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Die Empfehlung, auf den Verzehr anderer Sorten von Sprossen in rohem Zustand generell zu verzichten, wurde am 21.Juli 2011 aufgehoben.
Freitag, der 22.Juli 2011
Berlin: Im Mai/Juni 2011 war in Deutschland eine Häufung von Infektionen mit EHEC-Darmbakterien O104:H4 (Enterohämorrhagische Escherichia coli) mit schweren Verläufen zu beobachten. Bei den gemeldeten Krankheitsfälle gab es eine ungewöhnliche Verschiebung bezüglich der Altersgruppe: Während typischerweise Kinder unter 5 Jahren betroffen sind, erkrankten vor allem Erwachsene, darunter viele Frauen. Die Ursache des Ausbruchs sind mit großer Wahrscheinlichkeit Sprossen, die aus Ägypten importierten Bockshornkleesamen gezogen wurden. Zum Schutz vor weiteren Infektionen empfehlen die Bundesbehörden, Bockshornkleesamen und daraus gezogene Sprossen und Keimlinge nicht roh zu verzehren. Die Empfehlung, auf den Verzehr anderer Sorten von Sprossen in rohem Zustand generell zu verzichten, wurde am 21.Juli 2011 aufgehoben. Die verdächtigen Chargen Bockshornkleesamen aus Ägypten werden derzeit von den Landesbehörden auf allen Stufen vom Markt zurückgenommen. In Privathaushalten noch vorhandene Bockshornkleesamen sollten im Restmüll entsorgt werden. Auch nach dem Ende des aktuellen Ausbruchs sind weitere Erkrankungen möglich. Der Erreger kann über Schmierinfektionen von Mensch zu Mensch oder auch durch von Infizierten verunreinigte Lebensmittel übertragen werden. Daher ist es unverändert wichtig, zum Schutz vor einer Infektion sorgfältig auf gründliche Hände- und Lebensmittelhygiene zu achten.
 
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert Koch Institut (RKI) haben die Empfehlung, aus Ägypten importierte Bockshornkleesamen und daraus gezogene Sprossen und Keimlinge nicht roh zu verzehren,  auf der Grundlage epidemiologischer Untersuchungen und der Rückverfolgung von Samenlieferungen in Deutschland und anderen EU-Staaten getroffen.
 
Diese haben ergeben, dass bestimmte Chargen von Bockshornklee-Samen mit den EHEC-Ausbrüchen im Mai/Juni 2011 in Deutschland und Frankreich in Verbindung stehen. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wurden diese Chargen aus Ägypten importiert. Die generelle Warnung vor einem Verzehr aller Sorten von Sprossen und Keimlingen wurde auf der Grundlage weiterer Ermittlungsergebnisse am 21.07.2011 aufgehoben. Auch für eine Gefährdung durch Kreuzkontamination anderer Samenprodukte fanden sich keine Hinweise.
 
Zuvor haben sich bereits die ursprünglichen Hinweise auf eine Übertragung des Erregers durch Gurken, Tomaten und Blattsalate nicht bestätigt. Daraufhin haben die Bundesbehörden die Empfehlung,  vorsichtshalber auf den rohen Verzehr dieser drei Gemüsesorten in Norddeutschland zu verzichten, bereits am 10. Juni 2011 aufgehoben.
 
Weitere Informationen zu den aktuellen Verzehrempfehlungen finden sich in einer aktuellen Pressemittielung des BfR, BVL und RKI unter: www.bfr.bund.de
 
EHEC- Infektionen können Durchfallerkrankungen verursachen. Besonders gefürchtet sind die Keime, weil sie unter Umständen bei einem Teil der Erkrankten zu schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen führen können.
 
Seit 2001 müssen alle EHEC- Erkrankungen bundesweit gemeldet werden, dies sind üblicherweise etwa 1.000 pro Jahr. Die Häufung der Erkrankungsfälle im Mai und Juni 2011 war daher ungewöhnlich und auch die erkrankten Altersgruppen waren untypisch. Die Übertragung kann über mit den Erregern verunreinigte Lebensmittel oder aber auch von Mensch zu Mensch über so genannte Schmierinfektionen erfolgen. Zum Schutz vor einer Ansteckung ist die Beachtung allgemeiner Regeln zur Hände- und Lebensmittelhygiene wichtig. (Pressemeldung vom 21.07.2011)
Quelle: BZgA
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