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13 Uhr- EHEC -keine Sprossen, auch nicht selbst gezogene…
Montag, der 13.Juni 2011

Berlin: 13.6.2011. Seit einigen Tagen werden Erkrankungen an HUS/EHEC auf deutlich niedrigerem Niveau an das RKI übermittelt.Nach neuesten fachlichen Erkenntnissen im Zusammenhang mit dem aktuellen EHEC-Ausbruchsgeschehen kommen das BfR, das BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) und das RKI (Robert Koch-Institut) gemeinsam zu dem Schluss, dass die bestehende allgemeine Empfehlung, in Norddeutschland auf den Verzehr von Gurken, Tomaten und Blattsalat zu verzichten, nicht mehr aufrecht erhalten werden muss.

Vorsorglich bis auf weiteres sollten aber Sprossen nicht roh verzehrt werden.

Das BfR hat die Kontamination von Sprossen mit O104:H4 bestätigt: Die mit EHEC kontaminierten rohen Sprossen, die aus dem Haushalt von an EHEC erkrankten Patienten in Nordrhein-Westfalen stammten, waren mit dem EHEC-Stamm O104:H4 besiedelt.
Es besteht der Verdacht das Saatgut bereits den Erreger in sich trägt bzw. von Personen die bei der Aufzucht mit in Kontakt gekommen sind die Überträger sein könnten. Bis jetzt sind 35 erkrankten an Folgen des EHEC-Erregers gestorben.

EHEC-Infektionen treten weltweit auf. In Deutschland werden pro Jahr etwa 900 Erkrankungen gemeldet, die durch EHEC-Bakterien ausgelöst werden; das sind deutlich weniger Fälle als beispielsweise durch Salmonellen oder Campylobacter verursacht werden.
 
Allerdings können EHEC-Infektionen mit einem schweren Krankheitsverlauf verbunden sein und zu lebenslangen Spätschäden (zum Beispiel Bluthochdruck oder Niereninsuffizienz) mit möglicherweise tödlichem Ausgang führen. Daher gehören EHEC-Bakterien zu den bedeutendsten Ursachen für bakterielle Infektionen, die über Lebensmittel übertragen werden können.
 
Als Krankheitsursache für das derzeitige EHEC-Ausbruchsgeschehen ist der Serotyp O104:H4 eindeutig identifiziert worden. Die genetische Analyse von O104:H4 hat ergeben, dass dieser Stamm eine sehr hohe Ähnlichkeit mit Enteroaggregativen E. coli (EAEC) auf-weist. Aufgrund dieser Tatsache ist es aus Sicht des BfR wahrscheinlich, dass der für das aktuelle Ausbruchsgeschehen verantwortliche Stamm über den Menschen oder vom Menschen über die Umwelt erfolgt ist. Der Erreger kann über Lebensmittel verbreitet werden.
(Pressemeldung vom 13.06.2011)
 
Quelle: RKI | BfR | BVL
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