Wirtschaft
W2e aus Rostock: Entwicklung 3-MW-Technologie
Freitag, der 15.Juli 2011
Rostock: Seit Mai 2011 hat W2E die Entwicklung einer neuen Windenergieanlagentechnolgie der 3-MW-Klasse gestartet. Besonderes Merkmal dieser Anlagentechnologie ist der sehr kompakte Triebstrang, der in enger Kooperation mit dem Weltmarktführer für Windgetriebe Winergy eingesetzt wird.
Winergy entwickelt das System HybridDrive, das ein zweistufiges Planetengetriebe und einen mittelschnelllaufenden permanenterregten Synchrongenerator direkt miteinander verbindet und zusätzlich einen Vollumrichter beinhaltet.
In Kombination mit dem von W2E patentierten und vielfach bewährten Triebstrangkonzept LARUS Compact® entsteht eine leichte, getriebeschonende und sehr kompakte Anlage, die optional auf 3,3 MW erweiterbar ist. Alle international bekannten Netzanschlussbedingungen werden erfüllt. Ein ausgezeichneter und sehr lastenschonender Betrieb wird bei Fehlern im Netz erreicht.
Die mit einem Rotordurchmesser von 120 m betriebene Anlage ist für die Windklasse IEC 2a ausgelegt und nimmt damit im Wettbewerb weltweit eine führende Position ein. Die Anlage wird für Rohr- und Gittertürme bis 140 m Nabenhöhe angeboten.
Die Entwicklung wird durch den Verbundpartner Lehrstuhl für Technische Mechanik/Dynamik der Universität Rostock unterstützt und das gesamte Projekt wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.
Im März 2011 wurde südlich von Rostock am Standort Tarnow nahe dem Firmensitz von W2E (Deutschland) eine Testanlage errichtet und in Betrieb genommen werden.
"Jetzt können wir endlich in örtlicher Nähe somit auch zeitnah und unter tatsächlichen Bedingungen unsere Eigenentwicklungen und Systeme sowie die zugehörigen Prozesse aus Regelung und Steuerung prüfen, umsetzen, optimieren und den Entwicklungsstand erheblich verbessern" berichtet Christoph Klewitz, Geschäftsführer der W2E GmbH.
Die Testanlage mit einem Rotordurchmesser von 93 m und einer Nabenhöhe von 100 m hat eine Nennleistung von 2050 kWh. Die Ingenieure können unter anderem mit Hilfe eines festen Messmastes Forschungs- und Entwicklungsergebnisse testen und validieren. W2E ist somit in der Lage, zusammen mit den W2E-Lizenzkunden bereits optimierte Anlagentechnologien werthaltig im Markt zu platzieren und umfangreiche Messreihen für die notwendigen Zertifizierungen und beabsichtigte Weiterentwicklungen durchzuführen. (Pressemeldung vom 16.05.2011)
Quelle: W2e | Foto: W2e
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