Wirtschaft
GfK-Studie: Der Automotive Aftermarket profitiert von starkem Geschäft mit Ersatz- und Verschleißteilen
Dienstag, der 13.September 2016
GfK-Studie: Der Automotive Aftermarket profitiert von starkem Geschäft mit Ersatz- und Verschleißteilen
Nürnberg: Der von GfK beobachtete Automotive Aftermarkt in Deutschland profitiert im ersten Halbjahr 2016 vor allem von einem positiven Geschäft mit Kfz-Ersatz- und Verschleißteilen. Im Vergleich zum schwächeren Vorjahr stieg der Umsatz in den aktuell beobachteten Produktkategorien um 11 Prozent auf 477 Millionen Euro. Der deutsche Markt für Kfz-Chemieprodukte verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 13 Prozent, trotz rückläufiger Mengen in vereinzelten Produktkategorien. Das Umsatzvolumen betrug insgesamt 86 Millionen Euro. Das sind aktuelle Ergebnisse von GfK anlässlich der internationalen Leitmesse „Automechanika“ in Frankfurt.
 
Zum Umsatzwachstum im von GfK beobachteten Automotive Aftermarket trug im ersten Halbjahr 2016 vor allem das Geschäft mit Ersatz- und Verschleißteilen bei. Während der Umsatz um 18 Prozent und der Absatz um 10 Prozent im Kfz-Teile-Großhandel stiegen, entwickelte sich der GfK-Panelmarkt* eher moderat. Hier betrug das Umsatzwachstum 4 Prozent, der Absatz dagegen stieg um nur 1 Prozent. Der steigende Verdrängungswettbewerb im Geschäft an den Endkonsumenten erhöht außerdem zunehmend den Druck auf die Abverkaufspreise. Im Autochemie- und Teile-Bereich verzeichneten alle von GfK beobachteten Warengruppen in Summe ein Umsatzplus von 11 Prozent. Auch der Absatz stieg im ersten Halbjahr 2016 um 9 Prozent im Vergleich zu Vorjahreszeitraum.
 
Höherpreisige Wischblätter und Glühlampen bei Konsumenten beliebt
Obwohl sich Um- und Absatz im Ersatz- und Verschleißteilehandel zwischen Januar und Juni 2016 positiv entwickelten, zeigte sich in den beobachteten Warengruppen ein ungleiches Bild. Während Wischerblätter und Kfz-Glühlampen im GfK-Panelmarkt inklusive Kfz-Teile-Großhandel ein starkes Umsatzwachstum von 7 beziehungsweise 6 Prozent aufwiesen, stieg der Absatz lediglich um 5 beziehungsweise 4 Prozent. Autofahrer griffen im ersten Halbjahr 2016 vermehrt zu höherpreisigen Mehrwertprodukten, wie Flachbalkenwischern und Glühlampen mit gesteigerter Lichtausbeute oder Lebensdauer. Beide Produktgruppen können zum Teil auch von ungeübten Konsumenten am eigenen Fahrzeug getauscht werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Witterungsbedingungen in Deutschland einen größeren Einfluss auf die weiteren beobachteten Produktkategorien haben. Die Erfahrung zeigt, dass der Absatz bei Starterbatterien, Zünd- beziehungsweise Glühkerzen und Filtern (vor allem Kraftstofffiltern) nach Kälteperioden steigt. Mit einem Absatzplus von durchschnittlich 12 Prozent entwickelten sich alle drei Warengruppen im ersten Halbjahr 2016 positiv. Insgesamt sind die Konsumenten weniger bereit dazu oder in der Lage, diese Teile in Eigenarbeit zu tauschen. Im GfK Panelmarkt ging der Absatz im Zeitraum Januar bis Juni 2016 um 11 Prozent zurück.
 
Premiumprodukte im Trend bei Lackpflege
Trotz wachsendem PKW-Bestand (1,5 Prozent auf 45,1 Millionen PKW, Kraftfahrt-Bundesamt, 01.01.2016) in Deutschland stieg der Mengen-Absatz von Lackpflegeprodukte im ersten Halbjahr 2016 nicht. Die sehr wechselhaften Wetterbedingungen sorgten dafür, dass die Verbraucher im kühlen Frühjahr ihre Fahrzeuge weniger pflegten. Es wurden sowohl weniger Lackpflegeprodukte als auch Kunststoffreiniger verkauft. Der Umsatz dieser Produkte nahm dennoch um 7 Prozent beziehungsweise 2 Prozent zu. Dabei setzten sich hochpreisige Premiumprodukte durch. Bei Felgen- und Scheibenreinigern lag das Absatzwachstum dagegen im ersten Halbjahr im zweistelligen Bereich (Felgenreiniger 14 Prozent; Scheibenreiniger 12 Prozent). Entgegen dem Trend zum Premiumprodukt im Lackpflegebereich greifen die Konsumenten im Segment der Felgenreiniger auch zu günstigen Marken. Die vergleichsweise einfache Anwendbarkeit von Felgenreinigern und die steigende Anzahl an Fahrzeugen, die ganzjährig mit Leichtmetallrädern ausgerüstet sind, fördern den Absatz dieser Warengruppe.
 
Informationen zum GfK-Handelspanel Automotive Aftermarket
GfK erhebt im Rahmen des Handelspanels in mehr als 30 Ländern weltweit regelmäßig Daten zu Kfz-Chemie, Kfz-Ersatz- und Verschleißteilen, Zubehör sowie Reifen und Rädern. Für den deutschen Markt liegen dieser Auswertung Informationen für 2015 und das erste Halbjahr 2016 zu Grunde. Darüber hinaus kann GfK auf Daten und Erfahrung einer mehrjährigen Zeitreihe zurückgreifen.
 
Um zukünftig die Auswirkungen der alternativen Antriebstechnologien auf den Automotive Aftermarket in Deutschland beobachten und den Technologiewechsel beziffern zu können, hat GfK 2016 begonnen, die Beobachtungen im Kfz-Ersatz- und Verschleißteilemarkt um 16 weitere Produktkategorien auszuweiten. Im ersten Halbjahr 2016 wurde im Kfz-Teile-Großhandel bereits ein Umsatzvolumen dieser Produktkategorien von 557 Millionen EUR gemessen. Davon entfielen 57,6 Prozent auf Bremskomponenten (Scheiben, Beläge, Trommeln etc.). Künftig wird GfK in der Lage sein, auch für diese Segmente Trends und Entwicklungen präzise aufzeigen zu können.
 
*Der GfK-Panelmarkt bildet die Verkäufe an den privaten Endkunden über den Einzelhandel (Kfz-Facheinzelhandel; Fast-Fit Werkstattketten; Baumärkte, Verbrauchermärkte, Online-Generalisten) ab. (Pressemeldung vom vom 12.09.2016)
Quelle: GfK SE | Foto: GfK SE
Lesezeichen - weitere Meldungen


04.03.2017
  • Sa
    • Samstag, der 04.03.2017
  • So
    • Sonntag, der 05.03.2017
  • Mo
    • Montag, der 06.03.2017
  • Di
    • Dienstag, der 07.03.2017
  • Mi
    • Mittwoch, der 08.03.2017
  • Do
    • Donnerstag, der 09.03.2017
  • Fr
    • Freitag, der 10.03.2017
  • Sa
    • Samstag, der 11.03.2017
  • So
    • Sonntag, der 12.03.2017
  • Mo
    • Montag, der 13.03.2017
  • Di
    • Dienstag, der 14.03.2017
  • Mi
    • Mittwoch, der 15.03.2017
  • Do
    • Donnerstag, der 16.03.2017
  • Fr
    • Freitag, der 17.03.2017
  • Sa
    • Samstag, der 18.03.2017
  • So
    • Sonntag, der 19.03.2017
  • Mo
    • Montag, der 20.03.2017
  • Di
    • Dienstag, der 21.03.2017
  • Mi
    • Mittwoch, der 22.03.2017
  • Do
    • Donnerstag, der 23.03.2017
23.03.2017