Wirtschaft
Große Flexibilität macht Kernkraftwerke zum zuverlässigen Partner der erneuerbaren Energien
Montag, der 25.August 2014
Große Flexibilität macht Kernkraftwerke zum zuverlässigen Partner der erneuerbaren Energien

Essen: Eine Wetterlage wie im Herbst, und das mitten im August: Tief Wilma hat in den vergangenen Tagen für Wirbel gesorgt. Aber auch sonst ist der Sommer vom wechselhaften Wetter geprägt. Regenschauer, Sonnenschein und starker Wind stellten hohe Ansprüche an die Flexibilität im Stromnetz. Die RWE-Power Kernkraftwerke in Gundremmingen und Lingen können auf die schwankende Stromerzeugung aus Wind und Sonne mit Leistungsabsenkungen sehr schnell reagieren – das haben sie in den letzten Tagen und Monaten gleich mehrfach bewiesen. Als flexibler Partner der Erneuerbaren helfen die Anlage das Netz jederzeit stabil zu halten.

Beispiel 17. August: Am letzten Sonntag fiel die Stromnachfrage deutlich geringer aus als werktags, denn Wirtschaft und Gewerbe als größte Stromverbraucher machten Pause. Zusätzlich zum starken Wind kam am Vormittag auch der Strom aus der in Süddeutschland stark ausgebauten Photovoltaik ins Netz. Gegen 10 Uhr senkte Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen (KGG), das fast ein Viertel des bayerischen Stroms erzeugt, seine Leistung zunächst um 200 Megawatt ab. Am Mittag, zur Spitzenproduktion der Solaranlagen, folgte eine weitere Reduzierung um noch einmal fast 500 Megawatt. Block B wurde jetzt mit halber Leistung betrieben. Nachmittags, bei sinkender Sonne, und im Verlauf der nächsten Nacht hob Block B seine Leistung sicher und zuverlässig wieder an. Pünktlich zum Beginn der Arbeitswoche am Montagmorgen stand er mit 100 Prozent Erzeugungsleistung zur Verfügung. „Privatkunden und Wirtschaft wollen sich rund um die Uhr auf eine stabile Stromversorgung verlassen können, bei jedem Wind und Wetter. Dafür sorgt die Mannschaft hier im Kernkraftwerk Gundremmingen“, so Produktionsleiter Gerhard Hackel.

Ein weiteres Beispiel zeigte sich am Sonntag, 22. Juni: Der Netzbetreiber forderte vom Kernkraftwerk Emsland (KKE), das gut ein Fünftel des niedersächsischen Stromverbrauchs deckt, eine schnelle Leistungsabsenkung um 145 Megawatt an. Nach nur 40 Minuten war wieder die volle Leistung erforderlich. „Unsere Mannschaft kennt diese Situationen und ist vorbereitet, wenn die nächste aufziehende Wolkendecke wieder eine Leistungssteigerung von unserem Kraftwerk erfordert“, so Norman Hoffmann, Produktionsleiter im KKE. Die größte Leistungsreduktion wurde vom Lingener Kernkraftwerk in diesem Jahr in der Nacht vom 15. auf den 16. Februar angefordert. Kräftiger Wind drückte rund 21.500 Megawatt regenerativen Strom ins deutsche Netz. Da diese Menge nicht genügend Abnehmer in Industrie und Haushalten fand, fuhr das KKE nach Anforderung des Netzbetreibers um 850 Megawatt herunter. Nach rund 13 Stunden wurde die Anlage wieder auf Volllast hochgefahren. Nur wenige Tage zuvor, am Montag, 10. Februar, herrschte in Deutschland fast Windstille und die Rotoren der Windräder konnten nur rund 2.800 Megawatt bereitstellen. Als Folge war der Einsatz der konventionellen Kraftwerke dringend erforderlich.

Wenn es darum geht, im Netz Platz zu machen für die Erneuerbaren, stehen die beiden Kernkraftwerke modernen Gaskraftwerken in nichts nach. „Wir können die Leistung pro Block um bis zu 100 Megawatt pro Minute verringern“, erklärt Hackel. Auch die Lingener Anlage kann in rund 60 Minuten bis zu 850 Megawatt Leistung reduzieren und damit zur Netzstabilität beitragen. Kleinere Netzschwankungen unter 100 Megawatt können vom Kernkraftwerk im Emsland automatisch ausgeglichen werden. Hier spricht man von der Primärregelreserve. Dieser Mechanismus wurde allein von Juni bis August bereits ein gutes Dutzend Mal aktiviert. „Wichtig ist eine gute und schnelle Regelfähigkeit des Kraftwerks“, erläutert Hoffmann. „Hier zeigt das KKE seine Qualität als zuverlässiger Partner der Regenerativen und als Stabilisator im Stromnetz.“ (Pressemeldung vom 25.08.2014)

Quelle: RWE AG | Foto: RWE
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