Wirtschaft
Shipping Research Aktuell
Sonntag, der 4.März 2012
Shipping Research Aktuell
Hamburg: Offshore-Schiffe leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherstellung der weltweiten Energieversorgung. Neben der Ölförderung durch Bohrinseln im Golf von Mexiko oder vor der Küste Brasiliens zählt auch die heimische Nordsee weltweit zu den wichtigsten Offshore-Märkten. Neben der steigenden Ressourcenknappheit von fossilen Energieträgern sind es insbesondere die Naturkatastrophen der letzten Jahre, welche die erneuerbare Energiegewinnung, wie z.B. Offshore-Windparks, stetig an Bedeutung gewinnen lassen.

In Deutschland werden seit dem Jahr 1997 beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) Anträge für die Genehmigung von Windparks in der Nord-und Ostsee gestellt. Innerhalb der 12-Seemeilen-Zone und in Wassertiefen von 20 bis 35 Metern soll bis zum Jahr 2030 nach dem Energiekonzept der Bundesregierung die Offshore-Windleistung von derzeit ca. 2,71 GW (Windparks in Betrieb) auf rund 25 GW ausgebaut werden. Insgesamt sind in Deutschland derzeit Windparkprojekte mit einem Volumen von ca. 19 GW genehmigt.

Im Gegensatz zur deutschen Schiffsbauindustrie, welche sich seit einigen Jahren in einer noch nie dagewesenen Krise befindet, entwickelt sich die Offshore-Windenergie zu einem der dynamischsten Bereiche der heutigen Wirtschaft. Diese Entwicklung ermöglicht den Umbruch vom Standardschiffsbau zur Spezialisierung auf die Offshore-Windindustrie und dadurch viele neue Perspektiven für deutsche Werften. Neben der Errichtung von Jacket-Fundamenten und Offshore-Plattformen bietet insbesondere der Bau von Spezialschiffen neues Auftragspotenzial für die deutsche Schiffsbauindustrie.

Diese lassen sich abhängig von der Bauphase in folgende Schiffstypen unterteilen: 
  • Errichterschiffe, hierzu zählen Hubplattformen, Hubschiffe und Kranschiffe. -Besonders manövrierfähige Kabelleger zur internen Parkverkabelung und Verlegeschiffe zur externen Verkabelung. 
  • Service-Schiffe für die Bau-und Betriebsphase. Hierzu zählen Erkundungsschiffe, Sicherungsschiffe, Schlepper, Schiffe für den Personal-und Materialtransport. 
Eine Gemeinschaftsstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und des Verbandes für Schiffsbau und Meerestechnik e.V. über das zukünftige Potenzial des Offshore-Marktes für die deutsche Schiffsbauindustrie verspricht sehr positive Effekte. Insgesamt ergeben sich laut der Studie bis 2020 Umsatzpotenziale i.H.v. 18,0 Millarden Euro sowie 11,5 Milliarden Euro aus Offshore-Strukturen (Jackets und Plattformen) für deutsche Schiffsbauunternehmen. ImVergleich geht man von lediglich 6,5 Milliarden Euro aus den „klassischen Werfttätigkeiten“ (Schiffsbau, Umbau, Wartung etc.) aus.

Um das Potenzial der internationalen Offshore-Märkte langfristig nutzen zu können, bedarf es jedoch umfangreicher strategischer Unterstützung in Form von staatlichen und privaten Investitionen. Eine erfreuliche Nachricht, welche die derzeitige Entwicklung im deutschen Schiffsbau sehr gut widerspiegelt, ist die Verkündung der erneuerten Vereinbarung zwischen der insolventen Sietas Werft und dem niederländischen Wasser-bau-UnternehmenVan Oord über dein Bau eines Offshore-Windkarft-Transport-und Installationsschiffes. Als erstes deutsches Schiffsbauunternehmen wird die traditionsreiche Hamburger Sietas-Werft bis 2013 das komplexe Spezialschiff bauen. „Das Windkraft-Transport-und Installationsschiff ist eine Deutschland-Premiere und deshalb wegweisend für Sietas und den deutschen Schiffbau“ sagte Berthold Brinkmann am 3. Februar im THB (Täglicher Hafenbericht). (Pressemeldung vom 29.02.2012)
Quelle: Deutsche Fondsresearch GmbH | Foto: Deutsche Fondsresearch GmbH
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