Wirtschaft
Siemens erhält erste Windaufträge aus Afrika
Dienstag, der 31.Januar 2012
Siemens erhält erste Windaufträge aus Afrika
Erlangen: Siemens Energy hat seine ersten Windaufträge aus Afrika über insgesamt 100 Megawatt (MW) erhalten. So unterzeichneten Nareva Holding und Siemens einen Vertag über die Lieferung von insgesamt 44 Windenergieanlagen für die Windkraftwerke Haouma und Foum El Oued in Marokko. Siemens zeichnet für Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Windturbinen. Beide Windkraftwerke sollen im Jahr 2013 in Betrieb gehen und anschließend fünf Jahre von Siemens gewartet werden. Auf dem neuen Windmarkt Afrika ist Marokko zurzeit die Nummer zwei bei den Installationszahlen.
 
"Diese beiden Aufträge markieren den Eintritt von Siemens Wind Power in den afrikanischen Windmarkt und zeigen, dass unsere Strategie der Internationalisierung erfolgreich ist", sagte Felix Ferlemann, CEO der Division Wind Power bei Siemens Energy. Laut dem Global Wind Energy Council, ist Windkraft eine der wichtigsten Quellen für die Erzeugung Erneuerbarer Energie in Marokko. Die marokkanische Regierung hat das Ziel, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 20 Prozent der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien sicher zu stellen.
 
Internationalisierung ist eine Säule der Siemens-Windstrategie. Erst vor kurzem hatte Siemens das Windgeschäft neu aufgestellt und drei Business Units für die Regionen EMEA (Europa, Mittlerer Osten und Afrika), Amerika und Asien als Teil der Wind Power Division etabliert. Darüber hinaus hat das Unternehmen lokale Vertriebsaktivitäten rund um den Globus. Die Region EMEA baut derzeit ihre Vertriebsaktivitäten in Afrika aus.
 
Das Haouma-Windprojekt wird in Nord-Marokko rund 30 Kilometer östlich von Tanger und sechs Kilometer südlich der Mittelmeerküste errichtet. Das 50-MW-Projekt wird aus 22 Siemens-Windenergieanlagen des Typs SWT-2.3-93 bestehen. Das Windkraftwerk Foum El Oued wird im windreichsten Gebiet Marokkos im Bezirk Laâyoune, neun Kilometer südöstlich vom Hafen Laâyoune in Südmarokko errichtet. Dies ist ebenfalls ein 50-MW-Projekt und wird aus 22 Siemens-Windenergieanlagen des Typs SWT-2.3-101 bestehen.
Wind Power ist Teil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem das Unternehmen im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Euro erzielte. Das macht Siemens zu einem der weltweit größten Anbieter von umweltfreundlicher Technologie. Kunden haben mit entsprechenden Produkten und Lösungen des Unternehmens im selben Zeitraum fast 320 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) eingespart, das ist so viel wie Berlin, Delhi, Hongkong, Istanbul, London, New York, Singapur und Tokio in Summe an CO2 jährlich ausstoßen.

Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2011 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 27,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 34,8 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 4,1 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2011 über 97.000 Mitarbeiter. Zum 1. Oktober 2011 wurde die Division Power Distribution mit gut 15.000 Mitarbeitern in den neuen Sektor Infrastructure & Cities überführt. (Pressemeldung vom 30.01.2012)
Quelle: Siemens AG - EWP201201025d | Foto: Siemens
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