Wirtschaft
Gazprom: Interesse am Standort Lubmin
Montag, der 22.Oktober 2012
Gazprom: Interesse am Standort Lubmin
Schwerin | St. Petersburg: Wirtschaftsminister Harry Glawe ist am letzten Tag der Wirtschaftsdelegationsreise durch Russland von St. Petersburg nach Moskau gereist. Vor Ort hat er sich mit dem stellvertretenden russischen Energieminister Anatoly B. Yanovskiy getroffen sowie mit Vertretern von Gazprom Export. "Die Gespräche waren sehr konstruktiv. Wir sind auf beiden Seiten an neuen, langfristigen Geschäftsbeziehungen sehr interessiert", sagte Glawe. "Russland will auch auf politischer Ebene bei der Investorensuche nach russischen Unternehmen, die in Mecklenburg-Vorpommern investieren, behilflich sein."
Der Minister warb für den Industrie- und Energiestandort Lubmin. "Das Interesse insbesondere an Lubmin ist groß. Wir brauchen zur Bewältigung der Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern auch den Zubau von hochflexiblen Gaskraftwerken. Es geht dabei um den Ausgleich der schwankenden Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik durch Regelenergie. Diese kann derzeit – bis die Speichertechnologien marktfähig entwickelt sind – nur durch flexible Gaskraftwerke bereit gestellt werden. Deshalb ist ein ausgewogener Energiemix erforderlich, zu dem beispielsweise auch ein Gaskraftwerk in Lubmin gehört. Die Genehmigungsverfahren für ein solches sind in Lubmin weit vorangeschritten", sagte Glawe in Moskau. "Das Unternehmen Gazprom hat Interesse am Standort in MV bekundet. Es bestehen für den Betrieb von Gaskraftwerken in Deutschland insgesamt auch weiterhin gute Chancen am Markt. Weitere Gespräche mit dem Unternehmen sollen noch in diesem Jahr stattfinden", so Glawe.
 
Der Minister hat zum Ende der fünftägigen Auslandsreise eine positive Bilanz gezogen. "Unser Land hat sich in Russland als ein wirtschaftlich attraktives, touristisch reizvolles und für Investoren offenes Land gezeigt", betonte Glawe. "Russland ist die Nummer 1 beim Im- und Export mit Mecklenburg-Vorpommern. 12 Prozent des gesamten Außenhandels unseres Landes entfallen auf Russland. Insgesamt wurden im vergangen Jahr Waren im Wert von fast 1,3 Mrd. Euro zwischen MV und Russland ausgetauscht, wobei der Export mit 847 Mio. Euro überwiegt", so Glawe weiter. Hauptausfuhrgüter nach Russland waren Rohre aus Eisen und Stahl. Die Einfuhren aus Russland nach Mecklenburg-Vorpommern hatten im Jahr 2011 einen Wert von rund knapp 448 Millionen Euro. Haupteinfuhrgüter waren Mineralölerzeugnisse.
 
Zufrieden zeigte sich Minister Glawe auch mit den Gesprächen in Bezug auf die Gesundheitswirtschaft. Glawe hatte sich am Donnerstag mit rund 70 deutschen und russischen Vertretern von Firmen, Ärztehäusern, Kliniken und medizinischen Forschungseinrichtungen getroffen. Thema war hier "Life Science und Gesundheitswirtschaft". "Besonders beeindruckt waren die Fachleute vom deutschen Know-how in Bezug auf das Neugeborenen-Screening bei Erbkrankheiten sowie von den Möglichkeiten telematischer Anwendungen zur wirksamen Bekämpfung von Diabetes. Hier ist unser Land besonders gut aufgestellt", so Glawe
 
Künftig geht es darum, eine Kooperation zwischen Mecklenburg-Vorpommern und der Region St. Peterburg aufzubauen. "Hier ist ein intensiver wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Austausch nötig. Es geht auch darum, langfristig spezielle Angebote für russische Bürger zu entwickeln", sagte Glawe abschließend. (Pressemeldung vom 19.10.2012)
Quelle: WM MV Nr. 200/12 | Foto: MV
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