Wirtschaft
Nationalen Maritimen Konferenz 2015: In Bremerhaven die Zukunftsfähigkeit des maritimen Standorts Deutschland weiter stärken
Freitag, der 27.Februar 2015
Nationalen Maritimen Konferenz 2015: In Bremerhaven die Zukunftsfähigkeit des maritimen Standorts Deutschland weiter stärken

Hamburg: Im Hinblick auf die vom maritimen Koordinator der Bundesregierung Uwe Beckmeyer vorgestellten Branchenforen und die
Nationale Maritime Konferenz erklären die maritimen Verbände:

Die maritime Wirtschaft in Deutschland ist gut aufgestellt und leistet einen wichtigen Beitrag zu Wohlstand und hochkarätiger
Beschäftigung in ganz Deutschland. Gemeinsam mit der deutschen Politik muss es gelingen, die Wettbewerbsbedingungen für
alle Teile der maritimen Wirtschaft am Standort Deutschland dauerhaft zu stärken und auszubauen.

Dazu ist es insbesondere erforderlich:


  • Das maritime Expertenwissen für die gesamte maritime Wirtschaft zu sichern und fortzuentwickeln
    Unser wichtigster Wettbewerbsvorteil sind der Wissensschatz und die Kompetenzen unserer Beschäftigten. Die maritime
    Wirtschaft bildet mit hohem Aufwand die Fachkräfte von morgen aus. Der nautische und technische Nachwuchs aus der
    Schifffahrt leistet einen unverzichtbaren Beitrag für das Know-how des gesamten maritimen Standorts Deutschland. In ihrer
    wirtschaftlich angespannten Lage brauchen insbesondere die Reedereien Rahmenbedingungen, welche die Beschäftigung
    von für den Standort unverzichtbarem qualifizierten deutschen Personals ermöglichen.
     
  • Forschung, Entwicklung und Anwendung moderner Technologien und Prozesse in Schiffbau und Meerestechnik,
    Schiffsbetrieb und Hafenlogistik wirksamer und stärker zu unterstützen

    Forschung, Entwicklung und Innovation spielen eine Schlüsselfunktion für die Zukunft der Industrie im Hochlohnland
    Deutschland. Die maritime Industrie gehört zu den Technologiebranchen mit der höchsten Innovationsfrequenz. Zur
    Stärkung des maritimen Industriestandorts Deutschlands sollten die verfügbaren Förderinstrumente optimiert und
    ergänzt werden. Dort wo zusätzliches Engagement der Unternehmen noch nicht vom Markt honoriert wird, muss die
    Bundesregierung mit zielgerichteten Förderprogrammen Anreize für innovative Investitionen setzen.
     
  • See- und landseitige Infrastruktur für die Seehäfen prioritär und zügig umzusetzen
    Der wachsende Welthandel bieten enorme Potenziale für Deutschland. Um den effizienten Umschlag und Weitertransport
    der steigenden Warenmenge zu gewährleisten, brauchen wir Investitionen in die Infrastruktur der gesamten
    maritimen Logistik. Ziel muss es sein, die deutsche Verkehrsinfrastruktur mit den dafür notwendigen Haushalts- und
    Personalressourcen optimal weiterzuentwickeln. Die seewärtigen Zufahrten und die Hinterlandanbindungen deutscher
    Seehäfen müssen mit dem starken Wachstum des deutschen Außenhandels Schritt halten.
     
  • Wettbewerbsfähige und anwendungsfreundliche Verwaltungsprozesse und -strukturen zu schaffen
    Die maritime Wirtschaft ist mit stets wachsenden bürokratischen Anforderungen aus allen politischen Ebenen konfrontiert,
    etwa im Zollrecht oder durch stets wachsende Meldepflichten. Diese binden Personal und hemmen die wirtschaftlichen
    Prozesse in erheblichem Maße. Bestehende Vorschriften gilt es, effizient und transparent zu gestalten. Kosten und Nutzen
    sollten vor der Einführung neuer Gesetze und Verwaltungsauflagen sorgfältig erwogen werden. Wettbewerbsverzerrunge
    zugunsten der internationalen Konkurrenz sind zu vermeiden.

  (Pressemeldung vom 27.02.2015)

Quelle: Verband für Schiffbau und Meerestechnik e. V. | Foto: VSM
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