Wirtschaft
Fraunhofer untersucht LNG-Potentiale am Standort Brunsbüttel
Donnerstag, der 23.Juli 2015
Fraunhofer untersucht LNG-Potentiale am Standort Brunsbüttel

Brunsbüttel: Der Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel hat sich in den vergangenen Monaten als potentieller Standort für ein LNG-Terminal positioniert. Der seeschifftiefe Elbehafen der Brunsbüttel Ports GmbH, die bereits vorhandenen weitreichenden Erfahrungen im Handling von vergleichbaren Gütern wie z.B. LPG sowie verfügbare hafennahe Freiflächen bieten neben den potentiellen Nutzungsmöglichkeiten von LNG am Standort Brunsbüttel gute Rahmenbedingungen für die Errichtung einer LNG-Infrastruktur.

Am Standort Brunsbüttel werden die verschiedenen Nutzungspotentiale von LNG ideal vereint. Brunsbüttel, am Schnittpunkt Elbe / Nord-Ostsee Kanal gelegen, ist ein strategisch idealer Standort für die Bebunkerung von Schiffen mit LNG als alternativer Treibstoff. Die Verkehrswege von/nach Hamburg sowie in/aus dem Nord-Ostsee Kanal passieren Brunsbüttel. Eine LNG-Versorgung der Häfen Hamburg, Cuxhaven und Bremerhaven ist aufgrund der geographischen Lage ebenfalls denkbar. Bereits heute ist die mobile LNG-Bebunkerung via LKW möglich.

Neben der Versorgung der Seeschifffahrt mit LNG wären die ansässigen Industrieunternehmen aus der Chemiebranche potentielle LNG-Nutzer, als Alternative zum Pipelinegas. Die europaweite LNG-Belieferung an Industrieunternehmen und weitere LNG-Nutzer im Binnenland könnte ab Brunsbüttel mit Bahn und LKW erfolgen. Eine Kooperation mit dem Hamburger Unternehmen VTG, das kürzlich den ersten LNG-Kesselwaggon für den Transport von LNG über die Schiene vorgestellt hat, besteht bereits. Zudem könnte eine LNG-Infrastruktur in Brunsbüttel die Möglichkeit zur Vorhaltung einer strategischen Gasreserve für Deutschland bieten und die Diversifizierung der Gasbezugsquellen vorantreiben.

Die Grundvoraussetzungen zur Errichtung einer LNG-Infrastruktur wären somit gegeben. Eine Investitionsentscheidung wird aber auch insbesondere von der Frage beeinflusst: Unter welchen Voraussetzungen kann eine geeignete LNG-Infrastruktur etabliert und entwickelt werden? In dieser Fragestellung sollten nicht nur die naheliegenden LNG-Absatzmärkte begutachtet werden, sondern insbesondere Märkte mit LNG-Nutzungspotenzialen, die noch entwickelt werden müssen. Aus diesem Grund haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, die egeb:Wirtschaftsförderung und die Brunsbüttel Ports GmbH gemeinsam das Fraunhofer CML beauftragt, in einer unabhängigen Studie die Potenziale für eine LNG-Infrastruktur zu untersuchen.

Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer erklärte: „Mit der Vergabe dieses Gutachtens an das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen gewinnen wir eine gute Grundlage für die weiteren Planungen für ein LNG-Terminal in Brunsbüttel. Das Ergebnis wird maßgeblich für die weiteren Schritte sein.“

„Aus unserer Sicht ist Brunsbüttel der ideale Standort für eine LNG-Infrastruktur, da eine vielseitige Nutzung des Flüssiggases möglich wäre. Seeschifffahrt, Industrie sowie eine strategisch exzellente Lage werden am Standort vereint. Ich freue mich, dass wir mit Fraunhofer CML / ILF Business Consult nun weitere renommierte Partner mit hoher Expertise an der Seite haben“ erläutert Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH / SCHRAMM group die Entscheidung für eine unabhängige Studie.

Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH (egeb), sieht durch LNG große Potenziale für den Standort: „Durch eine LNG-Infrastruktur in Brunsbüttel könnte der Standort weiter gestärkt werden. Wir freuen uns auf die Ergebnisse der Studie – es könnte ein Meilenstein für die Entwicklung an der Westküste mit bundesweiter Bedeutung entstehen.“
Der Abschluss der Untersuchung sowie die Vorstellung der Ergebnisse werden für Herbst dieses Jahres erwartet. (Pressemeldung vom 23.07.2015)

Quelle: Brunsbüttel Ports GmbH | Foto: Brunsbüttel Ports GmbH
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