Wissenschaft
Merck präsentiert auf der ASCO 2018 Daten zu den Fortschritten und weiteren Optionen seiner Onkologie-Pipeline
Freitag, der 18.Mai 2018
Merck präsentiert auf der ASCO 2018 Daten zu den Fortschritten und weiteren Optionen seiner Onkologie-Pipeline
Darmstadt: Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute die Vorstellung neuer Daten aus zahlreichen vorrangigen klinischen Entwicklungsprogrammen seines Onkologie-Portfolios auf der diesjährigen Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vom 1. bis 5. Juni 2018 in Chicago, IL (USA), angekündigt. Die Abstracts zu sieben Wirkstoffen und acht Tumorarten werden die Position von Merck als ein aufstrebender Hauptakteur in der Onkologie hervorheben.
 
„Die diesjährigen Daten auf der ASCO zeigen das Potenzial unserer Pipeline, tatsächlich bahnbrechende Fortschritte für die Krebstherapie bereitzustellen“, sagte Luciano Rossetti, Executive Vice President und Leiter der globalen Forschung und Entwicklung im Biopharmageschäft von Merck. „Angesichts unseres starken Engagements und unserer Fokussierung auf Bereiche, die wir für am vielversprechendsten halten, zeigen die Onkologie- und Immunonkologie-Pipelines von Merck mit den vorrangigen Programmen der Spätphase großes Potenzial für die unmittelbare Zukunft. Parallel hierzu sind in unserer Frühphasen-Pipeline wahrhaft innovative Programme zu finden, die für Patienten einen echten Unterschied machen könnten.“
 
Die Daten des etablierten Medikaments Erbitux® setzen die langjährige Tradition von Merck im Bereich Onkologie fort und untermauern seine Rolle als Standardbehandlung bei metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) vom RAS-Wildtyp, als Therapiestandard zur Erstlinienbehandlung von rezidivierendem oder metastasiertem Plattenepithelkarzinom des Kopfes und Halses (R/M SCCHN) sowie als Standardbehandlung für Patienten mit lokal fortgeschrittenem SCCHN (LA SCCHN), die Cisplatin-basierte Therapieschemata möglicherweise nicht vollumfänglich vertragen können.
 
Die neuen Daten zu Avelumab* (BAVENCIO®) aus der gemeinsamen Entwicklung und Vermarktung mit Pfizer schließen eine mündliche Präsentation der Zwei-Jahres-Ergebnisse aus der zulassungsrelevanten Studie JAVELIN Merkel 200 ein. Diese Langzeitergebnisse beinhalten auch Daten zur Ansprechdauer von Avelumab und stellen die erste Studie mit Langzeitüberlebensdaten für eine Immuntherapie bei metastasiertem Merkelzellkarzinom (mMCC) dar.
 
Das Unternehmen wird außerdem weitere Evidenzdaten zu M7824 präsentieren, einem bifunktionalen TGF-ß-Trap/Anti-PD-L1-Fusionsprotein für die Immuntherapie. Diese stammen aus den Expansionskohorten des laufenden klinischen Phase-I-Programms (NCT02517398) zu dieser Prüfsubstanz. Bei TGF-ß handelt es sich um ein von Zellen (einschließlich Tumorzellen) freigesetztes Zytokin, das die Antitumor-Immunabwehr über eine Vielzahl von Mechanismen unterdrückt und damit zu ungehindertem Tumorwachstum und -metastasierung führt. Zu diesen Daten zählen die in Zusammenarbeit mit dem National Cancer Institut präsentierten Ergebnisse von Patienten mit Tumorarten, die mit dem humanen Papillomavirus (HPV) assoziiert sind, sowie Daten von Patienten mit fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC). Bei der Zweitlinientherapie (2L) des NSCLC wurden Anzeichen für klinische Aktivität bei unterschiedlichen PD-L1-Expressionsniveaus beobachtet. Unter der empfohlenen Dosis für die Phase II wurde eine bestätigte Gesamtansprechrate (ORR) von 40,7 % (11/27) bei Patienten mit positivem PD-L1-Status (≥ 1 %) und eine ORR von 71,4 % (5/7) bei Patienten mit hohen PD-L1-Expressionsspiegeln (80 %, Antikörper-Klon 73-10 [> 80 % = >50 % mit Klon 22C3]) beobachtet. Diese Daten deuten das Potenzial von M7824 an und belegen, dass die Kombination eines transformierenden Wachstumsfaktor-ß (TGF-ß)-Traps mit dem Anti-PD-L1-Mechanismus in einem Molekül in diesen Patientengruppen mit großem medizinischen Bedarf Antitumoraktivität bewirken könnte. Die Behandlung mit M7824 wurde in beiden Studien gut vertragen und die Sicherheitsdaten deckten sich mit denen des gesamten klinischen Phase-I-Programms. Es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert.
Zu Tepotinib**, einem in der Prüfung befindlichen hochselektiven, niedermolekularen Inhibitor des Tyrosinkinaserezeptors c-Met, werden als neue Daten vielversprechende erste Ergebnisse der laufenden Phase-II-Studie VISION vorgestellt. Diese liefern weitere Hinweise auf das Potenzial von Tepotinib bei Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC, deren Tumoren MET-Exon-14-Skipping als Mutation aufweisen. Veränderungen des c-Met-Signalwegs sind bei verschiedenen Krebsarten zu finden und korrelieren mit aggressivem Tumorverhalten und schlechter klinischer Prognose. Die auf den Bewertungen der Prüfärzte basierenden Daten von 15 Patienten zeigten ein bestätigtes partielles Ansprechen (PR) bei 60 % (9/15) und einen stabilen Krankheitszustand (SD) bei 20 % (3/15). Des Weiteren zeigte eine unabhängige Bewertung von 13 Patienten, dass die Behandlung mit Tepotinib zu einem bestätigten PR bei 46,2 % (6/13) und SD bei 7,7 % (1/13) der Patienten führte. In dieser Studie stehen die Sicherheitsdaten in Einklang mit den Daten, die in vorausgegangenen Studien beobachtet wurden und bestätigen, dass die Behandlung mit Tepotinib gut vertragen wird. Es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert.
 
Tepotinib ist eine wichtige Komponente innerhalb der strategischen Fokussierung von Merck auf personalisierte Therapien und diese Ergebnisse bekräftigen den Fortschritt des Unternehmens, Behandlungen für Patienten zur Verfügung zu stellen, die mit größerer Wahrscheinlichkeit davon profitieren werden, um die bestmöglichen Therapieergebnisse zu erzielen. Sowohl M7824 als auch Tepotinib stammen aus der unternehmenseigenen Forschung von Merck.
 
Zu den weiteren Pipeline-Updates gehören Phase-I-Daten zur Dosiseskalation des DNA-abhängigen Proteinkinase-(DNA-PK)-Inhibitors M3814, Daten der Phase-I-Dreifachtherapie aus dem ATR-Inhibitor M6620, Veliparib und Cisplatin bei fortgeschrittenen soliden Tumoren sowie Phase-I-Daten zu M2698, einem starken und selektiven dualen Inhibitor von p70S6K und AKT1/3 innerhalb des PAM (PI3K/AKT/mTOR)-Signalwegs. Der PAM-Signalweg steuert das Wachstum und Überleben von Zellen und zeigt bei vielen Krebserkrankungen des Menschen oft eine ungewöhnliche Aktivität.
 
*Avelumab befindet sich für die Behandlung von NSCLC, mUC und Mesotheliom in der klinischen Prüfung. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Avelumab sind in diesen Indikationen noch nicht belegt. Es gibt keine Garantie, dass Avelumab für die Behandlung von NSCLC, mUC und Mesotheliom bei einer der weltweiten Gesundheitsbehörden zugelassen wird.
**Tepotinib ist der vorgeschlagene generische Wirkstoffname (International Nonproprietary Name, INN) für den c-Met-Kinaseinhibitor (MSC2156119J). Tepotinib befindet sich derzeit in der klinischen Prüfung und ist weltweit in keiner Indikation zugelassen.
Tepotinib, M7824, M3814, M2698 und M6620 befinden sich in der klinischen Prüfung; für sie liegt kein Nachweis der Sicherheit und Wirksamkeit vor. Es gibt keine Garantie, dass ein Produkt in einer der untersuchten Indikationen bei einer der weltweiten Gesundheitsbehörden zugelassen wird. (Pressemeldung vom 18.05.2018)
Quelle: Merck KGaA | Foto: Merck KGaA
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