Wirtschaft
Rostock Port: insgesamt 24 Millionen Tonnen Güter in 2011 umgeschlagen
Samstag, der 14.Januar 2012
Rostock Port: insgesamt 24 Millionen Tonnen Güter in 2011 umgeschlagen
Rostock: Insgesamt wurden über die verschiedenen Hafenanlagen in Rostock im Jahr 2011 24 Millionen Tonnen Güter (brutto) umgeschlagen; 1,3 Millionen Tonnen bzw. fünf Prozent weniger als 2010. Im Seehafen Rostock gingen 22,3 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Weitere 1,7 Millionen Tonnen wurden laut Hafen- und Seemannsamt im Fracht- und Fischereihafen, Chemiehafen und anderen Rostocker Hafenanlagen bewegt.
 
Seehafen Rostock
 
Mit 22,3 Millionen Tonnen (brutto) umgeschlagener Güter im vergangenen Jahr verzeichneten die Unternehmen des Rostocker Seehafens einen Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zu 2010.
 
Während die Jahresergebnisse bei Fähr-, RoRo- und Stückgütern Zuwächse aufwiesen, gab es einen leichten Rückgang bei  Schütt- und einen großen bei Flüssiggütern. „Insbesondere der heftige Einbruch beim Rohölumschlag verhagelte uns die Umschlagbilanz des Seehafens für das Jahr 2011. Solange Tanker mit einem Ladevolumen von 120.000 Tonnen Rostock wegen der fehlenden Wassertiefe des Seekanals von 16,50 Meter nicht anlaufen können, weil sie vorher in einem anderen Hafen auf 80.000 Tonnen geleichtert werden müssen, haben wir erhebliche Wettbewerbsnachteile“, erklärt Ulrich Bauermeister, Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH.
 
Der Umschlag von Flüssiggütern verzeichnete mit 2,9 Millionen Tonnen ein Minus von 38 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Im vergangenen Jahr wurden 1,7 Millionen Tonnen Rohöl weniger über die Rostocker Kaikanten gepumpt. Bei Schüttgütern wurde ein Jahresergebnis von 5,8 Millionen Tonnen erreicht, was einem Rückgang von drei Prozent entspricht. „Während der Umschlag von Gerste noch Zuwächse von 140.000 Tonnen erreichte, nahmen die Weizen- und Roggenmengen um 900.000 Tonnen bzw. 50.000 Tonnen ab. Wegen der Wetterkapriolen des letzten Jahres fehlten aber ganz einfach auch die Erträge und damit die Umschlagmengen“, bilanziert der Geschäftsführer der Hafen-Entwicklungsgesellschaft.
 
Hingegen konnte der Umschlagrückgang bei Stückgütern gestoppt werden: 550.000 Tonnen gingen 2011 über die Kaikanten; ein Plus von 50 Prozent. Insbesondere Bleche, Rohre und Krananlagen wurden vermehrt umgeschlagen. „Die langfristige Strategie, das lokale Güteraufkommen zu stärken, trägt erste Früchte“, betont Ulrich Bauermeister.
 
Bei der rollenden Ladung, den Fähr- und RoRo-Gütern, gab es erneut Zuwächse. Insgesamt stieg die Menge von 12,7 Millionen Tonnen im Jahr 2010 auf 13 Millionen Tonnen, und das trotz des Rückzugs der Reederei Tallink aus dem Rostock-Helsinki-Verkehr im August 2011. Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Seehafens Rostock betrug im vergangenen Jahr 58 Prozent.
 
Die Anzahl der beförderten Fährpassagiere auf den Linien nach Dänemark, Schweden, Finnland und Polen nahm insgesamt um 50.000 auf 2,01 Millionen Reisende ab. Während die Relation Rostock-Trelleborg leichte Zuwächse verbuchen konnte, gingen die Passagierzahlen von und nach Dänemark und Finnland etwas zurück. „Hier erwarten wir mit dem Einsatz der neuen Fährschiffe auf der Linie Rostock-Gedser ab diesem Frühjahr eine Trendwende“, sagt Ulrich Bauermeister.
 
7466 Fähr-, RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffe liefen 2011 den Seehafen Rostock an, darunter 5280 Fährschiffe.
 
Rollender Güterverkehr mit Zuwächsen
 
Im Jahr 2011 rollten 11,7 Millionen Tonnen Fährgüter (+2 Prozent) und 1,3 Millionen Tonnen RoRo-Güter (+6 Prozent) über die Rostocker Kaikanten. „Vor dem Hintergrund der fast ganzjährigen Umbau- und Reorganisationsmaßnahmen auf dem Fährterminal, die doch vorübergehende Qualitätseinschränkungen für unsere Kunden brachten, ist das ein beachtliches Ergebnis“, so Ulrich Bauermeister. Die Zahl der auf den Fähr- und RoRo-Verbindungen von und nach Nordeuropa beförderten LKW stieg wieder an: von 318.834 im Jahr 2010 auf 327.039 im letzten Jahr. Die Anzahl umgeschlagener Trailer nahm 2011 ebenfalls zu; von 104.306 im Jahr 2010 auf 113.250. Eine leichte Zunahme gab es bei den per Fährschiff beförderten Eisenbahnwaggons von und nach Trelleborg. Die Zahl stieg von 6.746 (2010) auf 7.274 im vergangenen Jahr.
 
Über den Terminal für den Kombinierten Ladungsverkehr wurden 76.720 Einheiten mit einer Tonnage von 1,5 Millionen Tonnen umgeschlagen, was eine erneute Steigerung gegenüber dem schon sehr guten Vorjahr war. Der Zuwachs im Vergleich zu 2010 betrug neun Prozent. „Die Kapazitätsgrenze der bestehenden Anlage kommt in Sichtweite, der für 2012/13 vorgesehene Ausbau genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Ulrich Bauermeister. Wöchentlich verkehren 30 Kombiverkehrszüge zwischen Rostock-Seehafen und Verona (12), Duisburg/Hamburg (6), Basel (5), Novara (3), Wels (2) und Brno (2).
 
Im vergangenen Jahr gingen 319.000 Tonnen Papier im Seehafen Rostock über die Kaikanten, im Jahr 2010 waren es 341.700 Tonnen. Die Rostocker Niederlassung von UPM Kymmene erreichte ein Jahresergebnis von 311.000 Tonnen und das Rostocker Logistikunternehmen Baltic Lloyd von 8.000 Tonnen. UPM Kymmene Rostock importiert Papier aus Finnland und exportiert Teilmengen nach England und in die USA. Baltic Lloyd wickelt in Rostock die Papierimporte aus Schweden von Stora Enso ab.
 
Investitionen der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock
 
2011 investierte die Hafen-Entwicklungsgesellschaft über 55 Millionen Euro in die Infrastruktur des Seehafens. Davon wurden allein 15 Millionen Euro für die nördliche Erweiterung von Pier III verbaut. Die Ufereinfassung wurde bereits 2010 erstellt, die Geländeauffüllung mit 1,68 Millionen Kubikmeter eingespültem Ostseekies im Frühjahr 2011 abgeschlossen. Die Bauarbeiten werden bis zum Frühjahr 2012 beendet und parallel dazu wird auch der neue Liegeplatz 15 an der Ostseite von Pier III fertig gestellt sein.
 
Weitere große Bauprojekte des Jahres 2011 waren: Die Weiterführung und Sanierung des Bedienstegs an den Liegeplätzen 3 und 4 im Ölhafen, und die Sanierung des Liegeplatzes 5, die 2012 fortgeführt wird, für insgesamt rund zwei Millionen Euro.
 
Zum Start der Kreuzfahrtsaison im April 2012 ist in Kooperation mit dem Unternehmen Eurawasser die Annahme und Aufbereitung von Schiffsabwässern an den drei Kreuzfahrt-Liegeplätzen in Warnemünde möglich. Dafür investierte die Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock 1,7 Millionen Euro in die entsprechenden Anlagen am Passagierkai.
 
Im Frühjahr 2011 hat die Hafen-Entwicklungsgesellschaft mit dem komplexen Vorhaben zur Neugestaltung des gesamten Fährterminals begonnen. Das Vorhaben startete mit dem Baubeginn des neuen Fähranlegers am Liegeplatz 54. In Etappen entstanden das neue Fährcenter, die neue überdachte Abfertigungslinie und zusätzliche Flächen mit entsprechender optimierter Verkehrsführung. Die Umgestaltung des Fährterminals ging einher mit Abbruch- und Ersatzmaßnahmen. Dabei wurden und werden sowohl die alten Abfertigungsgebäude wie auch die Kaihalle 8 auf Pier I zurückgebaut und ersetzt. Allein dafür wurden 2011 etwa 25 Millionen Euro aufgewendet.
 
„Eine derartige Vielzahl an komplexen Großbaustellen im Seehafen Rostock hat es seit Bau dieses Hafens vor mehr als 50 Jahren nicht gegeben. Ohne die Unterstützung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern wäre das undenkbar“ sagt Ulrich Bauermeister. „Mit dem gleichen Tempo starten wir in dieses Jahr. Wir planen für 2012 erneut mit einem Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro. Davon sind etwa 21 Millionen Euro für den weiteren Ausbau des Fähr- und RoRo-Terminals sowie der Umschlaganlage für den Kombinierten Ladungsverkehr vorgesehen. Der Fähranleger am Liegeplatz 54 wird im Frühjahr fertig gestellt sowie die 2011 begonnene Neugestaltung des gesamten Fährterminals abgeschlossen.“
 
Weitere große Bauprojekte in diesem Jahr sind: Bau und Fertigstellung der östlichen Straßenanbindung zum Gewerbegebiet im Hafenvorgelände für rund 2,5 Millionen Euro, Bau von Logistikflächen am Liegeplatz 25 (4500 Quadratmeter), an den Getreidesilos auf Pier IV (6500 Quadratmeter) sowie die Sanierung eines 1,2 Kilometer langen Teilabschnitts der Ost-West-Straße. (Pressemeldung vom 13.01.2012)
Quelle: Rostock Port | Foto: Rostock Port
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