Wirtschaft
Acht Energieunternehmen verpflichten sich zu Senkung von Methanemissionen im Erdgassektor
Sonntag, der 3.Dezember 2017
Acht Energieunternehmen verpflichten sich zu Senkung von Methanemissionen im Erdgassektor
Kassel: BP, Eni, ExxonMobil, Repsol, Shell, Statoil, Total und Wintershall haben sich heute verpflichtet, die Methanemissionen bei ihren weltweiten, eigenoperierten Erdgasfeldern weiter zu reduzieren. Zudem sind die Unternehmen übereingekommen, auch andere Akteure entlang der Erdgaswertschöpfungskette – von der Produktion bis zum Endverbraucher – für diesen Schritt zu gewinnen.
 
Das Bekenntnis fügt sich in die weitreichenden Bemühungen der weltweiten Energiebranche ein, die darauf abzielen, dass Erdgas auch in Zukunft eine entscheidende Rolle dabei spielt, den Energiebedarf zu decken und zugleich dem Klimawandel Rechnung zu tragen. Da Erdgas im Wesentlichen aus dem Treibhausgas Methan besteht, wird sein Beitrag zu einer kohlenstoffarmen Zukunft vom Grad der Methanemissionssenkungen beeinflusst werden.
 
Die acht Energieunternehmen haben heute Leitprinzipien unterzeichnet, die sich auf folgende Themen fokussieren: die stetige Senkung der Methanemissionen; Verbesserungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette; Verbesserung der Genauigkeit von Methanemissionsdaten; Befürwortung sinnvoller Maßnahmen und Vorschriften zum Methanausstoß; noch größere Transparenz.
 
Zahlreiche Studien zeigen, wie wichtig eine schnelle Senkung des Methanausstoßes ist, um die wachsende Energienachfrage zu bewältigen und die Umweltziele zu erreichen“, so Mark Radka, Leiter der Energie- und Klimaabteilung des UN-Umweltprogramms. „Die Leitprinzipien stellen einen ausgezeichneten Rahmen für solch ein Vorgehen in der gesamten Erdgaswertschöpfungskette dar, insbesondere, wenn sie an die Berichterstattung über die Reduzierung der Emissionen geknüpft sind.“
 
Die Leitprinzipien wurden in Kooperation mit folgenden Akteuren erarbeitet: Environmental Defense Fund, Internationale Energieagentur (IEA), International Gas Union, Oil and Gas Climate Initiative Climate Investments, Rocky Mountain Institute, Sustainable Gas Institute, The Energy and Resources Institute und United Nations Environment (das Umweltprogramm der Vereinten Nationen).
 
Unsere Analyse der IEA zeigt, dass glaubwürdige Schritte zur Senkung der Methanemissionen für das Erreichen weltweiter Klimazeile und auch für die Zukunftsaussichten von Erdgas von wesentlicher Bedeutung sind“, so Tim Gould, Head of Division des World Energy Outlook der Internationalen Energieagentur. „Die Selbstverpflichtung von Unternehmen auf die Leitzprinzipien stellt einen sehr wichtigen Schritt dar. Wir sehen den Ergebnissen der Umsetzung und der weiteren Verbreitung positiv entgegen. Die Chance ist groß – die Umsetzung aller kosteneffizienten Maßnahmen zur Reduzierung der Methanemissionen weltweit hätte die gleichen Auswirkungen auf den langfristigen Klimawandel wie die Schließung aller bestehenden Kohlekraftwerke in China.“ (Pressemeldung vom 03.12.2017)
Quelle: Wintershall Holding GmbH | Foto: Wintershall Holding GmbH
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