Wissenschaft
Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden können auch nach Hamburg gelangt sein
Freitag, der 4.August 2017
Fipronil  belastete Eier aus den Niederlanden können auch nach Hamburg gelangt sein
Hamburg: Eier aus Legehennenbeständen in den Niederlanden, in denen das nicht zugelassene Biozid Fipronil (vielfach als Pflanzenschutzmittel genutzt) eingesetzt worden ist, können nach aktuellen Erkenntnissen über Zentrallager im Umland der Hansestadt auch in Hamburg in den Handel gelangt sein. Die betroffenen Lebensmittelunternehmen wurden über die notwendige Rücknahme der Eier aus dem Handel informiert. Die für den Vollzug zuständigen Bezirksämter überwachen die von den Lebensmittel-unternehmen ergriffenen Maßnahmen, wie etwa betroffene Ware aus den Regalen zu nehmen oder Verbraucherinnen und Verbraucher vor Ort zu informieren. Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz rät dazu, diese Eier nicht zu verzehren, sondern über den Restmüll zu entsorgen oder zu ihrem Händler bzw. Supermarkt/ Discounter zurückzubringen.
 
Es handelt sich um Eier mit diversen Stempelnummern. Die zurzeit bekannten Stempelnummern betroffener Eier:
 
0-NL-4310001,
1-NL-4167902,
1-NL-4385701,
1-NL-4339301,
1-NL-4339912,
2-NL-4385702,
1-NL-4331901,
2-NL-4332601,
2-NL-4332602,
1-NL-4359801,
2-NL-4212103,
2-NL-4167901,
0-NL-4392501.
 
Die bekannten Stempelnummern können tagesaktuell auf der Internetseite www.lebensmittelwarnung.de eingesehen werden. Bereits gekaufte Eier können in den Lebensmittelmärkten zurückgegeben werden. Bei Kleinkindern ist vorsorglich auf jeden Fall von einem Verzehr von belasteten Eiern abzusehen. Weitere Informationen stehen auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) unter www.bfr.bund.de frei zugänglich zur Verfügung.
 
Fipronil ist ein Phenylpyrazol und wird vielfach als Pflanzenschutzmittel und Biozid genutzt. In der Tiermedizin wird es als Mittel gegen Flöhe und Zecken bei Hunden und Katzen eingesetzt. Die Anwendung bei lebensmittelliefernden Tieren ist nicht erlaubt. Da der Stoff Fipronil nicht in Bereichen der Erzeugung von Lebensmitteln eingesetzt werden darf, müssen alle damit belasteten Erzeugnisse, unabhängig von der Höhe der Belastung, aus dem Verkehr genommen werden. (Pressemeldung vom 04.08.2017)
Quelle: Senat Hamburg | Pressestelle der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
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