Wirtschaft
IHK Nord fordert Schleusenbau in Scharnebeck
Montag, der 24.September 2012
Bremen:„Die IHK Nord begrüßt die jüngste Einordnung des Elbe-Seitenkanals in die höchste Kategorie der Binnenwasserstraßen durch das Bundesverkehrsministerium. Folge dieser Einordnung muss aber sein, dass der bedarfsgerechte Ausbau jetzt auch in Angriff genommen wird“, erklärt Otto Lamotte, Präses der Handelskammer Bremen und Vorsitzender der IHK Nord.
 
Lamotte weist darauf hin, dass das größte Handicap des Elbe-Seitenkanals die fehlende Durchgängigkeit für die modernen Binnenschiffe und Schubverbände ist. Der Flaschenhals ist das über 30 Jahre alte Schiffshebewerk in Scharnebeck, dessen Tröge nur auf Schiffsgrößen bis max. 100 m Länge ausgelegt sind.
 
Erst kürzlich hatte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, im Rahmen einer Verkehrskonferenz der IHK Lüneburg-Wolfsburg zum Thema „Schleusenausbau in Scharnebeck“ die Auffassung vertreten, dass das Schiffshebewerk nach der Grundinstandsetzung des zweiten Trogs ab 2014 wieder für mehrere Jahrzehnte in der Lage sein werde, die anfallenden Gütermengen zu bewältigen.  Nach Auffassung der IHK Nord verkennt Staatssekretär Ferlemann, dass das Nadelöhr Scharnebeck den Einsatz moderner Großmotorgüterschiffe auf dem Elbe-Seitenkanal verhindert und damit die Potenziale dieser Wasserstraßenverbindung nicht annähernd ausgenutzt werden können.
 
„Wenn der Bund seine eigenen Verkehrsprognosen für den Hafenhinterland- und insbesondere für den Containerverkehr ernst nimmt und gleichzeitig auch eine Verlagerung von Verkehren auf das Binnenschiff angestrebt wird, ist dies mit den vorhandenen Abmessungen des Schiffshebewerks nicht möglich. Die Planungen für eine Schleuse in Scharnebeck müssen deshalb jetzt begonnen, der verfügte Planungsstopp aufgehoben werden. Gleichzeitig sollte die Bundesregierung auch für stabile Fahrwasserverhältnisse auf der gesamten Mittel- und Oberelbe Sorge tragen“, so der IHK Nord-Vorsitzende. 
 
Lamotte fordert, jetzt zügig eine neue Schleuse zu planen und die Realisierung des Vorhabens durch die Aufnahme in den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan 2015-2030 abzusichern. Gleichzeitig erneuert die IHK Nord noch einmal ihre Forderung, Projekte von nationaler Bedeutung – wie die Projekte zur Abwicklung der Hafenhinterlandverkehre – „vor die Klammer“ zu ziehen und außerhalb der sogenannten Länderquoten zu finanzieren. (Pressemeldung vom 21.09.2012)
Quelle: IHK zu Schwerin | Foto: IHK zu Schwerin
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