie das Netz, das durch die zunehmende Einspeisung von Strom aus schwankenden Quellen belastet ist, zu stabilisieren. Für die Gleichstromübertragung zwischen zwei Punkten werden keine Leistungsschutzschalter benötigt. Zur Absicherung komplexer sogenannter ‚vermaschter Netze‘, die in Zukunft mehrere Punkte miteinander verbinden, sind sie jedoch unabdingbar. Die Herausforderung besteht darin, kaskadierende Netzzusammenbrüche und Stromausfälle zu vermeiden, indem man das fehlerhafte Element möglichst schnell von der Stromversorgung abkoppelt und so den Fehler vom übrigen Netz isoliert. Der neue Leistungsschutzschalter von Alstom Grid bereitet den Weg für Mehrfachanschlüsse in künftigen Gleichstromnetzen.

Alstom Grid führte die Entwicklungen und Validierungstests im Rahmen des europäischen Projekts TWENTIES durch. Mit diesem Projekt soll die Integration erneuerbarer Energiequellen, speziell der Windkraft, in das europäische Stromnetz bis 2020 gefördert werden. Um diese Herausforderung zu meistern, bündeln 26 Partner aus dem Energiesektor aus zehn Mitgliedsstaaten ihre Kompetenz. Der französische Stromnetzbetreiber RTE hat seine F&E3 -Ressourcen mobilisiert, um als einer von sechs Teilnehmern des TWENTIES-Projekts die Demonstrationen zu Gleichstrom-Offshore-Netzen der Zukunft zu leiten.

Die beteiligten Partner haben eine integrierte Gruppe von Komponenten identifiziert, die das Netz bei einem Ausfall schützen und die erwarteten Leistungsmerkmale in verschiedenen Netzwerkarchitekturen quantifizieren sollen. Mit seinen Resultaten hat Alstom Grid bereits einige dieser Erwartungen erfüllt. Damit ist eine der großen technischen Hürden für die Entwicklung von Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsnetzen im großen Maßstab überwunden.

Die Tests im Rahmen des TWENTIES-Projekts laufen noch bis Sommer 2013. Danach wollen die Teams von Alstom Grid diese Technologie mit einem weiteren Meilenstein qualifizieren: der Unterbrechung eines Stroms von 7.500 Ampere bei 180 kV. (Pressemeldung vom 21.02.2013)   

Quelle: ALSTOM Deutschland AG | Foto: ALSTOM
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