Wirtschaft
Offshore-Häfen Nordsee: Maritime Logistikkonzepte-Offshore-Windpark -Juni 2011-
Dienstag, der 12.Juli 2011
Offshore-Häfen Nordsee: Maritime Logistikkonzepte-Offshore-Windpark -Juni 2011-
Brunsbüttel: Die Hafenkooperation „Offshore-Häfen Nordsee SH“ lud am 22. Juni gemeinsam mit der windcomm schleswig-holstein, dem Maritimen-Cluster Norddeutschland Geschäftsstelle SH, der Logistik Initiative SH sowie mit Unterstützung des Hafen Hamburg Marketing e.V. zu dem Workshop „Maritime Logistikkonzepte für Offshore-Windparks“ in den Hamburger Hafen-Klub ein. „Die hohe Teilnehmerzahl von über 100 Personen zeigt, dass das Interesse an logistischen Lösungen zur Errichtung und dauerhaften Versorgung von Offshore-Windparks groß ist“, sagte Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation. Neben zahlreichen Experten der Offshore-Branche waren auch politische Vertreter in den Hafen-Klub gekommen.
 
Schleswig-Holsteins Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass die Offshore-Windenergie angesichts der eingeleitetenEnergiewendeein bedeutender Zukunftsmarkt sei. „Die Versorgung und der Aufbau der Offshore-Windparks ist für die Häfen eine große Herausforderung. Nicht jeder Hafen kann alle notwendigen Aufgaben wahrnehmen oder hierfür ertüchtigt werden“, so Zieschang. Deshalb sei die angestrebte Kooperation der Nordseehäfen eine überaus sinnvolle Initiative, die das Land nach Kräften unterstützen werde.
 
Im Rahmen der Veranstaltung wurden durch Björn Pistol von der Firma Uniconsult maritime Logistikkonzepte für Offshore-Windparks präsentiert. Im Auftrag der Hafenkooperation untersuchte die Hamburger Uniconsult Universal Transport Consulting GmbH, wie die Installation und Operation & Maintenance für die sieben bereits genehmigten Windparks vor schleswig-holsteinischen Nordseeküsten über die Kooperationshäfen erfolgen könne.
 
Als Produktionshäfen stehen Brunsbüttel und Rendsburg-Osterrönfeld zur Verfügung. Insbesondere Brunsbüttel wird für die Errichtung von Bedeutung sein. Nach dem zurzeit geplanten Ausbau des Brunsbütteler Elbehafens erfüllt der Standort alle Anforderungen an einen Basishafen: Große Freilagerflächen zur Zwischenlagerung und Vorinstallation von Offshore-Komponenten und freie Gewerbeflächen zur Ansiedlung von Produktionsunternehmen. Sehr große Potentiale werden Brunsbüttel für die Produktion und Verschiffung von Fundamenten zugesprochen. Ab Brunsbüttel erfolgt die direkte Installation in den Windparks.
 
Die Errichtung der Offshore-Windparks ist, gemessen am gesamten Lebenszyklus, nur eine Herausforderung, die es logistisch zu lösen gilt. Eine ebenso wichtige Herausforderung ist die dauerhafte Versorgung und Wartung der Windkraftanlagen. Das haben die Häfen Schleswig-Holsteins erkannt und darauf bei der Erarbeitung der Logistikkonzepte besonderen Wert gelegt.
 
Der Zielmarkt der Kooperationshäfen ist dabei in zwei Cluster zu unterteilen. Drei Windparks im „Helgoland-Cluster“ und vier Windparks im „Sylt-Cluster“. Die Hochseeinsel Helgoland dient als Ausgangspunkt für Wartungs- und Reparaturarbeiten für die vor der Insel gelegenen Windparks. Kurze Anfahrtswege, sowie Lagermöglichkeiten für Ersatzteile und Unterkünfte für die Crew zeichnen Helgoland als optimalen „Reaktionshafen“ aus. Jedoch ist Helgoland auf eine Versorgung von Land angewiesen. Hierfür stehen Büsum und Husum zur Verfügung. An den Festlandhäfen können kleinere Komponenten und Ersatzteile vorgehalten werden und in regelmäßigen Transporten nach Helgoland verschifft werden.
 
Nach diesem Prinzip werden auch die Windparks im „Sylt-Cluster“ bedient. Als Reaktionshafen bietet sich besonders Hörnum an. Die Versorgung Hörnums kann sowohl über den Hindenburgdamm, als auch über die Festlandhäfen Dagebüll und Husum erfolgen.
„Durch den Zusammenschluss der Nordseehäfen kann den Windparkbetreibern ein „Full-Service“ angeboten werden. Dieses Angebot ist bisher einzigartig und verschafft der Hafenkooperation einen Wettbewerbsvorteil“, erläutert Björn Pistol von Uniconsult.
In der nachfolgenden Podiumsdiskussion wurde die Bedeutung der Häfen in der Offshore Logistikkette nochmals deutlich hervorgehoben. Auch sei es nun der richtige Zeitpunkt, mit detaillierten Logistikkonzepten in den Markt zu gehen.

„Wir wollen den Windparkbetreibern und Komponentenherstellern Unterstützung anbieten, das für Ihren Windpark passende Logistikkonzept zu finden und bieten Schnittstellenminimierung sowie Mehrwert für alle beteiligten Nutzer und Anbieter“ erläutert Frank Schnabel, Sprecher der Hafenkooperation und Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH.
 
Auch Matthias Volmari von der windcomm schleswig-holstein sieht in den Logistikkonzepten einen großen Schritt für die Offshore-Branche in Schleswig-Holstein. „Die Ergebnisse zeigen klar, welche Potentiale die schleswig-holsteinischen Häfen aufweisen. Ich bin davon überzeugt, dass dieses auch die Windparkbetreiber zu nutzen wissen.“ (Pressemeldung vom 23.06.2011)
Quelle: Brunsbüttel Ports GmbH | Foto:Brunsbüttel Ports GmbH
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