Wirtschaft
Gaia-Raumsonde von Airbus Defence and Space liefert Daten zu 1,1 Milliarden Sternen
Donnerstag, der 15.September 2016
Gaia-Raumsonde von Airbus Defence and Space liefert Daten zu 1,1 Milliarden Sternen
München: Dank ihrer ultrastabilen Plattformstruktur hat die von Airbus Defence and Space gebaute Raumsonde Gaia über 1,6 Milliarden Sterne kartiert. Heute wurden Daten zur Position und Helligkeit von 1,1 Milliarden Sternen veröffentlicht.
Das Gaia-Weltraumteleskop begann nach seinem Start an Bord einer Sojus-Trägerrakete im Dezember 2013 im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA mit der Vermessung des Universums. Ziel der Mission ist es, tiefere Einblicke in unsere Galaxie, die Milchstraße, zu liefern. Während ihrer Rotation erfasst die Sonde, deren Lage mit nahezu vollkommener Präzision geregelt wird, eine enorme Anzahl von Sternen gleichzeitig. Die präzise Positionierung des Raumfahrzeugs auf der Umlaufbahn wird durch ein System von Mikrotriebwerken gewährleistet, deren Schub so winzig ist, dass man auf der Erde tausend davon benötigen würde, um ein einziges Blatt Papier anzuheben.
Herzstück von Gaia ist die Videoverarbeitungseinheit, deren Leistung alle anderen ESA-Raumfahrzeuge übertrifft. Die von Gaia gesendeten Daten werden in der ESA-Bodenstation in Cebreros (Spanien) und New Norcia (Australien) über Parabolantennen mit einem Durchmesser von 35 Metern empfangen.
 
„Die derzeitigen Ergebnisse läuten eine neue Ära in der Astronomie ein. Mit dem sprunghaften Anstieg an präzisen Daten erhalten Astronomen neue Informationen über die Dynamik und die Entstehung unserer Galaxie sowie über hunderttausende neue Objekte innerhalb und außerhalb unseres Sonnensystems. Alle Ingenieure und Techniker, die an der Entwicklung und dem Bau von Gaia bei Airbus Defence and Space mitgewirkt haben, können sehr stolz sein“, sagte Nicolas Chamussy, Leiter von Space Systems bei Airbus Defence and Space.
Die von Gaia gelieferten Daten erweitern und verbessern den durch die Vorläufermission Hipparcos erfassten Datenbestand um ein Vielfaches. Der 1989 gestartete und ebenfalls von Airbus Defence and Space entwickelte Hipparcos-Satellit war die erste Astrometrie-Mission der ESA. (Pressemeldung vom vom 14.09.2016)
Quelle: Airbus Defence and Space | Foto: ESA, Airbus Defence and Space
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